Provided by: hf_0.7.3-2_i386 bug

NAME

       hfterm  -  graphisches  Terminal-Programm für hfkernel, ein Kurzwellen-
       Digimode- und Mailbox- Programm für die Soundkarte.

AUFRUF

       hfterm -k /var/run/hfapp [-h mailbox-host -p mailbox-port]

BESCHREIBUNG

       hfterm ist ein Terminalprogramm für hfkernel (siehe  man  hfkernel-de).
       hfkernel moduliert und demoduliert die Amateurfunk-Protokolle Pactor 1,
       AMTOR (SITOR), GTOR und  RTTY.   So  weit  uns  bekannt,  ist  hfkernel
       weltweit  das  einzige  Programm,  das  mit Hilfe der Soundkarte Pactor
       senden kann.  hfterm verbindet  sich  mit  hfkernel  über  einen  UNIX-
       Domain-Socket.   Es  wurde  mit dem Gtk+ toolkit programmiert und läuft
       unter X.  hfterm hat ein Frequenzspektrumdisplay, eine Monitorfunktion,
       Hilfe,  Menüs  und Fenster, um Programmparameter und persönliche Daten,
       Textbausteine und Logbucheinträge zu editieren. Es schaltet  weitgehend
       automatisch  zwischen Senden und Empfang und kann Bakentexte senden. Es
       enthält ein TCP-IP-Interface zum Mailbox-Programm F6FBB  und  kann  mit
       diesem zu einer automatischen Pactor-Mailbox verbunden werden.

INSTALLATION

       siehe  LIESMICH in /usr/share/doc/packages/hf oder im ’doc’-Verzeichnis
       des hf-Paketes.  Ein gemeinsames Startscript ’hf’ startet hfkernel  und
       dann hfterm.  Die Konfigurationsdatei ist /etc/hf.conf.

OPTIONEN

       -c <socket> (Default: /var/run/hfapp)
              Diese   Option   teilt   hfterm  den  Pfad  zur  Kommunikations-
              Schnittstelle (einem Unix-Domain-Socket) zu hfkernel mit.

       [-h <mailbox-host> -p <mailbox-port>]
              geben  die  Adresse  eines  TCP-IP-Sockets  zu  einem   Mailbox-
              Programm,   z.B.   F6FBB   an.   Ohne  Angabe  werden  127.0.0.1
              (Localhost) und 6300 (Standard bei F6FBB) angesprochen.

ALLGEMEINES

       Status- und Mode-Menü und die Buttons links erklären sich selbst.  Wenn
       Du,  wie  ich,  keine  Mäuse magst, werden Dich die vielen Tastenkürzel
       beglücken. Beachte die Meldungen im Status-Display-Fenster unten. (Wenn
       Du  einen  kleinen  Bildschirm hast und das Statusdisplay nicht siehst,
       verstecke das Log-Fenser mit ’<Strg> Q’, dies ist voreingestellt.)

RTTY

       Zum Anfreunden mit dem Programm versuche zuerst RTTY zu  empfangen  und
       zu   senden.  Suche  im  20m-Band  nach  dem  typischen  schönen  RTTY-
       Maschinengeräusch. Öffne über  das  Menü  Utilities  oder  einfach  mit
       Frequenzspektrumdisplay.  Nach  meiner  Erfahrung geht das Abstimmen am
       schnellsten mit dem Transceiver.  Drehe die 2 Peaks unter die blaue und
       rote  Linie im Spektrum. Mit ’<Strg> F’ verlasse das Spektrum, gehe auf
       einen  CQ-Ruf  beantworten?  Natürlich   nur   mit   Funklizenz,   ohne
       übersteuerte  Soundkarte,  mit mäßiger Leistung (20 W genügt!), und mit
       Rücksicht auf die Anderen, wie in allen  Digimodes.   Bei  Dauersendung
       kommt ein "Diddle" mit "LTRS...".

PACTOR - AMTOR - GTOR

       Pactor  ist  eine  Wissenschaft  für  sich. Wenn Du noch nichts darüber
       weißt, lies  ’pactor.txt’   in  /usr/share/doc/packages/hf/hfterm.  Übe
       erst  das  Empfangen,  es  ist  etwas  schwieriger  als  bei  RTTY.  Im
       Spektrumdisplay sieht es wie  RTTY  aus,  aber  der  Ton  ist  im  1.25
       Sekunden-   Rhythmus   gehackt.   Manchmal   kannst   Du  zwischen  den
       Datenblöcken  die  kurzen  Kontrollblöcke  hören.  Auch   bei   exakter
       Abstimmung  kannst  Du  manchmal nichts dekodieren, wenn die Sendung in
       Pactor-Level II oder III ist.  Manchmal erkennst du nur ein Rufzeichen,
       das  immer  in  Level I gesendet wird. Rufe CQ in Pactor-FEC (Geduld!).
       Wenn jemand in FEC ruft, antworte in ARQ.  Rufe eine  Mailbox  in  ARQ.
       Gehe  nach  dem  Senden  nicht  sofort in Sondern: QRT (’Alt Q’), etwas
       warten (QRT -Routine),  dann standby.

PARAMETER

       Programm-Parameter  wie  mark,  shift,  Baudrate,   Txdelay   für   die
       verschiedenen Betriebsarten. In einer kommenden Version möchte ich hier
       auch eine Seite für  einen Zähler (für Contests) und  die  einstellbare
       Größe  für  Logdateien  einbauen.  Beim Beenden von hfterm werden diese
       Parameter in  ~/hf/hfterm.rc  gespeichert.

’BRAG(PERSÖNLICHE DATEN)
       (Angeben), also  Power, Rig, Antenne, Locator, QTH, Name,  Mail.  Diese
       Daten  werden  von  einer  Such- und  Ersetz- Funktion zusammen mit den
       Fixtexten benützt, um Textbausteine zu senden. Der Ruhm Deiner  Station
       wird in ~hf/hfterm.brag gespeichert.

FIXTEXTE

       Wenn  Du  Textbausteine  magst,  editiere  die Fixtexte (bis to 12) mit
       Gedächtnisstütze für die  möglichen  Schlüsselwörter  ist  das  Fenster
       unten.  Zum  Beispiel:  [B]  =  Bakenaussendung  (z.B.  CQ),  [TIME]  =
       Zeitstempel. Zum Senden  eines  Bausteins  auf  einen  der  12  Buttons
       klicken  oder   ’Shift F<1 ..12>’, zurücklehnen und Kaffee trinken. Die
       Fixtexte werden in ~/hf/fix.<nr>  gespeichert.  Dort  können  sie  auch
       außerhalb des Programms editiert werden. Durch Einfügen oder Umbenennen
       kannst Du beliebige Ascii-Texte bis zu einer  Länge  von  1024  Zeichen
       importieren.   Mit  dem  File-Menü  kannst Du auch eine beliebige Datei
       einmal oder als Bake senden.

LOGBUCH

       Es gibt sogar 2. Eins für große Schirme, es ist immer  offen.   Einfach
       ausfüllen  und  auf  ’save’  (oder  ’clear’)  im Log-Menü klicken.  Das
       andere Log ist für meinen alten kleinen Bildschirm (ein  größerer  paßt
       nicht  in  mein  Funkzimmer).   Entferne  das große Log-Eingabefeld mit
       ’<Strg> Q’.  Mit ’<Strg> N’ öffnet sich das  kleine  Log,  wenn  Du  es
       brauchst,  und  das Status display unten bleibt zu sehen.  Das Log wird
       in Portionen zu je 50 Einträgen gespeichert.

RX-TEXT

       Empfangene Texte werden gespeichert, bis zu 5 alte empfangene Texte  in
       in  ~/hf  aufgehoben.  Im File-Menü kann auch zusätzlich eine Datei zum
       Speichern ausgewählt werden.

BUGS (WANZEN, KÄFER...)

       Viele, aber Programmieren macht Spaß, also bitte helfen!!

SIEHE AUCH...

       man hf, man hfkernel, man hfkernel-de, man dcf77rx, man  dcf77gen.   im
       doc-Verzeichnis    des   Quellverzeichnisses   des    hf-Pakets.    Die
       ausführlichere Dokumentation zur aktuellen Version des  hf-Paketes  ist
       in  /usr/share/doc/packages/hf  oder  über  das Hilfemenü von hfterm zu
       finden! Diese manpage wird nicht regelmäßig aktualisiert!

AUTOREN

       hfkernel und erste Version von hfterm  (0.1)  von:  Thomas  M.  Sailer,
       HB9JNX/AE4WA,  sailer@ife.ee.ethz.ch  (Das war die meiste und schwerste
       Arbeit, Danke, Tom!!!)  Graphische Oberfläche von hfterm erweitert von:
       Ralf-Axel  Krystof,  DF3JRK,  df3jrk@gmx.de  Weitere hfterm-Funktionen,
       Log, Hilfe, Übersetzungen von: Günther Montag, DL4MGE,  dl4mge@darc.de,
       Packet: DL4MGE.#DB0ZKA.BAY.DEU.EU

.... have a lot of fun !!!

                                    7/30/04                          HFTERM(1)