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login_4.0.13-7ubuntu3_i386 
BEZEICHNUNG
login - startet eine Sitzung auf dem System
SYNTAX
login [-p] [Nutzername] [ENV=VAR ...]
login [-p] [-h Host] [-f Nutzername]
login [-p] -r Host
BESCHREIBUNG
login wird verwendet, um eine neue Sitzung auf dem System zu starten.
Es wird normalerweise automatisch als Antwort auf den Prompt login: auf
dem Terminal des Nutzers ausgeführt. login kann von der Shell speziell
behandelt werden und kann nicht als Subprozess gestartet werden.
Typischerweise wird login von der Shell als exec login ausgeführt, so
daß der Nutzer die aktuelle Shell verlassen muß. Der Versuch, von
einer Shell außer der Login-Shell login auszuführen, wird eine
Fehlermeldung generieren.
Der Nutzer wird anschließend nach einem Kennwort gefragt, falls
erforderlich. Dieses wird während der Eingabe nicht angezeigt. Es sind
nur eine kleine Anzahl von Login-Fehlern möglich, falls login abbricht
und die Kommunikation getrennt wird.
Falls die Kennwortalterung für ein Konto aktiviert wurde, kann es sein,
daß der Nutzer vor der weiteren Nutzung nach einem neuen Kennwort
gefragt wird. Das alte und das neue Kennwort müssen angegeben werden,
bevor fortgefahren werden kann. In der Dokumentation zu passwd(1)
finden sich weitere Informationen.
Nach einem erfolgreichen Login werdem dem Nutzer Systemmeldungen
präsentiert, sowie das Vorhandensein von Mails angezeigt. Die Anzeige
der systemweiten Nachrichtendatei /etc/motd kann unterdrückt werden,
wenn im Loginverzeichnis eine leere Datei .hushlogin angelegt wird.
Die Mailnachricht ist entweder "Sie haben neue Mails.", "Sie haben
Mails.", oder "Keine Mails.", je nach Zustandes der Mailbox des
Nutzers.
Die Nutzer- und Gruppen-IDs werden gemäß den Werten in der Datei
/etc/passwd gesetzt. Die Werte für $HOME, $SHELL, $PATH, $LOGNAME und
$MAIL werden ebenfalls entsprechend der Einträge in dem Kennworteintrag
gesetzt. Werte für ulimit, umask und nice können ebenfalls gemäß
Werten im GECOS-Feld eingestellt werden.
Auf einigen Installationen wird die Umgebungsvariable $TERM
entsprechend dem Typ des Ausgabeterminals gesetzt, so wie in
/etc/ttytype angegeben.
Ein Initialisierungsskript für den Kommandozeilen-Interpreter kann auch
ausgeführt werden. Dazu sehe man in den entsprechenden Manual-Seiten
nach.
Ein Subsystem-Login wird durch das Vorhandensein eines "*" als erstem
Buchstaben der Login-Shell angezeigt. Das angegebene Heimatverzeichnis
wird als Wurzel des neuen Dateisystems verwendet werden, in das der
Nutzer tatsächlich eingeloggt ist.
OPTIONEN
-f Keine Authentifizierung durchführen, Nutzer ist bereits
angemeldet.
-h Name des entfernten Rechners für das Login.
-p Behalte die Umgebungseinstellungen bei.
-r Führ das Autologin-Protokoll für rlogin aus.
Die Optionen -r, -h und -f werden nur genutzt, wenn login als root
ausgeführt wird.
HINWEISE
Diese Version von login hat viele Optionen für die Compilierung, davon
sind eventuell nur einige auf bestimmten Systemen in Gebrauch.
Der Ort der Konfigurationsdateien kann entsprechend der
Systemkonfiguration abweichen.
Es liegt NICHT in der Verantwortung von login, Nutzer von der
utmp-Datei zu entfernen. Sowohl getty(8) als auch init(8) sind dafür
zuständig, die Eigentümerschaft einer Terminalsitzung aufzuräumen.
Falls login ohne exec von der Shell genutzt wird, wird der Nutzer
weiterhin in der Lage sein, eingeloggt zu erscheinen, obwohl er aus der
Subsitzung ausgeloggt ist.
DATEIEN
/var/run/utmp - Liste der aktuellen Login-Sitzungen
/var/log/wtmp - Liste der vorherigen Login-Sitzungen
/etc/passwd - Informationen über Nutzerkonten
/etc/shadow - Verschlüsselte Kennwörter und
Alterungsinformationen
/etc/motd - Systemnachricht-Datei
/etc/nologin - Verhindert, daß sich Nutzer außer dem Supernutzer
einloggen
/etc/ttytype - Lister der Terminaltypen
$HOME/.hushlogin - Unterdrückt die Ausgabe der Systemnachricht
SIEHE AUCH
mail(1), passwd(1), sh(1), su(1), login.defs(5), nologin(5), passwd(5),
getty(8)
AUTOR
Julianne Frances Haugh <jockgrrl@ix.netcom.com>
Deutsche Übersetzung von Josef Spillner <josef@ggzgamingzone.org>
LOGIN(1)