Provided by: devscripts_2.19.6_amd64 bug

NAME

       deb-reversion - einfaches Skript, um die Version einer .deb-Datei zu ändern

SYNOPSIS

       deb-reversion [Optionen] .deb-Datei [log message...]

BESCHREIBUNG

       deb-reversion entpackt die angegebene .deb-Datei, ändert die Versionsnummer an den
       relevanten Stellen, hängt einen Debian-changelog-Eintrag mit dem angegebenen Inhalt an und
       erstellt eine neue .deb-Datei mit der aktualisierten Version.

       Standardmäßig erstellt das Werkzeug eine für lokale Änderungen angemessene neue
       Versionsnummer, so dass die des neuen Pakets größer sein wird, als die des aktuellen, aber
       kleiner als die irgendwelcher zukünftiger offizieller Debian-Pakete. Mit -v Version kann
       die Versionsnummer direkt angegeben werden. Andererseits berechnet -c einfach die neue
       Versionsnummer, erzeugt aber kein neues Paket.

       Wenn eine .deb-Datei gebaut wird, sind Root-Rechte nötig, um die korrekten Zugriffs- und
       Besitzrechte in der resultierenden .deb-Datei zu bekommen. Dies kann entweder durch
       Ausführen von deb-reversion als Root oder durch Ausführen unter fakeroot(1) als »fakeroot
       deb-reversion foo.deb« erreicht werden.

       Mit -k Hook kann ein Hook-Skript angegeben werden, das auf den entpackten Binärpaketen
       ausgeführt wird, unmittelbar bevor sie erneut gepackt werden. Falls Sie Changelog-Einträge
       aus dem Hook heraus schreiben möchten, verwenden Sie »dch -a -- Ihre Nachricht«. (Geben
       Sie alternativ auf der deb-reversion-Befehlszeile keinen Changelog-Eintrag an, dann wird
       dch automatisch aufgerufen.) Der Hook-Befehl muss in Anführungszeichen gesetzt werden,
       falls er aus mehr als einem Wort besteht; er wird per sh -c aufgerufen.

OPTIONEN

       -v neue_Version, --new-version neue_Version
           gibt die Versionsnummer an, die für die neue Version benutzt wird. Wird an dch(1)
           übergeben.

       -o alte_Version, --old-version alte_Version
           gibt die Versionsnummer an, die als alte Version anstelle der in der Datei control des
           .debs gespeicherten Version verwendet werden soll.

       -c, --calculate-only
           berechnet nur die neue Versionsnummer, die benutzt würde, und zeigt sie an; baut keine
           neue .deb-Datei; kann nicht zusammen mit -v benutzt werden.

       -s Zeichenkette, --string Zeichenkette
           benutzt als Versionszeichenkette zum Anhängen an die alte Versionsnummer Zeichenkette
           anstelle von »LOCAL.«.

       -k Hook-Befehl, --hook Hook-Befehl
           ein Hook-Befehl, der nach dem Entpacken der alten .deb-Datei und dem Ändern des
           changelog ausgeführt wird und bevor die neue .deb-Datei entpackt wird. Muss in
           Anführungszeichen stehen, falls er aus mehr als einem (Shell-)Wort besteht. Es kann
           nur ein Hook-Befehl angegeben werden; falls Sie mehr als diesen einen ausführen
           möchten, könnten Sie »bash« als Hook-Befehl angeben, dann erhalten Sie eine Shell, in
           der Sie arbeiten können.

       -D, --debug
           übergibt --debug an dpkg-deb(1).

       -b, --force-bad-version
           übergibt --force-bad-version an dch(1)

       -h, --help
           zeigt Aufrufinformationen

       -V, --version
           zeigt Versionsinformationen.

SIEHE AUCH

       dch(1), dpkg-deb(1), fakeroot(1)

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

       deb-reversion ist ein Werkzeug, das Portierern helfen soll, Pakete für andere
       Architekturen zu ändern und deb-repack zu ergänzen, das veränderte Pakete mit identischen
       Versionsnummern als offizielle Pakete erstellt. Chaos wird folgen! Mit deb-reversion kann
       eine ordnungsgemäße Versionsnummer ausgewählt werden, die die nächste offizielle
       Veröffentlichung nicht behindert, aber eigens mit APT-Pinning behandelt oder mit Dpkg
       gehalten werden kann.

       Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass deb-reversion nicht ohne Probleme daherkommt. Obwohl
       es in den meisten Fällen gut funktioniert, könnte das gerade bei Ihnen anders sein.
       Beachten Sie insbesondere, das es (nur!) Binärpakete ändert und daher Abhängigkeiten mit
       strenger Berücksichtigung der Versionen zwischen Binärpaketen, die aus der selben Quelle
       erzeugt wurden, zerstört.

       Sie benutzen dieses Werkzeug auf eigene Gefahr und sollten keine Träne vergießen, falls
       Ihre Rennmaus in Flammen aufgeht, Ihre Mikrowelle Ihre Stereoanlage angreift oder der
       wütende Aufschlag Ihrer Faust Kaffee in Ihre Tastatur schüttet, was eine Kettenreaktion
       auslöst, die dazu führt, dass eine gewaltige Geldsumme von Ihrem Konto auf meins
       überwiesen wird.

AUTOR

       Das Copyright 2004/2005 liegt bei martin f. krafft <madduck@debian.org> und Änderungen
       unterliegen dem Copyright 2006 von Julian Gilbey <jdg@debian.org>.

       Die Rechte für das Kopieren, Weitergeben und/oder Ändern dieses Dokuments werden unter den
       Bedingungen der Artistic License gewährt:
       http://www.opensource.org/licenses/artistic-license.php. Auf Debian-Systemen kann der
       komplette Text der Artistic License unter /usr/share/common-licenses/Artistic gefunden
       werden.

       Diese Handbuchseite wurde von martin f. krafft <madduck@debian.org> geschrieben und durch
       Julian Gilbey <jdg@debian.org> geändert.

NOTES

        1. http://www.opensource.org/licenses/artistic-license.php

[FIXME: source]                           13. Feb. 2006                          DEB-REVERSION(1)