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NAME

       debmany  - Wählen von Manpages oder Dokumentationen aus installierten Paketen, Paketen des
       Repositories oder .deb-Dateien zum Betrachten mit "man" bzw. "sensible-pager"  oder  einem
       alternativen Viewer.

SYNTAX

       debmany --help
       debmany   [-v[v]]   [-k|-g|-x]   [-m   manpageviewer]  [-o  otherviewer]  [-L  Limit]  [-l
       Sprache1[,...]] Paket|Paket.deb
       debmany  [-v[v]]  [-k|-g|-x]  [-m  manpageviewer]  [-o   otherviewer]   [-L   Limit]   [-l
       Sprache1[,...]] -z [Paket|Paket.deb]

BESCHREIBUNG

       Wählen  Sie  eine Manpage oder Dateien aus usr/share/doc von einem Debian Paket um sie mit
       "man" oder "sensible-pager" bzw. einem alternativen Viewer zu betrachten.  Die  Liste  der
       Dateien  wird  in  einem  Dialog dargestellt. Unterstützte Quellen für Debian Pakete sind:
       Lokale .deb-Datei, ein Paket aus dem Repository oder ein installiertes Paket.

       --help zeigt eine kurze Hilfe und beendet sich

       -k     Zeigt die Manpage im bevorzugten Viewer (muss .gz Dateien unterstützen)  an,  falls
              Sie KDE benutzen - Kurzform von -m 'kfmclient exec man:%s' bzw. 'kfmclient exec %s'
              für andere Dateien. "kfmclient" ist Teil  des  Paketes  "konqueror"  (zumindest  in
              Debian Buster).

       -g     Zeigt  die  Manpage im bevorzugten Viewer (muss .gz Dateien unterstützen) an, falls
              Sie GNOME benutzen - Kurzform von -m 'gnome-open man:%s'. "gnome-open" ist Teil des
              Paketes "libgnome2-bin" (zumindest in Debian Buster).

       -x     Zeigt  die  Manpage im bevorzugten Viewer (muss .gz Dateien unterstützen) an, falls
              Sie KDE/GNOME/Xfce benutzen - Kurzform von -m  'xdg-open  man:%s'.  "xdg-open"  ist
              Teil des Paketes "xdg-utils" (zumindest in Debian Buster).

       -m manpageviewer
              Überschreibt den Manpageviewer. Der Viewer muss .gz Dateien unterstützen. Es ist zu
              beachten, dass der komplette Aufruf formuliert werden muss.  "%s"  wird  durch  den
              Pfad  zur  Manpage  ersetzt.  Wenn  "%s"  fehlt  wird  "  %s"  an den Manpageviewer
              angehängt. Der Aufruf muss in "" oder '' gefasst werden - siehe Beispiele. Bei  der
              Benutzung  eines  grafischen  Manpageviewers  müssen  Sie  sicherstellen,  dass Sie
              Zugriff auf den Desktop haben (ggf.: sux oder ssh mit x-forwarding)

       -o otherviewer
              Überschreibt den Viewer für sonstige Dateien (/usr/share/doc).

       -L Limit
              Überschreitet ein File, das per Download heruntergeladen werden muss, das Limit  so
              werden Sie gefragt, ob der Download stattfinden soll. Ohne Angabe einer Einheit ist
              die Angabe in Bytes. Durch Anhängen der Buchstaben K, M, G oder T kann die  Einheit
              geändert werden.

       -l Sprache1[,...]
              Englische  Manpages werden immer angezeigt. Wenn Sie mehr Sprachen sehen wollen, so
              können Sie dies hier festlegen. Im Prinzip geben Sie hier eine mit Komma  getrennte
              Liste  der  Ordner  aus  den Manpage Ordnern (/usr/share/man) an - z. B. de,fr oder
              "zh*" wenn Sie alle chinesischen Manpages (sowohl das einfache "zh_CN" als auch das
              traditionelle  Chinesisch  "zh_TW")  sehen  wollen. Sicherheitshalber kann man auch
              immer "*" am Ende  der  Sprache  anhängen.  Bei  der  Installation  ggf.  dynamisch
              generierte zeichensatzbasierte Abwandlungen stehen nicht zur Auswahl.

       -z     Zur  Auswahl der Dateien und ggf. zur Eingabe des Paketes wird "zenity" (grafischer
              Dialog) verwendet. Hierzu muss man berechtigt sein, X-Programme zu  starten.  Diese
              Option  in  Kombination mit den Parametern -k, -g, -x bzw. -m und -o ermöglicht es,
              debmany ohne Console zu verwenden.

       Die Manpages werden temporär nach /tmp oder /var/tmp  extrahiert.  Durch  das  Setzen  und
       Exportieren  der Umgebungsvariable TMPDIR bzw. das Setzen als temporären Variable kann der
       Speicherort überschrieben werden.

       Das Debian Paket "whiptail" (bevorzugt) oder "dialog" sowie "curl" muss installiert sein.

BEISPIELE

       debmany coreutils
              Zeigt alle Manpages des installierten Debian Pakets "coreutils" mit "man" an.

       debmany 3dchess
              Zeigt alle  Manpages  des  Paketes  "3dchess"  mit  "man"  an.  Da  es  noch  nicht
              installiert ist wird es vom Repository bezogen - wenn nötig auch per Download.

       debmany test.deb
              Zeigt alle Manpages des lokalen Debian Paketes "./test.deb" mit "man" an.

       debmany -k sc
              Benutzt den bevorzugten Manviewer (für KDE Anwender)

       debmany -g sc
              Benutzt den bevorzugten Manviewer (für GNOME Anwender)

       debmany -x sc
              Benutzt den bevorzugten Manviewer (für KDE/GNOME/Xfce Anwender)

       debmany -z -k
              Benutzt "zenity" um Dateien auszuwählen und Paketnamen einzugeben.

       TMPDIR=~/tmp debmany -m 'konqueror man:%s' sc
              Benutzt ~/tmp als temporären Ordner und Konqueror als Viewer

       alias debmany='debmany -l de -L 5M -k'; debmany -m man -l "zh*" foo
              Setzte  einen  Alias um die bevorzugten Optionen festzulegen. Diese können, wie man
              sieht, jederzeit überschrieben werden.

       vi /usr/local/bin/ask # nach dem Speichern: chmod 755 ask
              #!/bin/dash
              read -p "Programm zum Öffnen: " pgm
              eval $pgm "$1"

              debmany -o ask
              Beim Öffnen einer Datei aus usr/share/doc wird man nach dem Programm, mit  dem  man
              sie öffnen möchte, gefragt.

AUTOR

       Geschrieben von Michael Arlt.

LIZENZ

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