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BEZEICHNUNG

       script - Eingabeskript einer Terminalsitzung anlegen

ÜBERSICHT

       script [Optionen] [Datei]

BESCHREIBUNG

       script  erstellt ein Eingabeskript aus allem, was in Ihrem Terminal angezeigt wird. Es ist
       für Studenten nützlich, die eine  aufgezeichnete  Kopie  einer  interaktiven  Sitzung  als
       Nachweis  (zum Beispiel für das Lösen einer Aufgabe) benötigen, da die Eingabeskript-Datei
       später mit lpr(1) ausgedruckt werden kann.

       Falls das Argument Datei angegeben ist, speichert script den Dialog in dieser Datei. Falls
       kein Dateiname angegeben ist, wird der Dialog in der Datei typescript gespeichert.

OPTIONEN

       Nachfolgend  kann  dem  Argument  Größe eines der multiplikativen Suffixe KiB (=1024), MiB
       (=1024*1024) und so weiter für GiB, TiB, PiB, EiB,  ZiB  und  YiB  folgen  (das  »iB«  ist
       optional,  zum Beispiel ist »K« gleichbedeutend mit »KiB«) oder die Suffixe KB (=1000), MB
       (=1000*1000) und so weiter für GB, TB, PB, EB, ZB und YB folgen.

       -a, --append
              hängt die Ausgabe an Datei oder typescript an, wobei der vorherige Inhalt  erhalten
              bleibt.

       -c, --command Befehl
              führt  den  Befehl  anstelle einer interaktiven Shell aus. Das erleichtert es einem
              Skript, die Ausgabe eines Programms aufzuzeichnen, das sich  anders  verhält,  wenn
              die Standardausgabe kein TTY ist.

       -e, --return
              gibt  den Exit-Code des Kindprozesses zurück. Dafür wird das gleiche Format wie bei
              der Beendigung der Bash benutzt, bei der der Exit-Code 128+N ist. Der Exit-Code des
              Kindprozesses wird auch immer in der Eingabeskript-Datei gespeichert.

       -f, --flush
              aktualisiert   die   Ausgabe   nach   jedem   Schreibvorgang.   Dies  ist  für  die
              Fernzusammenarbeit hilfreich: Eine Person schreibt »mkfifo foo; script -f foo«  und
              eine andere kann mit »cat foo« in Echtzeit beaufsichtigen, was geschieht.

       --force
              ermöglicht,  dass  das  Ausgabeziel,  also die Eingabeskript-Datei, ein harter oder
              symbolischer Link sein kann. Der Befehl wird einem symbolischen Link folgen.

       -o, --output-limit Größe
              begrenzt die Größe der Eingabeskript- und Timingdateien auf  den  angegebenen  Wert
              und  stoppt  den  Kindprozess,  nachdem  diese  Größe  überschritten  wurde. In die
              Berechnung der Dateigröße werden die Start- und  Ende-Meldungen  nicht  einbezogen,
              die der Befehl script der Ausgabe des Kindprozesses voranstellt bzw. anhängt. Wegen
              der Pufferung kann die Ausgabedatei größer als der angegebene Wert sein.

       -q, --quiet
              unterdrückt Meldungen (die Meldungen  zu  Beginn  und  Ende  werden  nicht  in  die
              Standardausgabe geschrieben).

       -t[Datei], --timing[=Datei]
              schreibt  die  Timing-Daten  in  die Standardausgabe oder in die Datei, falls diese
              angegeben ist. Diese Daten enthalten zwei Felder, die durch Leerraum getrennt sind.
              Das  erste  Feld gibt an, wie viel Zeit seit der vorigen Ausgabe vergangen ist. Das
              zweite Feld gibt die Anzahl der in  dieser  Zeit  ausgegebenen  Zeichen  an.  Diese
              Informationen  können zur Wiedergabe von Eingabeskripten mit realistischen Eingabe-
              und Ausgabeverzögerungen verwendet werden.

       -V, --version
              zeigt Versionsinformationen an und beendet das Programm.

       -h, --help
              zeigt einen Hilfetext an und beendet das Programm.

ANMERKUNGEN

       Das Skript endet, wenn die mit fork gestartete Shell beendet  wird  (ein  Strg-D  für  die
       Bourne-Shell  (sh(1)) und exit, logout oder Strg-d (falls ignoreeof nicht gesetzt ist) für
       die C-Shell, csh(1)).

       Bestimmte interaktive Befehle, wie vi(1), erzeugen Datenmüll in  der  Eingabeskript-Datei.
       Der  Befehl  script  funktioniert  mit  Befehlen  am  besten,  die  den  Bildschirm  nicht
       manipulieren, die Ergebnisse sollen ein Hardcopy-Terminal nachahmen.

       Es wird nicht empfohlen, script in nicht-interaktiven Shells auszuführen. Die innere Shell
       von  script ist immer interaktiv, was zu unerwarteten Ergebnissen führen könnte. Falls Sie
       script in der Shell-Initialisierungsdatei verwenden, müssen Sie verhindern, dass  es  eine
       Endlosschleife durchläuft. Sie können beispielsweise die Datei .profile verwenden, die nur
       von Anmeldeshells gelesen wird:

              if test -t 0 ; then
                  script
                  exit
              fi

       Sie sollten es auch vermeiden, script in Befehlsweiterleitungen (Pipes) zu  verwenden,  da
       script mehr Eingaben lesen kann, als Sie erwarten würden.

UMGEBUNGSVARIABLEN

       Die folgende Umgebungsvariable wird von script verwendet:

       SHELL  Falls  die  Variable SHELL existiert, dann wird die von script geforkte Shell diese
              Shell sein. Falls SHELL nicht gesetzt ist, wird die  Bourne-Shell  angenommen  (die
              meisten Shells setzen diese Variable automatisch).

SIEHE AUCH

       csh(1) (für den history-Mechanismus), scriptreplay(1)

GESCHICHTE

       Der Befehl script erschien in 3.0BSD.

FEHLER

       script  schreibt  alles  in die Protokolldatei, auch Zeilenvorschübe und Rückschritte. Das
       ist nicht das, was der naive Benutzer erwartet.

       script wurde primär für interaktive Terminalsitzungen entworfen. Wenn die  Standardeingabe
       kein   Terminal   ist  (zum  Beispiel:  echo  foo  |  script),  dann  könnte  die  Sitzung
       hängenbleiben,  weil   der   interaktiven   Shell   innerhalb   der   script-Sitzung   die
       Dateiende-Markierung  (EOF)  fehlt und script keinen Anhaltspunkt hat, wann es die Sitzung
       schließen soll. Im Abschnitt ANMERKUNGEN finden Sie weitere Informationen.

VERFÜGBARKEIT

       Der Befehl script ist Teil des Pakets util-linux,  welches  aus  dem  Linux  Kernel-Archiv
       ⟨https://www.kernel.org/pub/linux/utils/util-linux/⟩ heruntergeladen werden kann.

ÜBERSETZUNG

       Die    deutsche   Übersetzung   dieser   Handbuchseite   wurde   von   Mario   Blättermann
       <mario.blaettermann@gmail.com> erstellt.

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