Provided by: manpages-de_2.14-1_all bug

BEZEICHNUNG

       lslocks - lokale Systemsperren auflisten

ÜBERSICHT

       lslocks [Optionen]

BESCHREIBUNG

       lslocks  zeigt Informationen zu allen aktuell gültigen Dateisperren auf einem Linux-System
       an.

       Beachten Sie, dass Lslocks auch OFD  (Open  File  Description)  -Sperren  aufführt.  Diese
       Sperren  sind  keinem  Prozess  zugeordnet  (PID  ist  -1).  OFD-Sperren  sind den offenen
       Dateideskriptoren zugeordnet, auf denen sie erlangt wurden. Dieser Sperrtyp ist seit Linux
       3.15 verfügbar, siehe fcntl(2) für Details.

OPTIONEN

       -b, --bytes
              gibt die SIZE-Spalte in Byte anstelle eines menschenlesbaren Formats aus.

       -i, --noinaccessible
              Sperrdateien ignorieren, auf die der aktuelle Benutzer nicht zugreifen kann.

       -J, --json
              verwendet das JSON-Ausgabeformat.

       -n, --noheadings
              unterdrückt die Ausgabe einer Kopfzeile.

       -o, --output Liste
              legt  die  anzuzeigenden  Spalten  fest.  Mit  --help erhalten Sie eine Liste aller
              unterstützten Spalten.

              Die vorgegebene Liste der Spalten kann erweitert werden, wenn die Liste  im  Format
              +Liste angegeben wird (z.B. lsblk -o +UUID).

       --output-all
              gibt alle verfügbaren Spalten aus.

       -p, --pid PID
              zeigt nur die Sperren an, die vom Prozess mit dieser PID eingerichtet wurden.

       -r, --raw
              verwendet das Rohformat für die Ausgabe.

       -u, --notruncate
              kürzt den Text in Spalten nicht.

       -V, --version
              zeigt Versionsinformationen an und beendet das Programm.

       -h, --help
              zeigt einen Hilfetext an und beendet das Programm.

AUSGABE

       BEFEHL Befehlsname des Prozesses, welcher die Sperre eingerichtet hat

       PID    Prozesskennung  des  Prozesses,  welcher  die  Sperre  eingerichtet hat oder -1 für
              OFDLCK

       TYP    Typ der Sperre; kann FLOCK sein (erzeugt mit flock(2)), POSIX (erzeugt mit fcntl(2)
              und lockf(3)) oder OFDLCK (erzeugt mit fcntl(2)).

       GRÖSSE Größe der gesperrten Datei

       MODUS  Zugriffsrechte  der  Sperre (Schreiben, Lesen). Falls der Prozess blockiert ist und
              auf die Sperre wartet, dann wird dem Modus ein Asterisk (*) angehängt.

       M      gibt an, ob  die  Sperre  obligatorisch  ist;  0  bedeutet  nein  (Sperre  ist  nur
              empfohlen), 1 bedeutet ja (siehe fcntl(2))

       START  relativer Byte-Versatz der Sperre

       ENDE   End-Versatz der Sperre

       PATH   Vollständiger  Pfad  der  Sperre. Wenn keiner gefunden wird oder die Zugriffsrechte
              zum Lesen des Pfades fehlen, wird der Einhängepunkt des Gerätes angezeigt und "..."
              an  den  Pfad angehängt. Der Pfad kann gekürzt sein, verwenden Sie --notruncate, um
              den vollständigen Pfad ausgeben zu lassen.

       BLOCKER
              PID des Prozesses, welcher die Sperre blockiert

ANMERKUNGEN

       Der Befehl lslocks soll den Befehl lslk(8) ersetzen, der original von
       Victor A. Abell <abe@purdue.edu> entwickelt wurde und seit 2001
       nicht mehr betreut wurde.

AUTOREN

       Davidlohr Bueso <dave@gnu.org>

SIEHE AUCH

       flock(1), fcntl(2), lockf(3)

VERFÜGBARKEIT

       Der   Befehl   lslocks    ist    Teil    des    Pakets    util-linux    und    kann    von
       https://www.kernel.org/pub/linux/utils/util-linux/ heruntergeladen werden.

ÜBERSETZUNG

       Die    deutsche   Übersetzung   dieser   Handbuchseite   wurde   von   Mario   Blättermann
       <mario.blaettermann@gmail.com>,  Dr.  Tobias  Quathamer   <toddy@debian.org>   und   Helge
       Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

       Diese  Übersetzung  ist  Freie  Dokumentation;  lesen  Sie  die GNU General Public License
       Version  3  oder  neuer  bezüglich  der  Copyright-Bedingungen.  Es  wird  KEINE   HAFTUNG
       übernommen.

       Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-
       Mail an <debian-l10n-german@lists.debian.org>.