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BEZEICHNUNG
cdrecord - schreibt Audio- und Daten-CDs
ĂBERSICHT
cdrecord [ Grundoptionen ] dev=GerÀt [ Track-Optionen ] Track1...Trackn
BESCHREIBUNG
Cdrecord wird verwendet, um Daten- oder Audio-Disks mit einem Orange-
Book-kompatiblen CD-Rekorder zu erstellen.
Das zu verwendende GerÀt wird durch scsibus/target/lun des CD-Rekorders
angegeben. Kommunikation auf SunOS wird mit dem SCSI-Generaltreiber
scg bewerkstelligt. Andere Betriebssysteme benutzen zur Simulation
dieses Treibers eine Bibliothek. Eine mögliche Syntax dafĂŒr ist:
dev=scsibus,target,lun oder dev=target,lun. Im letzteren Fall muss der
CD-Rekorder am primÀren SCSI-Bus des Rechners angeschlossen sein.
Scsibus, target und lun sind Ganzzahlen. Einige Betriebssysteme oder
Implementierungen des SCSI-Transports benötigen möglicherweise die
Angabe eines zusÀtzlichen Dateinamens. In diesem Fall sieht die
korrekte Syntax fĂŒr das GerĂ€t so aus: dev=devicename:scsibus,target,lun
oder dev=devicename:target,lun. Wenn der Name der GerÀtedatei, der auf
solch einem System angegeben wurde, auf exakt ein SCSI-GerÀt verweist,
kann die Kurzform dev=devicename:@ oder dev=devicename:@,lun anstelle
von dev=devicename:scsibus,target,lun verwendet werden.
Um auf entfernte SCSI-GerÀte zuzugreifen, muss dem SCSI-GerÀtenamen ein
Verweis auf das entfernte GerÀt vorangestellt werden. Dies ist
entweder REMOTE:user@host: oder REMOTE:host:.
Ein gĂŒltiger ferner SCSI-GerĂ€tename ist REMOTE:user@host:, um ein
Scannen des entfernten SCSI-Busses zu erlauben oder
REMOTE:user@host:1,0,0 fĂŒr den Zugriff auf das SCSI-GerĂ€t auf host
verbunden mit dem SCSI-Bus 1, target 0, lun 0.
Cdrecord basiert komplett auf SCSI-Kommandos, dies ist jedoch kein
Problem, da alle CD/DVD-Brenner SCSI-Kommandos zur Kommunikation
benutzen. Selbst ATAPI-GerÀte sind einfach nur SCSI-GerÀte, die die
ATA-Paketschnittstelle als SCSI-Kommando-Transportschicht nutzen. Es
könnte notwendig sein, dass Sie eine alternative Transportschicht auf
der Kommandozeile angeben, wenn Ihr Betriebssystem kein vollstÀndiges
Treiber-Untersystem implementiert, dass es ermöglicht, jedes GerÀt
mittels SCSI-Kommandos durch eine einzelne eindeutige
Nutzerschnittstelle anzusprechen.
Um auf SCSI-GerÀte mit alternativen Transportprotokollen zuzugreifen,
muss dem SCSI-GerĂ€tenamen ein Indikator fĂŒr das Transportprotokoll
vorangestellt werden. Der Indikator kann etwas wie USCSI: oder ATAPI:
sein. FĂŒr eine Liste unterstĂŒtzter Transportprotokolle fĂŒr Ihre
Plattform verwenden Sie dev=HELP.
Um cdrecord portabel auf alle UNIX-Plattformen zu machen, wird die
Syntax dev=devicename:scsibus,target,lun bevorzugt, weil es kein
Betriebssystem spezifisches Wissen ĂŒber die GerĂ€tenamen erfordert. Ein
spezielles Betriebssystem kann eventuell nicht ĂŒber eine Möglichkeit
zur Angabe eines realen GerÀtenamens und auch nicht zur Angabe von
scsibus,target,lun verfĂŒgen.
Scsibus 0 ist der Standard-SCSI-Bus des Rechners. Beobachten Sie die
Boot-Meldungen oder suchen Sie in /var/log/messages nach mehr
Informationen ĂŒber die SCSI-Konfiguration ihres Computers. Falls es
dann immer noch nicht möglich ist, die richtigen scsibus,target,lun
Werte herauszufinden, versuchen Sie die -scanbus Option von cdrecord,
wie sie unten beschrieben ist.
Wenn die Datei /etc/default/cdrecord existiert, kann als Parameter zur
dev= Option auch eine in der Datei angegebene GerÀtebezeichnung genutzt
werden (vergleichen Sie den Abschnitt DATEIEN).
Auf SVr4 kompatiblen Systemen benutzt cdrecord die Echtzeit-Klasse, um
die höchstmögliche PrioritÀt zu erlangen (höher als die aller anderen
Kernelprozesse). Auf Systemen mit dem POSIX real time scheduling
benutzt cdrecord ebenfalls Echtzeit-Scheduling, wird aber
möglicherweise keine höhere PrioritÀt als die anderer Kernelprozesse
erhalten.
Im "Track At Once"-Modus entspricht jeder Track einer einzigen Datei,
die vorgefertigte Daten fĂŒr diesen Track enthĂ€lt. Beim Argument â-â
wird die Standardeingabe fĂŒr diesen Track verwendet. Nur ein einziger
Track kann von der Standardeingabe gelesen werden.
GRUNDOPTIONEN
Grundoptionen mĂŒssen vor den Track-Dateien und Track-Optionen angegeben
werden.
-version
Gibt die Versionsnummer aus und beendet das Programm.
-v (verbose - informationsreich, geschwÀtzig)
Diese Option wird verwendet, um allgemeine Informationen wÀhrend
des Brennvorgangs auszugeben, wie z.B. den Fortschritt beim
Brennen. Jedes weitere âvâ erhöht die Anzahl der Meldungen.
-V Erhöht den Informationsreichtum ĂŒber den "SCSI command
transport" um eine Stufe. Dies hilft, um Probleme mit dem CD-
Rekorder wÀhrend des Brennvorgangs zu untersuchen. Falls Sie
unverstÀndliche Fehlerausgaben wÀhrend des Brennvorgangs
bekommen, benutzen Sie diese Option um den Fehler zu
identifizieren. -VV zeigt zusÀtzlich den Datenpuffer-Inhalt an.
Die Benutzung von -V oder -VV verlangsamt den Prozess und kann
dadurch zur Ursache eines Buffer-Underruns werden.
debug=#, -d
Dies setzt den Debug-Wert fĂŒr verschiedenes auf # (mit debug=#)
oder erhöht dieses Debug-Level um eins (mit -d). Geben Sie -dd
an, entspricht dies debug=2. Das kann bei Problemen beim Ăffnen
eines Treibers fĂŒr libscg helfen, sowie bei Problemen mit
SektorgröĂen und Sektortypen. Benutzung von debug verlangsamt
den Prozess und kann dadurch zur Ursache eines Buffer-Underruns
werden.
kdebug=#, kd=#
Teilt dem scg-Treiber mit, dass Kernel-Debug-Werte wÀhrend der
AusfĂŒhrung von SCSI-Kommandos geĂ€ndert werden sollen.
-silent, -s
Gibt keinen Statusreport fĂŒr fehlgeschlagene SCSI-Kommandos aus.
-force Erzwingt die Fortsetzung trotz bestimmter Fehler. Seien Sie
vorsichtig, wenn Sie diese Option benutzen. Cdrecord
implementiert verschiedene Checks, die verhindern, dass Sie
ungewollte Dinge wie das Zerstören von CD-RW Medien durch
unpassende GerĂ€te durchfĂŒhren. Viele dieser sinnvollen Checks
werden deaktiviert, wenn die -force Option verwendet wird.
Diese Option implementiert auch einige Tricks, die das Löschen
von beschÀdigten CD-RWs ermöglichen.
-immed Teilt cdrecord mit, das SCSI IMMED Flag in verschiedenen
Kommandos (load/eject/blank/close_track/close_session) zu
setzen. Dies kann auf fehlerhaften Systemen mit ATAPI-
Festplatte und CD/DVD-Brenner am selben Bus oder mit SCSI-
Systemen die kein disconnect/reconnect nutzen, sinnvoll sein.
Diese Systeme werden einfrieren, wenn eine CD/DVD gelöscht oder
fixiert wird oder wÀhrend ein DVD-Brenner eine Session bis zum
minimalen Wert (etwa 800 MB) auffĂŒllt. Setzen des -immed Flags
fĂŒhrt zur sofortigen RĂŒckkehr von Kommandos, nachdem die
Operation im Hintergrund ausgefĂŒhrt wird. Dies ermöglicht die
Nutzung des Busses durch andere GerÀte und verhindert das
Einfrieren des Systems. Dies ist eine experimentelle
Eigenschaft die funktionieren kann oder auch nicht, abhÀngig vom
Modell des CD/DVD-Brenners. Eine korrekte Lösung wÀre das
richtige Verkabeln, aber es scheint einige Notebooks zu geben,
die vom Hersteller falsch konfiguriert sind. Da es unmöglich
ist, dieses Problem in Notebooks zu lösen, wurde die -immed
Option hinzugefĂŒgt.
Eine zweite experimentelle Eigenschaft von -immed ist das
kurzzeitige Warten, wÀhrend ein Medium beschrieben wird. Es
wird erwartet, das dies den IDE-Bus freigibt, wenn der CD/DVD-
Brenner und die Datenquelle mit dem selben IDE-Kabel verbunden
sind. In diesem Fall wĂŒrde der CD/DVD-Brenner normalerweise den
IDE-Bus fĂŒr fast die ganze Zeit blockieren, was es unmöglich
machen wĂŒrde, auf die Daten vom QuellgerĂ€t zuzugreifen.
Vergleichen Sie auch die minbuf= und -v Option.
Beide Features sollten auf eigenes Risiko verwendet werden.
Wenn sich herausstellt, dass es sinnvoll wÀre, eine eigene
Option fĂŒr die Verzögerung zu haben, schreiben Sie dem Autor und
ĂŒberzeugen Sie ihn.
minbuf=value
Die minbuf= Option erlaubt das Setzen des minimalen
FĂŒllstandverhĂ€ltnisses fĂŒr die experimentelle ATAPI-Verzögerung
zum Freigeben des IDE-Busses, um es zu ermöglichen, die
Festplatte und den CD/DVD-Brenner am selben IDE-Kabel zu
betreiben. Da die Verzögerung zurzeit nur funktioniert, wenn
die -v Option genutzt wird, wird dies von cdrecord im Falle der
-immed und minbuf= Optionen automatisch verwendet. GĂŒltige
Werte fĂŒr minbuf= sind zwischen 25 und 95 fĂŒr einen Minimalwert
von 25%...95% fĂŒr den GerĂ€te-Puffer.
-dummy (Simulation)
Der CD-Brenner passiert alle Schritte des Brennvorgangs ohne den
Laser zu aktivieren. Es wird empfohlen, vor dem Brennen von CDs
und DVDs mehrere Tests damit durchzufĂŒhren, falls die
Geschwindigkeit des Systems nicht ausreichend bekannt ist.
-dao Schaltet in den SAO- (Session At Once)-Modus, der gewöhnlich
Disk At Once-Modus genannt wird. Dies funktioniert zurzeit nur
mit MMC-Laufwerken, die den Session At Once-Modus beherrschen.
Es ist zu beachten, dass cdrecord die GröĂe eines jeden Tracks
fĂŒr diesen Mode im Voraus wissen muss (vergleichen Sie die
mkisofs -print-size Option und den BEISPIELE-Abschnitt fĂŒr
weitere Informationen).
-raw Schaltet in den RAW-Schreibmodus. Diese Option verwendet
standardmĂ€Ăig -raw96r. Es ist zu beachten, dass cdrecord die
GröĂe eines jeden Tracks fĂŒr diesen Mode im Voraus wissen muss
(vergleichen Sie die mkisofs -print-size Option und den
BEISPIELE-Abschnitt fĂŒr weitere Informationen).
-raw96r
WĂ€hlt den RAW-Schreibmodus mit 2352 Bytes pro Sektor plus 96
Bytes der "raw P-W subchannel data", was zu einer SektorgröĂe
von 2448 Bytes fĂŒhrt. Dies ist der bevorzugte RAW-Schreibmodus,
da er die beste Kontrolle ĂŒber den CD-Schreibprozess gibt.
Sollten Sie irgendwelche Probleme mit dem Layout einer CD/DVD
oder mit sub channel Inhalt haben (z.B. falsche Zeiten auf dem
Display beim Abspielen der CD) und Ihr GerÀt Schreiben im
-raw96r- oder -raw16-Modus unterstĂŒtzt, sollten Sie dies
ausprobieren. Es gibt viele CD-Brenner mit fehlerhafter
Firmware, was zu kaputten CD/DVDâs im TAO- oder SAO-Mode fĂŒhrt.
Das Schreiben von Daten-CD/DVDâs im RAW-Mode benötigt
signifikant mehr CPU-Zeit als andere Schreibmodi. Ist Ihre CPU
zu langsam, kann dies zu Buffer-Underruns fĂŒhren. Es ist zu
beachten, dass cdrecord die GröĂe eines jeden Tracks fĂŒr diesen
Mode im Voraus wissen muss (vergleichen Sie die mkisofs -print-
size Option und den BEISPIELE Abschnitt fĂŒr weitere
Informationen).
-raw96p
WĂ€hlt den RAW-Schreibmodus mit 2352 Bytes pro Sektor plus 96
Bytes der "packed P-W subchannel data", was zu einer SektorgröĂe
von 2448 Bytes fĂŒhrt. Dies ist der weniger empfohlene RAW-
Schreibmodus, da nur wenige Rekorder dies unterstĂŒtzen und
einige dieser Rekorder Fehler in der Firmware haben. Verwenden
Sie diesen Mode nicht, wenn Ihr Rekorder -raw96r oder -raw16
unterstĂŒtzt. Das Schreiben von Daten-CD/DVDs im RAW-Mode
benötigt signifikant mehr CPU-Zeit als andere Schreibmodi. Ist
Ihre CPU zu langsam, kann dies zu Buffer-Underruns fĂŒhren. Es
ist zu beachten, dass cdrecord die GröĂe eines jeden Tracks fĂŒr
diesen Mode im Voraus wissen muss (vergleichen Sie die mkisofs
-print-size Option und den BEISPIELE Abschnitt fĂŒr weitere
Informationen).
-raw16 WĂ€hlt den RAW-Schreibmodus mit 2352 Bytes pro Sektor plus 16
Bytes der "P-Q subchannel data", was zu einer SektorgröĂe von
2368 Bytes fĂŒhrt. UnterstĂŒtzt ein Rekorder -raw96r nicht, ist
dies der bevorzugte RAW-Schreibmodus. Er erlaubt nicht das
Schreiben von CD-Text oder CD+Graphics aber es ist der einzige
RAW-Schreibmodus in billigen CD-Brennern. Diese billigen
Brenner unterstĂŒtzen in den meisten FĂ€llen die -dao-Option
nicht. Verwenden Sie diesen Mode nicht, wenn Ihr Rekorder
-raw96r unterstĂŒtzt. Das Schreiben von Daten-CD/DVDâs im RAW-
Mode benötigt signifikant mehr CPU-Zeit als andere Schreibmodi.
Ist Ihre CPU zu langsam, kann dies zu Buffer-Underruns fĂŒhren.
Es ist zu beachten, dass cdrecord die GröĂe eines jeden Tracks
fĂŒr diesen Mode im Voraus wissen muss (vergleichen Sie die
mkisofs -print-size Option und den BEISPIELE Abschnitt fĂŒr
weitere Informationen).
-multi Erlaubt die Herstellung von Multisession-CDs. Diese Option muss
bei allen Sessions angeben werden, auĂer bei der letzten Session
der CD. Die Art der Fixierung erlaubt den spÀteren Anschluss
mehrerer Sessions. Dies wird durch ein spezielles
Inhaltsverzeichnis (TOC) mit einem Verweis auf den nÀchsten
Programmbereich erreicht. Auf diese Weise erstellte CDs sind zu
den industriell hergestellten CDs nicht mehr 100%ig kompatibel
(CDplus ausgenommen). Benutzen Sie es nur fĂŒr die Erstellung
einer Multisession-CD. Bei der Benutzung dieser Option wird
standardmĂ€Ăig der Track-Typ CD-ROM XA mode 2 form 1 ausgewĂ€hlt
und die SektorgröĂe ist 2048 Bytes. Die "XA sector subheaders"
werden vom GerÀt erstellt. Die Sony-GerÀte haben keine
Hardware-UnterstĂŒtzung fĂŒr CD-ROM XA mode 2 form 1. Verwenden
Sie in diesem Fall die Option -data zum Erstellen von
Multisession-CDs. Solange cdrecord keinen Coder zum
Konvertieren von Datensektoren zu Audiosektoren enthĂ€lt, mĂŒssen
Sie CD-ROM Sektoren durch die -data Option erzwingen, wenn Sie
eine Multisession-Disk im SAO-Modus erstellen möchten. Nicht
alle Laufwerke erlauben Multisession-CDs im SAO-Modus.
-msinfo
Liest Multisession-Informationen aus, in einer Form, wie sie von
mkisofs-1.10 oder spÀter verstanden wird.
Diese Option ist nur mit CDâs sinnvoll, die mindestens eine
abgeschlossene Session enthalten und noch nicht endgĂŒltig
abgeschlossen sind. Einige Laufwerke produzieren
Fehlermeldungen, falls versucht wird, Multisession-Informationen
von einer ungeeigneten CD auszulesen.
-toc Liest und gibt die Inhaltstabelle (table of content) oder PMA
der CD aus. Diese Funktion funktioniert sowohl mit CD-Brennern
als auch mit einfachen CD-ROM-Laufwerken.
-atip Liest ATIP-Informationen (absolute Time in Pre-groove) einer
beschreibbaren CD/DVD oder eines wiederbeschreibbaren CD/DVD-
Mediums und gibt sie aus. Wenn das vorliegende Laufwerk das
Auslesen von ATIP-Informationen nicht beherrscht, kann es sein,
dass nur ein Teil der Informationen oder ĂŒberhaupt nichts
angezeigt wird. Nur wenige MMC-kompatiblen Laufwerke
unterstĂŒtzen das Auslesen von ATIP-Informationen.
Wenn cdrecord in der Lage war, die Startzeit im Lead-In der
ersten Session zu lesen, wird der Versuch unternommen, die Daten
des Medienherstellers zu dekodieren und anzuzeigen. DVD Medien
haben keine ATIP-Informationen, aber es gibt ein Ăquivalent das
gelesen und ausgegeben wird.
-fix Die CD wird nur abgeschlossen (z.B. wird das Inhaltsverzeichnis
fĂŒr CD-ROM-Laufwerke geschrieben). Dies ist nĂŒtzlich, wenn die
CD bereits beschrieben, aber noch nicht abgeschlossen ist.
Diese Option funktioniert z.Z. nicht bei alten TEAC-Laufwerken
(CD-R50S und CD-R55S).
-nofix Die CD wird nach der Fertigstellung nicht abgeschlossen. Dies
kann genutzt werden, um eine Audio-CD in mehreren Schritten zu
beschreiben. Eine nicht abgeschlossene CD kann i.d.R. nicht mit
einem einfachen CD-Laufwerk gelesen werden, es gibt aber Audio-
CD-Player, die damit keine Probleme haben.
-waiti Dies bewirkt ein Warten auf Daten von der Standardeingabe, bevor
der SCSI-Treiber geladen wird. Das erlaubt cdrecord das Lesen
von einer Pipe, selbst wenn zusÀtzliche Sessions auf eine
Multisession-Disk geschrieben werden. Beim Schreiben einer
anderen Session auf eine Multisession-Disk, muss mkisofs zuerst
die alte Session vom GerÀt auslesen, bevor die Ausgabe
geschrieben wird. Dies kann nicht erreicht werden, wenn
cdrecord den SCSI-Treiber zur gleichen Zeit startet.
-load Zieht das Medium ein und beendet das Programm. Dies
funktioniert nur mit Schubladen-Mechanismen, kann sich aber auch
beim Kodak-Disk-Transporter als nĂŒtzlich erweisen.
-lock Zieht das Medium ein, blockiert den Auswurf und beendet das
Programm. Dies funktioniert nur mit Schubladen-Mechanismen,
kann sich aber auch beim Kodak-Disk-Transporter als nĂŒtzlich
erweisen.
-eject Wirft die CD aus, sobald die Arbeit beendet ist. Einige GerÀte
(u.a. Philips) brauchen einen Auswurf des Mediums, bevor sie mit
einem neuen arbeiten können. Die AusfĂŒhrung eines -dummy-
Testlaufs mit anschlieĂendem Brennvorgang wird bei diesen
GerÀten nicht funktionieren.
speed=#
Setzt die Geschwindigkeit (x-Faktor) fĂŒr den Brennvorgang auf #.
# ist eine Ganzzahl und entspricht dem Multiplikator im
Vergleich zu der normalen Audio-Geschwindigkeit (etwa 150 KB/s
bei CD-ROMs, 172 KB/s bei Audio-CDs und etwa 1385 KB/s fĂŒr
DVDs). Wenn die speed Option nicht angegeben ist, versucht
cdrecord eine gerÀtespezifische Geschwindigkeit aus der Datei
/etc/default/cdrecord zu bestimmen und falls diese nicht
existiert, versucht es, sie aus der Umgebungsvariablen CDR_SPEED
und spÀter aus dem CDR_SPEED= Eintrag in /etc/default/cdrecord
zu lesen. Falls kein Wert fĂŒr die Geschwindigkeit gefunden
wurde, nutzt cdrecord einen gerÀtespezifischen Wert. Der
Standard fĂŒr alle neuen (MMC-kompatiblen) GerĂ€te ist das vom
GerĂ€t unterstĂŒtzte Maximum. Verwenden Sie speed=0 fĂŒr ein MMC-
kompatibles GerÀt, wechselt cdrecord zur geringstmöglichen
Geschwindigkeit fĂŒr das GerĂ€t und das Medium. Falls ihr altes
(nicht-MMC) Laufwerk Probleme mit speed=2 oder speed=4 hat,
versuchen Sie speed=0.
blank=Methode
Löscht eine CD-RW und beendet das Programm oder löscht eine CD-
RW, bevor Sie beschrieben wird. Es kann mit einer der folgenden
Methoden gelöscht werden:
help Zeigt eine Liste mit allen möglichen Methoden.
all Löscht die gesamte CD. Dies könnte eine Weile
dauern.
fast Schnelles Löschen. Dabei werden nur PMA, TOC und
das Pregap gelöscht.
track Löscht einen Track.
unreserve Gibt einen reservierten Track wieder frei.
trtail Löscht das Ende eines Tracks.
unclose Gibt die letzte Session wieder frei.
session Löscht die letzte Session.
Nicht alle GerĂ€te unterstĂŒtzen alle Löschmethoden. Es kann nötig sein,
blank=all zu verwenden, wenn ein GerÀt ein angegebenes Kommando als
ungĂŒltig bezeichnet. Wenn dabei der Schalter -force angegeben wird,
kann diese Option dazu benutzt werden, CD-RW-Medien zu formatieren, die
sonst nicht gelöscht/formatiert werden können. Sie werden
wahrscheinlich blank=all auswĂ€hlen mĂŒssen, weil sonst einige Laufwerke
mit bestimmten fehlerhaften CD-RW-Typen nicht weitermachen können.
cdrecord tut sein bestes, wenn der -force Schalter verwendet wird, aber
es hÀngt letztendlich nur von der Firmware des Laufwerks ab, ob der
Löschvorgang gelingen wird, oder eben nicht.
-format
Formatiert eine CD-RW/DVD-RW/DVD+RW. Die Formatierung ist
aktuell nur fĂŒr DVD+RW Medien implementiert. Ein
"jungfrÀuliches" DVD+RW Medium muss formatiert sein, bevor man
es beschreiben kann. Da cdrecord eine nötige Formatierung
automatisch erkennt und auch automatisch vor einem
Schreibvorgang durchfĂŒhrt, ist die -format Option nur nötig,
wenn man das Neuformatieren einer DVD+RW erzwingen will.
fs=# Setzt die FIFO- (Ringpuffer-) GröĂe auf #. Die Syntax der
Angabe ist die gleiche wie bei dd(1), sdd(1) oder star(1). Die
Nummer reprĂ€sentiert die GröĂe in Bytes, sofern es nicht
anderswo spezifiziert ist. Wenn im Anschluss an die Zahl ein
Buchstabe wie âbâ, âkâ, âmâ, âsâ oder âfâ folgt, wird die GröĂe
mit 512, 1024, 1024*1024, 2048 oder 2352 multipliziert. Wenn
die GröĂe aus mehreren, durch âxâ oder â*â getrennten Zahlen
besteht, wird die Multiplikation dieser Zahlen ausgefĂŒhrt, z.B.
ergibt fs=10x63k eine PuffergröĂe von 630 KBytes.
Die mit fs= angegebene GröĂe beinhaltet den geteilten
Arbeitsspeicher, der fĂŒr die Verwaltung benötigt wird. Es ist
mindestens eine Seite des Speichers. Wenn die fs= Option nicht
vorhanden ist, versucht cdrecord den Wert der FIFO-GröĂe aus der
Umgebungsvariablen CDR_FIFOSIZE zu bestimmen. Die
voreingestellte FIFO-GröĂe ist zurzeit 4 MB.
FIFO wird benutzt, um die Pufferung fĂŒr den Echtzeit-
Schreibprozess zu erhöhen. Es ermöglicht die Benutzung einer
Pipe von mkisofs direkt in cdrecord. Wenn der FIFO aktiv ist
und eine Pipe von mkisofs zu cdrecord fĂŒhrt und mkisofs vor dem
Brennanfang abbricht, wird cdrecord anhalten, bevor auf die CD
geschrieben wird. Die empfohlene GröĂe liegt zwischen 4 und 32
MByte. Als Faustregel gilt: Der FIFO sollte mindestens so groĂ
wie der interne Puffer des Brenners sein und nicht mehr als die
HĂ€lfte des vorhandenen Arbeitsspeichers belegen. Wenn die FIFO-
GröĂe groĂ genug ist, sollte die Statistik keine LeerzustĂ€nde
(empty count) aufweisen und der schlechteste Wert (min fill)
sollte nicht unter 20% liegen. Es ist aber auch nicht
empfehlenswert, zu viel Speicher fĂŒr FIFO zu reservieren. Wenn
Sie mehr als 8 MB auf einer unbelasteten Maschine brauchen, ist
ihr Rechner entweder zu langsam, hat Hardware-Probleme oder ist
schlecht konfiguriert. Die sun4c-Architektur (z.B. eine
Sparcstation-2) hat nur MMU-Page EintrĂ€ge fĂŒr 16 MB pro Prozess.
FIFO-GröĂen von mehr als 14 MB bringen das System möglicherweise
dazu, viel Zeit mit dem Neuladen der MMU-Tabellen zu verbringen.
Neuere Maschinen von Sun haben dieses MMU-Hardware-Problem
nicht. Ich weiĂ nichts von derartigen Problemen auf PC-
Hardware.
Wenn Sie Buffer-Underruns oder Àhnliche Probleme haben und dabei
keine Meldung bezĂŒglich eines leeren FIFOs erhalten, dann haben
Sie echte Hardware-Probleme. Die FIFO-GröĂe ist in diesem Fall
ausreichend.
ts=# Setzt die maximale SCSI-Transfer-GröĂe auf #. Die Syntax fĂŒr
die Option ts= ist dieselbe wie bei cdrecord fs=# oder sdd bs=#.
Wenn keine ts= Option angegeben wurde, verwendet cdrecord eine
TransfergröĂe von 63 kB. Wenn libscg kleinere Werte vom
Betriebssystem erhÀlt, wird der Wert auf den Maximalwert
reduziert, der mit dem aktuellen Betriebssystem möglich ist.
Manchmal kann es hilfreich sein, die TransfergröĂe weiter zu
verkleinern oder zu vergröĂern, aber es ist zu beachten, dass es
lange dauern kann, bis man einen besseren Wert durch
experimentieren mit der ts= Option findet.
dev=target
Gibt das SCSI-Ziel (target) fĂŒr den CD-Rekorder an, siehe obige
Bemerkungen. Eine typische Angabe ist dev=6,0. Wenn ein
Dateiname zusammen mit der numerischen Angabe benötigt wird, ist
der Dateiname von der Implementation abhÀngig. Der korrekte
Dateiname kann in diesem Fall in den systemspezifischen
HandbĂŒchern des jeweiligen Betriebssystems gefunden werden. Auf
einem FreeBSD-System ohne CAM-UnterstĂŒtzung mĂŒssen Sie die
GerÀtedatei angeben (z.B. /dev/rcd0.ctl). Die korrekte
GerÀtespezifikation könnte in diesem Fall so aussehen:
dev=/dev/rcd0.ctl:@.
Unter Linux werden die an den Parallelport angeschlossenen
GerÀte auf einen virtuellen SCSI-Bus abgebildet. Verschiedene
Adapter entsprechen verschiedenen "Targets" in diesem virtuellen
SCSI-Bus.
Wenn die Option dev= nicht angegeben wird, versucht cdrecord das
GerÀt aus der Umgebungsvariablen CDR_DEVICE zu bestimmen.
Wenn das Argument der dev= Option keins der Zeichen â,â, â/â,
â@â und â:â enthĂ€lt, wird es als ein Bezeichner aus der Datei
/etc/default/cdrecord interpretiert (siehe Abschnitt DATEIEN).
gracetime=#
Setzt die Zeit bis zum Start des Schreibvorgangs auf # Sekunden.
Werte unter 2 Sekunden sind nicht erlaubt.
timeout=#
Setzt die voreingestellte Zeit des SCSI-Timeouts auf # Sekunden.
Die voreingestellte SCSI-Auszeit (Timeout) ist die kĂŒrzeste
Auszeit, die fĂŒr die Ăbertragung der SCSI-Kommandos benutzt
wird. Wenn ein SCSI-Befehl aufgrund einer ZeitĂŒberschreitung
versagt, können Sie die normale Auszeit durch einen Wert
ersetzen, der etwas höher als der Timeout des fehlgeschlagenen
Befehls liegt. Wenn ein Befehl mit dem erhöhten Timeout korrekt
abgearbeitet wird, berichten Sie bitte diesen Wert und den
entsprechenden Befehl dem Autor des Programms. Wenn keine
timeout Option angegeben ist, wird der voreingestellte Timeout
von 40s benutzt.
driver=name
Erlaubt die Benutzung eines vom Nutzer angegebenen Treibers fĂŒr
das GerĂ€t. Um eine Liste aller verfĂŒgbaren Treiber zu bekommen,
geben Sie bitte driver=help ein. Der Grund fĂŒr die Existenz
dieser Option ist, dem Anwender die Benutzung von cdrecord mit
einem anderen GerÀt zu erlauben, das zwar Àhnlich einem
UnterstĂŒtzten ist, aber von cdrecord nicht automatisch erkannt
wird. Benutzen Sie diese Option mit extremer Vorsicht! Die
Gefahr, den DatentrÀger unwiderruflich zu beschÀdigen ist durch
die Benutzung eines anderen Treibers sehr groĂ. Das kleinste
Ăbel, dass dabei auftreten kann, ist die Fehlfunktion der
Schalter speed oder -dummy.
Es gibt zwei spezielle TreibereintrÀge in der Liste: cdr_simul
und dvd_simul. Diese EintrÀge wurden entwickelt, um Timing-
Tests mit beliebiger Geschwindigkeit auf Laufwerken zu
erstellen, die die -dummy Option nicht unterstĂŒtzen. Die
Simulations-Treiber implementieren ein Laufwerk mit der
PuffergröĂe 1 MB, die ĂŒber die CDR_SIMUL_BUFSIZE
Umgebungsvariable verÀndert werden kann. Der Simulations-
Treiber simuliert auch die "Buffer-Underrun"-Situationen
korrekt. Bei der Angabe der -dummy Option wird die Simulation
damit auch im Falle eines Buffer-Underruns nicht abgebrochen.
driveropts=option list
Setzt treiberspezifische Optionen. Die Optionen werden in einer
kommaseparierten Liste angegeben. Um eine Liste mit gĂŒltigen
Optionen zu erhalten, verwenden Sie driveropts=help zusammen mit
der -checkdrive Option. Zurzeit implementierte Treiberoptionen
sind:
burnfree
Schaltet die UnterstĂŒtzung fĂŒr das Schreiben mittels
"Buffer Underrun Free" an. Dies funktioniert nur fĂŒr
GerÀte, die die "Buffer Underrun Free" Technologie
unterstĂŒtzen. Dies wird u.a. wie folgt genannt: Sanyo
BURN-Proof, Ricoh Just-Link, Yamaha Lossless-Link.
Der Standard ist das Abschalten von BURN-Free, unabhÀngig
von den Einstellungen des GerÀts.
noburnfree
Schaltet die UnterstĂŒtzung fĂŒr "Buffer Underrun Free" ab.
varirec=Wert
Schaltet den Plextor VariRec-Schreibmodus an. Der
Parameter Wert ist der Laserpower-Offset (-Versatz) und
kann zurzeit aus -2, -1, 0, 1, 2 gewÀhlt werden.
ZusĂ€tzlich mĂŒssen Sie die Schreibgeschwindigkeit auf 4
setzen, um VariRec zu nutzen.
audiomaster
Aktiviert die Yamaha Audio Master Q. R.-FĂ€higkeit, was in
der Regel zu hochwertigen CDs fĂŒhrt, die zu weniger
Leseproblemen in Hi-Fi-Playern fĂŒhren. Da dies als
Variante des "Session at Once"-Schreibmodus implementiert
ist, funktioniert dies nur, wenn Sie den SAO-Schreibmodus
wÀhlen und es gibt keinen Grund dies auszuschalten. Der
Audio Master-Modus arbeitet mit reduzierter
Geschwindigkeit, kann aber auch mit Daten-CDs genutzt
werden. Im Audio Master-Modus werden die Pits
(datenenthaltende Strukturen auf der CD) auf der CD
lÀnger geschrieben als normalerweise, so dass die
KapazitÀt des Mediums reduziert wird, wenn dieses
Eigenschaft gewÀhlt wird. Eine 74-Minuten-CD hat nur
eine KapazitÀt von 63 Minuten wenn Audio Master aktiv ist
und die KapazitÀt einer 80-Minuten-CD wird auf 68 Minuten
reduziert.
forcespeed
Normalerweise kennen moderne GerÀte die höchstmögliche
Geschwindigkeit fĂŒr verschiedene Medien und können die
Geschwindigkeit reduzieren, um bestmögliche
SchreibqualitÀt zu erreichen. Diese Technologie ist
unter Plextor PowerRec, Ricoh Just-Speed und Yamaha
Optimum Write Speed Control bekannt. Einige GerÀte (z.B.
Plextor, Ricoh und Yamaha) erlauben das Erzwingen der
angegebenen Geschwindigkeit, wenn das Medium so
unreichend ist, dass die SchreibqualitÀt schlecht wÀre.
Diese Option teilt dem Laufwerk mit, dass die angegebene
Geschwindigkeit genutzt werden soll, unabhÀngig von der
QualitÀt des Mediums.
Verwenden Sie diese Option mit extremer Vorsicht und
beachten Sie, dass das Laufwerk besser wissen sollte,
welche Medien bei voller Geschwindigkeit genutzt werden
können. forcespeed wird standardmĂ€Ăig nicht genutzt,
unabhÀngig von den Einstellungen des GerÀtes.
noforcespeed
Schaltet die forcespeed Option ab.
speedread
Einige extrem schnelle Laufwerke wie 48x und schneller
von Plextor begrenzen die Lesegeschwindigkeit fĂŒr
unbekannte Medien auf beispielsweise 40x, um
BeschÀdigungen der Medien und Laufwerke zu verhindern.
Diese Option teilt dem GerÀt mit, dass jedes Medium so
schnell wie möglich gelesen werden soll. Seien Sie sehr
vorsichtig, da dies das Medium beim Lesen im Laufwerk
zerbrechen lassen kann, was zu einem zerstörten Medium
und GerĂ€t fĂŒhrt!
nospeedread
Schaltet die fehlende GeschwindigkeitsbeschrÀnkung ab.
singlesession
BeschrÀnkt das Laufwerk auf Singlesession. Dies erlaubt
das Lesen defekter oder nicht kompatibler (illegaler)
Medien mit extremen nicht standardmĂ€Ăigen zusĂ€tzlichen
(kaputten/illegalen) TOC- (Inhaltsverzeichnis-) EintrÀgen
im Inhaltsverzeichnis aus der zweiten oder höheren
Sessions. Einige dieser Disks werden benutzbar, wenn nur
die Informationen der ersten Session genutzt werden. Sie
mĂŒssen den Singlesession-Modus aktivieren, bevor die
defekte Disk eingelegt wird!
nosinglesession
Deaktiviert den Singlesession-Modus. Das Laufwerk wird
sich wie ĂŒblich verhalten.
hidecdr
Verschweigt die Tatsache, dass ein Medium schreibbar ist.
Dies erlaubt es, CD-Rs wie CD-ROMs erscheinen zu lassen
und Anwendungen glauben zu machen, dass das Medium im
Laufwerk keine CD-R ist.
nohidecdr
Deaktiviert das Verstecken von CD-R-Medien.
tattooinfo
Verwenden Sie diese Option zusammen mit -checkdrive, um
die Bild-GröĂeninformationen fĂŒr das Yamaha DiskT@2
Feature zu bestimmen. Die Bilder haben immer eine
ZeilenlÀnge von 3744 Pixel. Die Zeile 0 (Radius 0) wird
auf das Zentrum der Disk abgebildet. Kennen Sie den
inneren und Ă€uĂeren Radius, so werden Sie in der Lage
sein, ein vorverdrehtes Bild zu erzeugen, das spÀter auf
der Disk unverdreht erscheinen kann.
tattoofile=Name
Verwenden Sie diese Option zusammen mit -checkdrive, um
ein fĂŒr das Yamaha DiskT@2 Feature vorbereitetes Bild auf
das Medium zu schreiben. Die Datei muss "raw image B&W
data" enthalten (ein Byte pro Pixel), in einer GröĂe wie
sie von einem vorherigen Aufruf von tattoofile=Name
stammt. Ist die GröĂe des Bildes gleich der maximal
möglichen GröĂe (3744 x 320 Pixel), so wird cdrecord den
ersten Teil der Datei nutzen. Dieser erste Teil wird
dann auf den verbliebenen Bereich der CD geschrieben.
Beachten Sie, dass das Bild gespiegelt sein muss, um auf
der Vorderseite der CD erkennbar zu sein.
-setdropts
Setzt GerÀteoptionen mittels driveropts=Optionsliste, die
Geschwindigkeit (speed) des Laufwerks und die -dummy Option und
beendet das Programm. Dies erlaubt cdrecord
laufwerksspezifische Parameter, die nicht direkt von cdrecord
genutzt werden, wie z.B. singlesession, hidecdr und Àhnliche,
zu setzen.
-checkdrive
ĂberprĂŒft das Vorhandensein eines passenden Treibers und beendet
das Programm. Wenn das GerÀt bekannt ist, beendet cdrecord mit
Exitcode 0.
-prcap Gibt Informationen ĂŒber die FĂ€higkeiten eines SCSI-3/MMC-
kompatiblen Laufwerks aus, die mittels mode page 0x2A bestimmt
wurden. Werte, die mit kB markiert sind, benutzen 1000 Bytes
als Kilobyte, die mit KB markierten Werte benutzen 1024 Byte als
Kilobyte.
-inq Analysiert das GerÀt, gibt die Informationen aus und beendet.
-scanbus
Durchsucht alle SCSI-Busse nach SCSI-GerÀten und gibt die
abgefragten Namen/GerÀtestrings aus. Diese Option kann benutzt
werden, um die SCSI-Adresse des CD-Brenners herauszufinden. Die
ausgegebenen Nummern erscheinen in der Form: bus * 100 + target
-reset (zurĂŒcksetzen)
FĂŒhrt einen SCSI-Reset auf dem Bus aus, der den CD-Rekorder
ansteuert. Dies funktioniert nicht auf allen Betriebssystemen.
-abort Versucht eine Abbruch-Sequenz an das Laufwerk zu schicken. Wenn
Sie nur cdrecord verwenden, sollte dies niemals benötigt werden;
aber andere Software kann das Laufwerk in einen nicht nutzbaren
Zustand versetzen. Aufrufen von cdrecord -reset kann nötig
sein, wenn ein vorheriger Schreibvorgang unterbrochen wurde und
die Software dem Laufwerk nicht mitteilte, dass der
Schreibvorgang nicht fortgesetzt wird.
-overburn
Erlaubt cdrecord das Schreiben von gröĂeren Datenmengen als die
offizielle MediengröĂe. Diese Eigenschaft wird normalerweise
overburning (ĂŒberbrennen) genannt und hĂ€ngt von dem Fakt ab,
dass die meisten leeren Medien mehr Daten aufnehmen können als
die offizielle GröĂe. Da die offizielle GröĂe des lead-out-
Bereichs auf einer Disk 90 Sekunden betrÀgt (6750 Sektoren) und
eine Disk gewöhnlich funktioniert, wenn mindestens 150 Sektoren
vom lead-out vorhanden sind, können alle Medien mindestens um 88
Sekunden (6600 Sektoren) ĂŒberbrannt werden. Die meisten CD-
Rekorder ĂŒberbrennen nur im SAO- oder RAW-Modus. Bekannte
Ausnahmen sind TEAC CD-R50S, TEAC CD-R55S und das Panasonic
CW-7502. Einige Laufwerke erlauben ein beliebiges Ăberbrennen
nicht und limitieren die GröĂe einer CD auf beispielsweise 76
Minuten. Dieses Problem kann umgangen werden, indem die CD im
RAW-Modus geschrieben wird, da in diesem Fall das Laufwerk die
GröĂe nicht vor dem Brennstart bestimmen kann. Es gibt keine
Garantie, dass Ihr Laufwerk Ăberbrennen ĂŒberhaupt unterstĂŒtzt.
Testen Sie dies, um zu bestimmen, ob Ihr Laufwerk diese
Eigenschaft implementiert.
-ignsize
Ignoriert die bekannte GröĂe des Mediums. Diese Option sollte
mit extremer Vorsicht benutzt werden, sie existiert nur fĂŒr
Debug-Zwecke und sollte sonst nie eingesetzt werden. Sie ist
nicht notwendig, um mehr Daten zu schreiben als die
NominalkapazitÀt erlaubt. Diese Option impliziert -overburn.
-useinfo
Verwenden Sie *.inf Dateien, um Audiooptionen zu ĂŒberschreiben.
Wenn diese Option verwendet wird, werden die Informationen ĂŒber
PausenlÀngen aus den *.inf Dateien gelesen, die den Dateien mit
den Audiodaten fĂŒr den jeweilige Track entsprechen.
Wenn dies zusammen mit der -audio Option genutzt wird, kann
cdrecord zum Schreiben von Audio-CDs mittels einer Pipe von
cdda2wav genutzt werden, wenn cdrecord mit den *.inf Dateien als
Track-Parameterliste aufgerufen wird, anstatt Audiodateien zu
verwenden. Die Audiodaten werden in diesem Fall von der
Standardeingabe gelesen. Vergleichen Sie den BEISPIELE-
Abschnitt unten. Cdrecord ĂŒberprĂŒft zuerst, dass die
Standardeingabe nicht mit einem Terminal verbunden ist und
startet einige heuristische Konsistenztests der *.inf Dateien
und setzt dann die Track-LĂ€ngen entsprechend den Informationen
aus den *.inf Dateien.
Wenn Sie von der Standardeingabe lesen wollen, stellen Sie
sicher, dass cdrecord mit einer ausreichend groĂen FIFO-GröĂe
gestartet wird, reduzieren Sie die Schreibgeschwindigkeit auf
einen Wert unterhalb der Lesegeschwindigkeit des Quelllaufwerks
und aktivieren Sie die burnfree Option fĂŒr den Rekorder.
defpregap=#
Setzt die PausenlĂ€nge fĂŒr die Pause zwischen den Tracks (mit
Ausnahme von dem Ersten). Diese Option ist z.Z. nur mit dem
TEAC-Laufwerk sinnvoll, wenn "Track At Once" Disks ohne die
2-Sekunden-Pausen vor jedem Track erstellt werden.
Diese Option wird in der Zukunft möglicherweise verschwinden.
-packet
Aktiviert den Paket-Schreibmodus. Dies ist eine experimentelle
Funktion.
pktsize=#
Stellt die PaketgröĂe auf # ein und erzwingt den Fixed-Paket-
Modus. Dies ist eine experimentelle Funktion.
-noclose
SchlieĂt den aktuellen Track nicht ab, nĂŒtzlich im Paket-
Schreibmodus. Dies ist eine experimentelle Funktion.
mcn=Nummer
Setzt die Medien-Katalognummer der CD auf Nummer.
-text Schreibt CD-Text-Informationen basierend auf Informationen, die
einer Datei mit ASCII-Informationen fĂŒr die Texte entnommen
wurden. Cdrecord unterstĂŒtzt CD-Text-Informationen basierend
auf dem Inhalt der *.inf Dateien, die von cdda2wav erzeugt
wurden und CD-Text-Informationen basierend auf dem Inhalt einer
CUE sheet-Datei. Wenn eine CUE sheet-Datei beide (binÀre
CDTEXTFILE und textbasierte SONGWRITER) EintrÀge enthÀlt, werden
die Informationen basierend auf CDTEXTFILE genutzt.
Sie mĂŒssen zusĂ€tzlich die -useinfo Option verwenden, um cdrecord
mitzuteilen, dass die *.inf Dateien gelesen werden sollen oder
cuefile=Dateiname angeben, um eine weitere CUE sheet-Datei
einlesen zu lassen. Wenn Sie lieber Ihre eigenen CD-Text-
Informationen erstellen wollen, editieren Sie die *.inf Dateien
oder die CUE sheet-Datei mit einem Texteditor und Àndern Sie die
fĂŒr CD-Text relevanten Felder.
textfile=Dateiname
Schreibt CD-Text basierend auf Informationen, die in der binÀren
Datei Dateiname gefunden wurden. Diese Datei muss Informationen
in einem Datenformat enthalten, das im SCSI-3/MMC-2-Standard und
im Red-Book definiert ist. Der aus vier Bytes bestehende
Header, der im SCSI-Standard beschrieben ist, ist optional und
erlaubt die Erkennung der richtigen Daten weniger mehrdeutig.
Dies ist die beste Option, um CD-Text-Daten von existierenden
CDs zu kopieren, die bereits mit CD-Text-Informationen
ausgestattet sind. Um Daten in einem fĂŒr diese Option
geeigneten Format zu bekommen, kann cdrecord -vv -toc genutzt
werden, um die Informationen aus der Disk zu extrahieren. Wenn
sowohl textfile=Dateiname als auch CD-Text-Informationen von
*.inf oder *.cue Dateien vorhanden sind, wird textfile=Dateiname
die anderen Informationen ĂŒberschreiben.
cuefile=Dateiname
Verwendet alle aufzeichnungsbezogenen Informationen einer CDRWIN
entsprechenden CUE sheet-Datei. Es sind keine Track-Dateien
erlaubt, wenn diese Option verwendet wird und die Option -dao
wird zurzeit zusÀtzlich benötigt.
TRACKOPTIONEN
Trackoptionen können zwischen den Track-Dateinamen verwendet werden.
isrc=ISRC-Nummer
Setzt die International Standard Recording Number fĂŒr den
nachfolgenden Track auf ISRC-Nummer.
index=Liste
Setzt die Indexliste fĂŒr den nĂ€chsten Track. Die Indexliste ist
eine mit Kommata getrennte Zahlenreihe, die vom Index 1 zÀhlt.
Der erste Eintrag in der Liste muss eine 0 enthalten, gefolgt
von Zahlen in aufsteigender Reihenfolge, die den Indexstart
reprÀsentieren (1 Einheit = 1/75 Sekunde). Eine Indexliste der
Form: 0,7500,15000 setzt den Index 1 auf den Start des Tracks,
Index 2 auf 100 Sekunden nach dem Start und Index 3 auf 200
Sekunden nach dem Start.
-audio Wenn dieser Schalter vorhanden ist, werden alle nachfolgenden
Tracks im CD-DA-Format (Audioformat Àhnlich dem Red-Book-Format)
geschrieben. Die Datei fĂŒr den Track sollte Audiodaten in
Stereo, 16-bit, 44100 Samples/s enthalten. Die Anordnung der
Bytes sollte so aussehen: MSB links, LSB links, MSB rechts, LSB
rechts, MSB links u.s.w. (MSB=höchstwertiges Byte,
LSB=niederwertiges Byte). Die Tracks sollten aus einer Anzahl
von 2325-Byte groĂen Blöcken bestehen. Es ist nicht möglich,
ein Image eines Audio-Tracks auf eine RAW-Disk zu schreiben,
weil die Daten in 2352-Byte-Blöcken wÀhrend des Brennprozesses
gelesen werden.
Wenn der Dateiname mit .au oder .wav endet, wird die Datei als
eine strukturierte Audiodatei betrachtet. Cdrecord nimmt an,
dass es sich in diesem Fall um eine Sun-Audiodatei oder eine
Microsoft-.WAV-Datei handelt und extrahiert die Audiodaten aus
diesen Dateien. Es ĂŒberspringt dabei die Nicht-Audio-
Informationen im Kopf der Datei. In allen anderen FĂ€llen wird
cdrecord nur richtig funktionieren, wenn der Datenstrom keinen
Header enthÀlt. Weil die LÀnge vieler Audiodateien nicht ein
Vielfaches von 1/75s ist, ist es oft notwendig, auch die Option
-pad anzugeben. Cdrecord erkennt automatisch, ob die Audiodaten
in der .WAV-Datei in Intels- (little-endian) -Format gespeichert
sind, und wird automatisch die Bytes umdrehen, wenn der CD-
Brenner die Daten im big-endian-Format erwartet. Cdrecord wird
alle Audiodateien zurĂŒckweisen, die nicht den Red-Book-
Voraussetzungen von 16-bit Stereosamples in PCM-Kodierung mit
44100 Samples/s entsprechen.
Andere strukturierte Audioformate können gewöhnlich ebenfalls
von cdrecord benutzt werden, solange die Datenstruktur den oben
beschriebenen Voraussetzungen entspricht (rohe PCM-Daten in big-
endian-Byte-Anordnung). Wenn die Datei allerdings einen Header
enthÀlt, wird dieser als KnackgerÀusch am Anfang des Tracks zu
hören sein.
Wenn weder -data noch -audio angegeben wurde, wÀhlt cdrecord
automatisch -audio fĂŒr alle Dateinamen, die mit .au oder .wav
enden und -data fĂŒr alle anderen Dateien.
-swab Bei der Verwendung dieses Schalters wird angenommen, dass die
Audiodaten im Byte-umgekehrter (little-endian) Anordnung
vorliegen. Einige CD-Brenner u.a. Yamaha, Sony und die neueren
SCSI-3/MMC-GerÀte verlangen die Audiodaten in der little-endian-
Ordnung, wÀhrend sie von anderen GerÀten in der big-endian-
Ordnung erwartet werden, so wie es normalerweise beim SCSI-
Protokoll verwendet wird. Cdrecord weiĂ, ob der Rekorder die
Daten im big-endian- oder little-endian-Ordnung erwartet und
korrigiert den Datenstrom automatisch, wenn das Format nicht dem
des Rekorders entspricht. Sie benötigen die Option -swab nur,
wenn die Daten in Intel- (little-endian) -Byte-Ordnung
vorliegen.
Die detaillierten Ausgaben (-verbose) von cdrecord zeigen ihnen,
ob ein Vertauschen erfolgt, um die Byte-Ordnung der Eingabedaten
auf den Rekorder anzupassen. Cdrecord wird es nicht anzeigen,
wenn der -swab Schalter bereits fĂŒr einen Track angegeben ist.
-data Wenn dieser Schalter vorhanden ist, werden alle nachfolgenden
Tracks im CD-ROM mode 1-Yellow-Book-Format geschrieben. Die
DatengröĂe ist ein Vielfaches von 2048 Byte. Die Datei mit den
Track-Daten sollte ein ISO-9660- oder Rock-Ridge-Dateisystem-
Image enthalten (vergleichen Sie mkisofs fĂŒr mehr Details).
Wenn der Daten-Track ein ufs-Dateisystem-Image ist, sollte die
Fragment-GröĂe 2 KB oder höher sein, um CD-Laufwerken mit 2KB-
Sektor-GröĂe das Lesen zu ermöglichen.
-data ist standardmĂ€Ăig aktiviert, solange kein anderer Schalter
vorhanden und die Datei keine der bekannten Audiodateitypen ist.
Wenn weder -data noch -audio angegeben wurde, wÀhlt cdrecord
automatisch -audio fĂŒr alle Dateinamen, die mit .au oder .wav
enden, und -data fĂŒr alle anderen Dateien.
-mode2 Wenn dieser Schalter angegeben wird, werden alle nachfolgenden
Tracks im CD-ROM mode 2-Format geschrieben. Die DatengröĂe
entspricht einem Vielfachen von 2336 Bytes.
-xa Wenn dieser Schalter angegeben wird, werden alle nachfolgenden
Tracks im CD-ROM XA mode 2 form 1-Format geschrieben. Die
DatengröĂe entspricht einem Vielfachen von 2048 Bytes. Die XA-
Sektor-Unterheader werden vom Laufwerk erzeugt. Mit dieser
Option wird der gleiche Schreibmodus wie bei der -multi Option
genutzt.
-xa1 Wenn dieser Schalter vorhanden ist, werden alle nachfolgenden
Tracks im CD-ROM XA mode 2 form 1-Format geschrieben. Die
DatengröĂe entspricht einem Vielfachen von 2056 Bytes. Die XA-
Sektor-Unterheader sind Teil der Nutzdaten und mĂŒssen vom
Anwendungsprogramm bereitgestellt werden, das die zu
schreibenden Daten erzeugt.
-xa2 Wenn dieser Schalter vorhanden ist, werden alle nachfolgenden
Tracks im CD-ROM XA mode 2 form 2-Format geschrieben. Die
DatengröĂe entspricht einem Vielfachen von 2324 Bytes. Die XA-
Sektor-Unterheader werden vom Laufwerk erzeugt.
-xamix Wenn dieser Schalter vorhanden ist, werden alle nachfolgenden
Tracks auf eine Art und Weise geschrieben, die einen Mix des CD-
ROM XA mode 2 form 1/2-Formats ermöglichen. Die DatengröĂe
entspricht einem Vielfachen von 2332 Bytes. Die XA-Sektor-
Unterheader sind Teil der Nutzdaten und mĂŒssen vom
Anwendungsprogramm bereitgestellt werden, das die zu
schreibenden Daten erzeugt. Die PrĂŒfsummen (CRC) und die P/Q-
ParitĂ€ts-ECC/EDC-Informationen (abhĂ€ngig vom Sektortyp) mĂŒssen
vom Anwendungsprogramm bereitgestellt werden, das die zu
schreibenden Daten erzeugt.
-cdi Wenn dieser Schalter vorhanden ist, wird der Typ des
Inhaltsverzeichnisses auf CDI gesetzt. Dies macht nur mit XA-
Disks Sinn. -isosize benutzt die GröĂe des
ISO-9660-Dateisystems als GröĂe des nĂ€chsten Tracks. Diese
Option wird benötigt, wenn cdrecord das Image von einer "rohen"
Partition oder einer TAO-CD liest. Im ersten Fall begrenzt die
Option -isosize die GröĂe der CD auf die GröĂe des Dateisystems.
Im zweiten Fall wird die Option -isosize gebraucht, damit
cdrecord das Einlesen der letzten zwei Auslaufblöcke verhindert,
die jeder CD-Rekorder im "Track At Once"-Modus hinzufĂŒgt. Diese
zwei Blöcke können nicht gelesen werden und wĂŒrden einen Buffer-
Underrun verursachen, was zu einer fehlerhaften Kopie fĂŒhren
wĂŒrde. Benutzen Sie diese Option nicht, wenn die Datei von
mkisofs erstellt wurde und wenn cdrecord die Track-Daten direkt
von der Standardeingabe einliest. Im ersten Fall wĂŒrden Sie
cdrecord daran hindern, die AuffĂŒllbytes, die von mkisofs
angehangen wurden, zu schreiben und im zweiten Fall wird es
nicht funktionieren, da die Standardeingabe nicht durchsucht
werden kann.
Wenn -isosize fĂŒr einen Track verwendet wird, wird cdrecord
automatisch AuffĂŒllbytes fĂŒr diesen Track verwenden, so wie dies
bei der -pad Option der Fall wĂ€re, aber die GröĂe des
AuffĂŒllbetrags kann kleiner sein, als die von mkisofs verwendete
GröĂe. Beachten Sie, dass die Verwendung von -isosize auf einem
Track der Sparc-Bootinformationen enthÀlt, diese zerstört.
Beachten Sie auch, dass diese Option nicht verwendet werden
kann, um die GröĂe eines Dateisystems zu bestimmen, wenn die
Multisession-Option angegeben wurde.
-pad Wenn es sich um einen Daten-Track handelt, werden zu diesem und
den folgenden Daten-Tracks je 15 Sektoren Null-Daten
hinzugefĂŒgt. In diesem Fall wird die -pad Option auch durch die
padsize= Option verdrĂ€ngt. Es gilt dann als eine AbkĂŒrzung fĂŒr
padsize=15s. Wenn sich die -pad Option auf einen Audio-Track
bezieht, wird cdrecord die Audiodaten zu einem Vielfachen von
2352 Bytes erweitern. Die AuffĂŒllung der Audiodaten erfolgt mit
binÀren Nullen, was vollkommener Stille entspricht.
-pad bleibt solange aktiv, bis es durch -nopad wieder abgestellt
wird (fĂŒr nachfolgende Tracks).
padsize=#
Gibt die Menge der Daten an, die an den jeweils nÀchsten Track
angehÀngt werden. Im Gegensatz zum Verhalten der -pad Option
wird der padsize= Wert fĂŒr die restlichen nachfolgenden Tracks
auf 0 zurĂŒckgesetzt. Cdrecord geht von einer SektorgröĂe von
2048 Bytes fĂŒr die padsize= Option aus, unabhĂ€ngig von der
realen SektorgröĂe und vom Schreibmodus. Die Megabytes die in
der ausfĂŒhrlichen (verbose) Ausgabe erscheinen, zĂ€hlen jedoch
die AusgabesektorgröĂe, die z.B. 2448 Bytes im RAW/RAW96-Modus
betrĂ€gt. Vergleichen Sie mit der fs= Option fĂŒr mögliche
Argumente. Um das Ăquivalent von 20 Minuten auf der CD
aufzufĂŒllen, verwenden Sie padsize=20x60x75s. Benutzen Sie
diese Option, wenn ihr CD-Laufwerk die letzten Sektoren eines
Tracks nicht lesen kann oder wenn die CD auf einem Linux-System
mit dem "ISO-9660 filesystem read ahead bug" verwendet werden
soll. Wenn eine leere Datei als Quelle dienen soll, kann diese
Option auch dazu genutzt werden, eine Disk nur aus den
AuffĂŒlldaten zu schreiben. Dies kann beispielsweise nĂŒtzlich
sein, um herauszufinden, um wie viel ein bestimmtes Medium
ĂŒberbrannt werden kann.
-nopad Die nachfolgenden Tracks nicht auffĂŒllen - dies ist der
Standard.
-shorttrack
Damit wird es erlaubt, nachfolgende Tracks mit weniger als 4
Sekunden LĂ€nge zu erstellen, wobei der Red-Book-Standard nicht
mehr eingehalten wird. Diese Option ist nur im SAO- oder RAW-
Modus sinnvoll und ein Laufwerk muss das resultierende CUE-Sheet
akzeptieren oder Schreiben im RAW-Modus unterstĂŒtzen. Nicht
alle Laufwerke können damit umgehen.
-noshorttrack
Der Red-Book-Standard muss wieder eingehalten werden, d.h. es
werden keine Tracks mit weniger als 4 Sekunden LĂ€nge zugelassen.
pregap=#
Setzt die PausenlÀnge vor dem nÀchsten Track. Diese Option ist
z.Z. nur mit den TEAC-Laufwerken sinnvoll, wenn "Track At
Once"-CDs ohne die 2 Sekunden Pause vor jedem Track erstellt
werden sollen.
Diese Funktion verschwindet möglicherweise in den zukĂŒnftigen
Versionen.
-preemp
Wenn dieser Schalter vorhanden ist, werden die EintrÀge des
Inhaltsverzeichnisses fĂŒr die nachfolgenden Audio-Tracks als
gesampelt mit 50/15 ”sec pre-emphasis angezeigt. Die Daten
werden jedoch nicht wÀhrend des Datentransfers zwischen der
Datei und dem Rekorder geÀndert. Diese Option hat keine Wirkung
auf die Daten-Tracks.
-nopreemp
Wenn dieser Schalter vorhanden ist, zeigen die EintrÀge des
Inhaltsverzeichnisses fĂŒr die nachfolgenden Audio-Tracks an,
dass die Audiodaten mit linearen Daten gemastert sind - dies ist
der Standard.
-copy Wenn dieser Schalter vorhanden ist, zeigen die EintrÀge des
Inhaltsverzeichnisses fĂŒr die nachfolgenden Audio-Tracks der
resultierenden CD an, dass die Audiodaten ohne BeschrÀnkungen
kopiert werden dĂŒrfen. Diese Option hat keine Wirkung auf
Daten-Tracks.
-nocopy
Wenn dieser Schalter vorhanden ist, zeigen die EintrÀge des
Inhaltsverzeichnisses fĂŒr die nachfolgenden Audio-Tracks der
resultierenden CD an, dass die Audiodaten nur einmal fĂŒr die
private Nutzung kopiert werden dĂŒrfen - dies ist der Standard.
-scms Wenn dieser Schalter vorhanden ist, zeigen die EintrÀge des
Inhaltsverzeichnisses fĂŒr die nachfolgenden Audio-Tracks der
resultierenden CD an, dass die Audiodaten nicht mehr kopiert
werden dĂŒrfen.
tsize=#
Wenn das Image des nachfolgenden Tracks direkt auf einer "rohen"
Disk vorliegt, gibt diese Option die Menge der Daten auf dieser
Disk an. Wenn das Image des nachfolgenden Tracks in einer Datei
gespeichert ist, wird die Track-GröĂe durch die GröĂe dieser
Datei bestimmt. Wenn der Track ein ISO-9660-Dateisystem
enthÀlt, sollte die Option -isosize zum Bestimmen der LÀnge
verwendet werden.
Im "Disk At Once"-Modus und mit einigen Laufwerken, die TEACâs
Programmierschnittstelle verwenden, muss selbst im "Track at
Once"-Modus cdrecord die LĂ€nge des Tracks schon vor dem
Schreiben bekannt sein. Cdrecord prĂŒft das vor dem Schreiben
und bricht ab. Wenn das passiert, sollten Sie zunÀchst mkisofs
-print-size ausfĂŒhren und die Ausgabe (mit angehangenem âsâ) als
Argument fĂŒr die Option tsize= von cdrecord benutzen (z.B.
tsize=250000s).
Vergleichen Sie mit der fs= Option fĂŒr die möglichen Argumente.
BEISPIELE
FĂŒr alle unten aufgefĂŒhrten Beispiele wird angenommen, dass der CD-
Rekorder am primÀren SCSI-Bus des Rechners angeschlossen ist. Die SCSI
target ID sei 2.
Aufnahme einer einfachen CD-ROM mit Double-Speed mit Daten aus der
Datei cdimage.raw:
cdrecord -v speed=2 dev=2,0 cdimage.raw
Herstellung einer Image-Datei mit ISO-9660-Dateisystem und Rock-Ridge-
Erweiterungen:
mkisofs -R -o cdimage.raw /home/joerg/master/tree
Ein Test der erstellten Datei vor dem Schreiben auf die CD auf Solaris:
mount -r -F fbk -o type=hsfs /dev/fbk0:cdimage.raw /mnt
Und mit Linux:
mount cdimage.raw -r -t iso9660 -o loop /mnt
Nun geht es weiter mit:
ls -lR /mnt
umount /mnt
Wenn die Gesamtleistung des Systems ausreichend und die Dateistruktur
nicht zu komplex ist, kann cdrecord auch ohne ein CD-Image auskommen.
Benutzen Sie einfach die Pipeline:
mkisofs -R /master/tree | cdrecord -v fs=6m speed=2 dev=2,0 -
Die empfohlene FIFO-GröĂe fĂŒr die AusfĂŒhrung einer solcher Pipeline ist
4 MB. Da diese GröĂe bereits voreingestellt ist, wird die Angabe der
Option fs= nur dann benötigt, wenn Sie eine andere GröĂe verwenden
möchten. Falls ihr System bereits ausgelastet ist, sollten Sie auch
mkisofs in Echtzeit ausfĂŒhren: Um die PrioritĂ€t von mkisofs zu erhöhen,
ersetzen Sie den Befehl
mkisofs -R /master/tree
durch
priocntl -e -c RT -p 59 mkisofs -R /master/tree
auf Solaris bzw. durch
nice --18 mkisofs -R /master/tree
auf Systemen, die die UNIX International-kompatible
Echtzeitverarbeitung nicht unterstĂŒtzen (z.B. Linux).
Cdrecord lÀuft mit der PrioritÀt 59 auf Solaris und Sie sollten mkisofs
nicht mit einer PrioritĂ€t höher als 58 ausfĂŒhren. Auf anderen Systemen
sollten Sie mkisofs mit wenigstens nice --18 ausfĂŒhren.
Die Erstellung einer CD-ROM ohne eine Image-Datei, wurde auf einer
Sparcstation-2 mit Yamaha CDR-400 erfolgreich getestet. Es
funktionierte mit bis zu 4-facher Geschwindigkeit, solange der Rechner
nicht belastet wurde. Ein schnellerer Rechner wÀre vermutlich in der
Lage, mit 4-facher Geschwindigkeit auch unter Last zu schreiben.
Aufnahme einer reinen CD-DA (Audio-CD) mit einfacher Geschwindigkeit
(jeder Track ist in einer Datei mit Namen wie track01.cdaudio,
track02.cdaudio, etc. enthalten):
cdrecord -v speed=1 dev=2,0 -audio track*.cdaudio
Um zu ĂŒberprĂŒfen, ob das obige Beispiel auch mit Double-Speed
funktioniert, kann die -dummy Schreiboption verwendet werden:
cdrecord -v -dummy speed=2 dev=2,0 -audio track*.cdaudio
Erstellung einer Mixed-Mode-CD mit einem ISO-9660-Dateisystem aus der
Datei cdimage.raw als ersten Track, die restlichen Audio-Tracks werden
aus den Dateien track01.cdaudio, track02.cdaudio, etc. erstellt:
cdrecord -v dev=2,0 cdimage.raw -audio track*.cdaudio
Vorgehensweise mit einem Brenner, der auf die Angabe der Track-GröĂe
vor dem Schreibvorgang besteht:
mkisofs -R -q -print-size /master/tree
gibt die GröĂe aus, die dann durch XXX in
mkisofs -R /master/tree | cdrecord speed=2 dev=2,0 tsize=XXXs -
ĂŒbergeben wird.
Um eine möglichst exakte Audio-CD Kopie zu erstellen, ist erst
cdda2wav dev=2,0 -vall cddb=0 -B -Owav
und danach
cdrecord dev=2,0 -v -dao -useinfo -text *.wav
zu starten. Dies versucht die Track-Indizes zu kopieren und CD-Text-
Informationen von der Disk zu lesen. Gibt es keine CD-Text-
Informationen, versucht cdda2wav stattdessen die Informationen von
freedb.org herunterzuladen.
Um eine Audio-CD mittels einer Pipe (ohne beteiligte Dateien) zu
kopieren, ist zuerst
cdda2wav dev=1,0 -vall cddb=0 -info-only
und nun
cdda2wav dev=1,0 -no-infofile -B -Oraw - | \
cdrecord dev=2,0 -v -dao -audio -useinfo -text *.inf
auszufĂŒhren. Dies ergibt alle Informationen (inklusive der Track-
GröĂen) aus den *.inf Dateien und liest dann die Audiodaten von der
Standardeingabe.
Wenn Sie das Schreiben von der Standardeingabe bevorzugen, mĂŒssen Sie
sicherstellen, dass cdrecord mit einer hinreichend groĂen FIFO-GröĂe
(z.B. fs=128m) gestartet wird, die Schreibgeschwindigkeit auf einen
Wert kleiner als die Lesegeschwindigkeit des Quelllaufwerks reduziert
wird (z.B.: speed=12) und die burn-free Option fĂŒr den Rekorder mittels
driveropts=burnfree genutzt wird.
UMGEBUNGSVARIABLEN
CDR_DEVICE
Dies enthÀlt entweder eine GerÀteidentifizierung, die zum
Ăffnen-Aufruf der SCSI-Transport-Bibliothek geeignet ist oder
einen Bezeichner aus der Datei /etc/default/cdrecord.
CDR_SPEED
Setzt die normale Geschwindigkeit beim Schreiben (vergleichen
Sie auch die speed Option).
CDR_FIFOSIZE
Setzt die GröĂe des FIFO (vergleichen Sie auch die fs= Option).
CDR_FORCERAWSPEED
Wenn diese Umgebungsvariable gesetzt ist, wird cdrecord
erlauben, mit der vollen RAW-Encoding-Geschwindigkeit, die eine
einzelne CPU unterstĂŒtzt, zu schreiben. Dies fĂŒhrt mit groĂer
Wahrscheinlichkeit zu Buffer-Underruns. Nutzen Sie dies mit
Vorsicht.
RSH Ist die RSH Umgebungsvariable vorhanden, wird die entfernte
Verbindung nicht mit rcmd(3) erzeugt, sondern durch den Aufruf
des Programms, auf das RSH verweist. Verwenden Sie z.B.
RSH=/usr/bin/ssh, um eine Secure-Shell-Verbindung aufzubauen.
Beachten Sie, dass dies cdrecord zwingt, eine Pipe zum rsh(1)
Programm zu erzeugen und verbietet cdrecord den direkten Zugang
zum Netzwerksocket des entfernten Servers. Dies macht es
unmöglich, Performance-Parameter zu setzen und verlangsamt die
Verbindung, verglichen mit einer von root initiierten rcmd(3)
Verbindung.
RSCSI Ist die RSCSI Umgebungsvariable gesetzt, wird der entfernte
SCSI-Server nicht das Programm rscsi, sondern das Programm auf
das RSCSI verweist, sein. Beachten Sie, dass der Name des
entfernten SCSI-Serverprogramms ignoriert wird, wenn Sie sich
mit einem vom entfernten SCSI-Serverprogramm als Login-Shell
angelegten Account einloggen.
DATEIEN
/etc/default/cdrecord
Vorgaben fĂŒr die folgenden Werte und Optionen können in der
Datei /etc/default/cdrecord gesetzt werden. Zum Beispiel:
CDR_FIFOSIZE=8m oder CDR_SPEED=2.
CDR_DEVICE
Dies enthĂ€lt einen GerĂ€te-Bezeichner, in der fĂŒr den
Aufruf der SCSI-Transport-Library geeigneten Syntax oder
einen Namen aus /etc/default/cdrecord zum Identifizieren
eines bestimmtes Laufwerks im System.
CDR_SPEED
Setzt die standardmĂ€Ăige Geschwindigkeit beim Schreiben
(vergleichen Sie auch mit der speed Option).
CDR_FIFOSIZE
Setzt die GröĂe des FIFO (vergleichen Sie auch mit der
fs= Option).
Alle anderen EintrĂ€ge sind Bezeichnungen fĂŒr GerĂ€te im System.
Die Namen dĂŒrfen keine Zeichen wie â,â, â/â, â@â oder â:â
enthalten.
In jeder Zeile folgt dem Namen eine Liste von Angaben, getrennt
durch TABs. Zurzeit werden vier EintrÀge erkannt: Die SCSI-ID
des GerĂ€ts, die standardmĂ€Ăige Geschwindigkeit und die FIFO-
GröĂe, die fĂŒr dieses GerĂ€t verwendet werden sollen, sowie
gerĂ€tespezifische Optionen (driveropts). Die Werte fĂŒr
Geschwindigkeit und FIFO-GröĂe können auf -1 gesetzt werden,
damit cdrecord die globalen Einstellungen ĂŒbernimmt. Der Wert
von driveropts kann auf "" gesetzt werden, wenn driveropts nicht
verwendet wird. Eine typische Zeile könnte so aussehen:
teac1= 0,5,0 4 8m ""
yamaha= 1,6,0 -1 -1 burnfree
Das teilt cdrecord mit, dass ein GerÀt namens teac1 am SCSI-Bus
0, Target 5, Lun 0 angeschlossen ist und mit 4-facher
Geschwindigkeit und FIFO-GröĂe von 8 MB betrieben werden soll.
Ein zweites Laufwerk kann am SCSI-Bus 1, Target 6, Lun 0
gefunden werden und nutzt die Standard-Geschwindigkeit und
-FIFO-GröĂe.
SIEHE AUCH
cdda2wav(1), readcd(1), scg(7), fbk(7), mkisofs(8), rcmd(3), ssh(1).
ANMERKUNGEN
Unter Solaris mĂŒssen Sie das Volume-Management abstellen, wenn der
USCSI SCSI-Transport-Code verwendet werden soll. Selbst Sachen wie
cdrecord -scanbus werden nicht funktionieren, solange die Volume-
Verwaltung aktiv ist.
Im Track At Once-Modus erstellte Disks sind als Vorlage fĂŒr eine
industrielle Massenproduktion ungeeignet. FĂŒr solche Projekte wird der
Disk At Once-Modus benötigt. Trotzdem können mit Track At Once
erstellte CDs normalerweise in allen CD-Laufwerken abgespielt werden.
Einige Àltere Audio-CD-Player könnten jedoch einen 2 Sekunden langen
Klick zwischen 2 Audio-Tracks produzieren.
Die kleinste GröĂe eines Tracks ist 4 Sekunden bzw. 300 Sektoren. Wenn
Sie dennoch kleinere Tracks schreiben, wird der CD-Rekorder die
restlichen Sektoren mit Nullen auffĂŒllen. Dies ist kein Fehler, auch
wenn die SCSI-Meldung dabei wie ein Fehler aussieht.
Cdrecord wurde mit einem aufgerĂŒsteten Philips CDD-521 Rekorder sowohl
mit Single- als auch mit Double-Speed auf einer Sparcstation 20/502
problemlos getestet, langsamere Systeme sollten ebenfalls
funktionieren. Neuere Philips/HP/Plasmon/Grundig-Laufwerke, sowie
Yamaha CDR-100 und CDR-102 funktionieren ebenso. Der Plasmon RF-4100
lÀuft, wurde aber noch nicht im Multisession-Betrieb getestet. Ein
Philips CDD-521, der noch nicht aufgerĂŒstet ist, wird nicht
funktionieren. Der Sony CDU-924 wurde getestet, hat aber keine
Hardware-UnterstĂŒtzung fĂŒr XA-mode2 und kann deswegen keine
standardkonformen Multisession-CDs erstellen. Der Ricoh RO-1420C
lÀuft, aber einige Anwender haben anscheinend Probleme mit der Option
speed=2, versuchen Sie bitte speed=0 in diesem Fall.
Der Yamaha CDR-400 und alle neueren SCSI-3/MMC-konforme GerÀte werden
sowohl im Single- als auch Multisession-Modus unterstĂŒtzt.
Sie sollten mehrere Tests mit allen verfĂŒgbaren Geschwindigkeiten mit
der Option -dummy durchfĂŒhren, wenn cdrecord auf einem unbekannten
System ausgefĂŒhrt wird. Das Brennen ist ein Echtzeit-Prozess. NFS
kann den konstanten Datenstrom nicht garantieren! Wenn Sie cdrecord
dennoch mit Images, die auf einem per NFS gemounteten Dateisystem
befinden, einsetzen wollen, sollte der FIFO möglichst groà sein. Ich
benutzte cdrecord mit durchschnittlicher Belastung auf einer SS20/502
und sogar noch mit vierfacher Geschwindigkeit auf einer gut
ausgelasteten Sparcstation-2, es wird aber trotzdem empfohlen, die
Systemlast wÀhrend des Schreibvorgangs so niedrig wie möglich zu
halten. Wenn Sie sichergehen wollen, dass die Buffer-Underruns nicht
vom Quelllaufwerk verursacht werden, kann das Kommando
cdrecord -dummy dev=2,0 padsize=600m /dev/null
eine CD mit Nullen beschreiben (simulieren). Cdrecord muss als root
ausgefĂŒhrt werden, um direkten Zugriff auf die GerĂ€tedateien /dev/scg?
zu bekommen und sich den Arbeitsspeicher reservieren zu können.
Wenn andere Benutzer den root-Zugang nicht nutzen dĂŒrfen, kann cdrecord
auch als suid-root installiert werden. Dies erlaubt es allen Benutzern
oder einer bestimmten Benutzergruppe, die keine root-Privilegien haben,
cdrecord auszufĂŒhren. Cdrecord prĂŒft in diesem Fall, ob der reale
Benutzer Zugriffsrechte auf die angegebenen Dateien besitzt. Um allen
Nutzern die Verwendung von cdrecord zu gestatten, geben Sie Folgendes
ein:
chown root /usr/local/bin/cdrecord
chmod 4711 /usr/local/bin/cdrecord
Um einer beschrĂ€nkten Benutzergruppe AusfĂŒhrungsrechte zu geben, geben
Sie Folgendes ein:
chown root /usr/local/bin/cdrecord
chgrp cdburners /usr/local/bin/cdrecord
chmod 4710 /usr/local/bin/cdrecord
AuĂerdem mĂŒssen Sie die Gruppe cdburners auf dem System einrichten und
die Personen ihres Vertrauens in diese aufnehmen.
Geben Sie niemals Schreibrechte fĂŒr Nicht-root-Benutzer an die
/dev/scg? GerÀte, wenn Sie nicht jedem das Lesen/Schreiben/Formatieren
all Ihrer Disks erlauben wollen.
Sie sollten keine Àlteren GerÀte, die mit disconnect/reconnect nicht
umgehen können, an den selben SCSI-Bus wie den CD-Brenner oder die
Quell-Disk anschlieĂen.
Eine CD kann nicht mehr als 99 Tracks beinhalten.
Bei der Erstellung einer CD mit Audio- und Daten-Tracks sollte der
erste Track Daten beinhalten, da sonst eine CDplus erstellt werden
sollte (dies ist eine Multisession-CD mit Audio-Tracks innerhalb der
ersten Session und Daten-Tracks in der nÀchsten Session).
Viele Betriebssysteme sind aber nicht in der Lage, mehr als einen
(ersten) Daten-Track zu lesen, oder sie brauchen spezielle Software fĂŒr
diese Zwecke.
Mehr Informationen ĂŒber den SCSI-Befehlssatz eines HP CD-Rekorders
befindet sich unter:
http://www.hp.com/isgsupport/cdr/index.html
Falls Sie mehr Informationen ĂŒber den SCSI-Befehlssatz eines nicht
unterstĂŒtzten Rekorders besitzen, kontaktieren sich bitte den Autor
(s.u.).
Der Philips CDD-521 CD-Rekorder (selbst in der aufgerĂŒsteten Version)
hat mehrere Firmware-Bugs. Einige davon machen es notwendig, dem GerÀt
mehrmals den Saft abzudrehen oder neuzubooten.
Bei der Benutzung von cdrecord mit dem schlecht entworfenen Linux SCSI
generic Treiber sollten Sie wissen, dass cdrecord einen Hack benutzt,
der die FunktionalitÀt des scg-Treibers emuliert. Linux enthÀlt
mehrere Bugs:
· Es kann kann nicht ĂŒberprĂŒfen, ob ein SCSI-Kommando komplett
ĂŒbermittelt wurde.
· Es kann das SCSI-Statusbyte nicht auslesen. Aus diesem Grund
meldet cdrecord die fehlgeschlagenen Kommandos nicht in allen
FĂ€llen.
· Es kann den DMA-Transfer nicht gut ĂŒberwachen. Cdrecord kann
nicht bestimmen, ob der DMA-Transfer abgeschlossen wurde.
· Es kann die Anzahl der gĂŒltigen Bytes in "auto-sense-data" nicht
bestimmen. Cdrecord kann nicht sagen, ob das GerĂ€t ĂŒberhaupt
irgendwelche Sense-Daten ĂŒbermittelt.
· Es holt zu wenige Daten in der Auto-Sense-Abfrage
(CCS/SCSI-2/SCSI-3 braucht >= 18).
Die FIFO-Prozentausgabe wird berechnet, unmittelbar nachdem ein
Datenblock vom CD-Rekorder geschrieben wurde. Aus diesem Grund wird
niemals 100%-FIFO angezeigt, sofern FIFO benutzt wird.
DIAGNOSE
Sobald die Meldung
Starting to write CD at speed %d in %s mode for %s session.
erschienen ist, können Sie den Start innerhalb von 9 Sekunden mit ^C
abbrechen.
Eine typische Fehlermeldung eines SCSI-Befehls sieht in etwa so aus:
cdrecord: I/O error. test unit ready: scsi sendcmd: no error
CDB: 00 20 00 00 00 00
status: 0x2 (CHECK CONDITION)
Sense Bytes: 70 00 05 00 00 00 00 0A 00 00 00 00 25 00 00 00 00 00
Sense Key: 0x5 Illegal Request, Segment 0
Sense Code: 0x25 Qual 0x00 (logical unit not supported) Fru 0x0
Sense flags: Blk 0 (not valid)
cmd finished after 0.002s timeout 40s
Die erste Zeile zeigt die Information ĂŒber den Transport des Befehls.
Der Text nach dem ersten Doppelpunkt ist die Fehlermeldung des
Systemaufrufs aus der Sicht des Kernels. Es ist i.d.R. ein I/O error
(Ein/Ausgabe-Fehler), solange kein anderes Problem aufgetreten ist.
Die nÀchsten Wörter enthalten eine knappe Beschreibung des
fehlgeschlagenen SCSI-Befehls. Der restliche Text informiert ĂŒber
Probleme, die bei der Ăbertragung der Kommandos ĂŒber den SCSI-Bus
aufgetreten sind. fatal error bedeutet, dass es nicht möglich war, den
Befehl zu ĂŒbertragen (z.B. weil kein GerĂ€t an der angegebenen Adresse
vorhanden ist).
Die zweite Zeile gibt den SCSI-Kommando-Beschreibungs-Block des
fehlgeschlagenen Kommandos aus.
Die dritte Zeile enthĂ€lt Informationen ĂŒber den SCSI-Status-Code, der
zurĂŒckgegeben wurde, falls die Ăbertragung gelang. Es ist der
Fehlercode, den das SCSI-GerĂ€t zurĂŒck gibt.
Die vierte Zeile ist ein hex-dump der auf den Befehl automatisch
zurĂŒckgegebenen Sense-Informationen.
Die fĂŒnfte Zeile ist der Fehlertext fĂŒr den Sense-SchlĂŒssel, sofern
dieser verfĂŒgbar ist, gefolgt von einer Segment-Nummer, die
ausschlieĂlich fĂŒr den copy-Befehl gĂŒltig ist. Wenn die Fehlermeldung
sich nicht direkt auf den nachfolgenden Befehl bezieht, wird der Text
deferred error angehÀngt.
Die sechste Zeile ist der Fehlertext fĂŒr den Sense-Code und das Sense-
Stichwort, sofern dieses bekannt ist. Wenn der Typ des GerÀtes bekannt
ist, werden die Sense-Codes anhand der Datentabelle in scsierrs.c
ausgewertet. Diesem Text folgt eine Fehlernummer mit einer vom Feld
abhÀngigen Einheit.
Die siebente Zeile enthÀlt die Blocknummer, die den fehlgeschlagenen
Befehl wiedergibt, sowie einen Text fĂŒr bestimmte Fehler. Die
Blocknummer ist nicht immer korrekt.
Die achte Zeile beinhaltet den Timeout fĂŒr dieses Kommando und die real
benötigte Zeit.
Die folgende Meldung ist kein Fehler:
Track 01: Total bytes read/written: 2048/2048 (1 sectors).
cdrecord: I/O error. flush cache: scsi sendcmd: no error
CDB: 35 00 00 00 00 00 00 00 00 00
status: 0x2 (CHECK CONDITION)
Sense Bytes: F0 00 05 80 00 00 27 0A 00 00 00 00 B5 00 00 00 00 00
Sense Key: 0x5 Illegal Request, Segment 0
Sense Code: 0xB5 Qual 0x00 (dummy data blocks added) Fru 0x0
Sense flags: Blk -2147483609 (valid)
cmd finished after 0.002s timeout 40s
Es wird darĂŒber informiert, dass ein Track zu klein ist und auf 300
Sektoren erweitert wurde.
BUGS
Cdrecord hat sogar noch mehr Optionen als ls.
Es sollte eine Wiederherstellungsoption geben, die CDs wieder nutzbar
macht, die wÀhrend eines Stromausfalls beschrieben wurden.
DANKSAGUNGEN
Bill Swartz (Bill_Swartz@twolf.com)
FĂŒr Hilfe bei der Treiber-UnterstĂŒtzung fĂŒr TEAC-
Laufwerke.
Aaron Newsome (aaron.d.newsome@wdc.com)
FĂŒr die Erlaubnis, an seinem Sony-Laufwerk entwickeln zu
dĂŒrfen.
Eric Youngdale (eric@andante.jic.com)
FĂŒr die UnterstĂŒtzung durch mkisofs.
Gadi Oxman (gadio@netvision.net.il)
FĂŒr die Tipps bezĂŒglich des ATAPI-Standards.
Finn Arne Gangstad (finnag@guardian.no)
FĂŒr die erste Implementierung des FIFOs.
Dave Platt (dplatt@feghoot.ml.org)
FĂŒr die Erstellung einer experimentellen Paket-Schreib-
UnterstĂŒtzung, die erste Implementation der CD-RW
Löschen-UnterstĂŒtzung, den ersten .WAV-Decoder und viele
nette Diskussionen ĂŒber cdrecord.
Chris P. Ross (cross@eng.us.uu.net)
FĂŒr die erste Implementierung vom BSDI-SCSI-Transport.
Grant R. Guenther (grant@torque.net)
FĂŒr die erste Implementierung des Parallel-Port-
Transports fĂŒr Linux.
Kenneth D. Merry (ken@kdm.org)
FĂŒr die Bereitstellung des CAM-Port fĂŒr FreeBSD zusammen
mit Michael Smith (msmith@freebsd.org).
Heiko EiĂfeldt (heiko@hexco.de)
FĂŒr die Bereitstellung von libedc_ecc (benötigt zum
Schreiben von RAW-Daten-Sektoren).
MAILINGLISTEN
Wenn Sie sich an der Weiterentwicklung von cdrecord aktiv beteiligen
wollen, können Sie die cdwriting-Mailingliste abonnieren:
http://lists.berlios.de/mailman/listinfo/cdrecord-developers
Die Mail-Adresse dieser Liste ist: cdwrite@other.debian.org
AUTOR
Jörg Schilling
Seestr. 110
D-13353 Berlin
Deutschland
ZusÀtzliche Informationen können gefunden werden unter:
http://www.fokus.fhg.de/usr/schilling/cdrecord.html
Haben Sie Support-Fragen, senden Sie sie an:
cdrecord-support@berlios.de
oder cdwrite@other.debian.org
Sind Sie sicher, dass Sie einen Fehler gefunden haben, senden Sie ihn
an:
cdrecord-developers@berlios.de
oder schilling@fokus.fhg.de
Zum abonnieren nutzen Sie:
http://lists.berlios.de/mailman/listinfo/cdrecord-developers
oder http://lists.berlios.de/mailman/listinfo/cdrecord-support
Der alten cdwrite-Mailingliste können Sie durch eine E-Mail an
cdwrite-request@other.debian.org
beitreten, indem Sie das Wort subscribe im Text auffĂŒhren. Die E-Mail-
Adresse der Liste ist:
cdwrite@other.debian.org
ĂBERSETZUNG
Jens Seidel <tux-master@web.de>
Umfangreiche Aktualisierungen von Eduard Blochâs Ăbersetzung
(24.12.2003). Bitte alle VorschlÀge und Korrekturen an mich senden.
Die neueste Version sollte stets im CVS des deutschen Manpages Paket
manpages-de (http://www.infodrom.org/projects/manpages-de) gefunden
werden.
UrsprĂŒnglicher Ăbersetzer:
Eduard Bloch <blade@debian.org>
Neuere Versionen dieses Dokumentes, sowie die aktuellste Ăbersetzung
der README-Dateien aus dem cdrecord-Paket finden Sie unter
http://sites.inka.de/~W1752/cdrecord/.