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dpkg-dev_1.14.16.6ubuntu3_all 
NAME
dpkg-source - Debian Quellpaket- (.dsc) Manipulations-Werkzeuge
SYNOPSIS
dpkg-source [Optionen] Befehl
BESCHREIBUNG
dpkg-source packt und entpackt Debian Quellarchive.
Keiner dieser Befehle erlaubt es, mehrere Optionen zu einer zu
kombinieren, und sie erlauben es nicht, den Wert einer Option in einem
separaten Argument zu speichern.
BEFEHLE
-x Dateiname.dsc [Ausgabe-Verzeichnis]
Extrahiere ein Quellpaket. Ein nicht-Options-Argument muss
angegeben werden, der Name der Debian Quell-Steuer-Datei (.dsc).
Optional kann ein zweites Nicht-Options-Argument angegeben
werden, um das Verzeichnis anzugeben, in der das Quellpaket
extrahiert werden soll. Dieses Verzeichis darf dann nicht
existieren. Falls kein Ausgabeverzeichnis angegeben ist, wird
das Quellpaket in das Verzeichnis namens source-version
unterhalb des aktuellen Arbeitsverzeichnisses extrahiert.
dpkg-source wird die Namen der anderen Datei(en) aus der
Steuerdatei einlesen, die das Quellpaket ergeben; es wrid
angenommen, dass diese im gleichen Verzeichnis wie .dsc. liegen.
Die Dateien in dem extrahierten Paket werden die Rechte und
Eigentümer haben, die erwartet würden, falls die Dateien und
Verzeichnisse einfach erstellt worden wären - Verzeichnisse und
Programmdateien werden 0777 und einfache Dateien 0666, beide
durch die umask der Person, die extrahiert, entsprechend
angepasst; falls das übergeordnete Verzeichnis setgid ist,
werden dies die extrahierten Verzeichnisse auch sein, und alle
Dateien und Verzeichnisse werden die Gruppeneigentümerschaft
erben.
-b Verzeichnis [Orig-Verzeichnis|Orig-targz|'']
Build a source package. One or two non-option arguments should
be supplied. The first is taken as the name of the directory
containing the debianized source tree (i.e. with a debian
sub-directory and maybe changes to the original files). If a
second argument is supplied it should be the name of the
original source directory or tarfile or the empty string if the
package is a Debian-specific one and so has no Debianisation
diffs. If no second argument is supplied then dpkg-source will
look for the original source tarfile
package_upstream-version.orig.tar.extension (where extension is
one of gz, bz2, and lzma) or the original source directory
directory.orig depending on the -sX arguments.
-h, --help
Zeige den Bedienungshinweis und beende.
--version
Gebe die Version aus und beende sich.
OPTIONEN
-cSteuerdatei
Bestimmt die Hauptquell-»control«-Datei, aus der Informationen
ausgelesen werden sollen. Der Standardwert ist debian/control.
Falls der Pfadname relativ ist, wird dieser relativ zum obersten
Verzeichnis des Quellbaums interpretiert.
-lChangelog-Datei
Bestimmt die »change log«-Datei, aus der Informationen
ausgelesen werden sollen. Der Standardwert ist debian/changelog.
Falls der Pfadname relativ ist, wird dieser relativ zum obersten
Verzeichnis des Quellbaums interpretiert.
-FChangelog-Format
Gibt das Format der Änderungsprotokolldatei an. Standardmäßig
wird das Format aus einer speziellen Zeile in der Nähe des Endes
der Änderungsprotokolldatei gelesen oder, falls dies
fehlschlägt, wird das Debian-Standardformat angenommen.
-VName=Wert
Setzt eine Ausgabesubstitutionsvariable. Lesen Sie
deb-substvars(5) für eine Besprechung des Ausgabesubstitution.
-Tsubstvardatei
Read substitution variables in substvarsfile; the default is to
not read any file.
-DFeld=Wert
Überschreibe oder ergänze eine Ausgabe-Steuerdatei-Feld.
-Ufield
Entferne ein Ausgabe-Steuerdatei-Feld.
-E Diese Option ändert bestimmte Warnungen in Fehler.
-W Diese Option verneint ein vorher gesetztes -E.
-ZKomprimierung
Gibt die Komprimierung an, die für die erstellten Dateien
(Tarbälle und Diffs) verwrendet wird. Beachten Sie, dass diese
Option nicht dazu führt, dass existierende Tarbälle
rekomprimiert werden, sie betrifft nur neue Dateien.
Unterstützte Werte sind gzip, bzip2 und lzma. gzip ist
voreingestellt.
-zStufe
Zu verwendende Komprimierstufe. Wie bei -Z betrifft dies nur
neu-erstellte Dateien. Unterstützte Werte sind 1 bis 9, best (am
besten) und fast (schnell). 9 ist voreingestellt.
-i[regexp]
Sie können einen regulären Perl-Ausdruck angeben, der auf
Dateien passt, die Sie aus der Liste der Dateien für den Diff
entfernen möchten; diese Liste wird von einem Find-Befehl
generiert. -i aktiviert diese Option mit der Voreinstellung,
dass die Steuerdateien und -Verzeichnisse der häufigsten
Revisionskontrollsysteme, Backups, Swap-Dateien und
Bau-Ausgabeverzeichnisse von Libtool herausgefiltert werden. Es
kann nur einen aktiven regulären Ausdruck geben, von mehrfach
angegebenen -i-Optionen wird nur die letzte berücksichtigt.
Dies ist sehr hilfreich, um irrelevante Dateien, die im Diff
aufgenommen werden, zu entferen. Falls Sie zum Beispiel Ihre
Quellen in einem Revisionskontrollsystem speichern und
»Checkout« verwenden möchten, um Ihr Quellpaket zu bauen, ohne
die zusätzlichen Dateien und Verzeichnisse, die darin
typischerweise enthalten sind (z.B. CVS/, .cvsignore, .svn/),
mit aufzunehmen. Der voreingestellte reguläre Ausdruck ist
bereits sehr erschöpfend, aber falls Sie ihn ersetzen müssen,
beachten Sie, dass er standardmäßig auf alle Teile des Pfades
passen kann. Falls Sie daher nur den Anfang eines Pfades oder
komplette Dateinamen vergleichen wollen, müssen Sie die
notwendigen Anker (z.B. »(^|/)«, »($|/)«) selbst bereitstellen.
-I[Dateimuster]
Falls diese Option angegeben wird, wird der Dateiname an die
--exclude-Option von tar(1) weitergegeben, wenn es zur
Erstellung der Datei .orig.tar oder .tar aufgerufen wird. Zum
Beispiel führt -ICVS dazu, dass tar über CVS-Verzeichnisse
hinweggeht, wenn es eine .tar-Datei erstellt. Diese Option kann
mehrfach wiederholt werden, um mehrere Muster aufzuführen, die
ausgeschlossen werden sollen.
i fügt standardmäßig von Selbst --exclude-Optionen hinzu, die
die Steuerdateien und -Verzeichnisse der häufigsten
Revisionskontrollsysteme, Backups, Swap-Dateien und
Bau-Ausgabeverzeichnisse von Libtool herausfiltern.
Hinweis: Obwohl sie ähnliche Zwecke verfolgen, haben -i und -I eine
sehr verschiedene Syntax und Semantik. -i kann nur einmal angegeben
werden und nimmt einen regulären Perlausdruck an, der gegen den vollen
relativen Pfad jeder Datei geprüft wird. -I kann mehrfach angegeben
werden und nimmt ein Dateinamen-Muster mit Shell-Jokerzeichen an. Das
Muster wird gegen den vollen relativen Pfad aber auch individuell gegen
jeden Teil des Pfades angewendet. Die exakte Symantik der Option
--exclude ist etwas kompliziert, lesen Sie
http://www.gnu.org/software/tar/manual/tar.html#wildcards für eine
komplette Dokumentation.
Der voreingestellte reguläre Ausdruck und Muster für beide Optionen
können in der Ausgabe des Befehls --help gesehen werden.
Bau-Optionen (mit -b):
-sa, -sp, -sk, -su und -sr werden keine existierenden Tardateien oder
Verzeichnisse überschreiben. Falls dies gewünscht ist, sollten
stattdessen -sA, -sP, -sK, -sU und -sR verwendet werden.
-sk Gibt an, dass die Originalquellen als Tardatei erwartet werden
sollen, standardmäßig
Paket_Ursprungsversion.orig.tarErweiterung. Es wird diese
Originalquellen als Tardatei am Platz belassen, oder sie in das
aktuelle Verzeichnis kopieren, falls sie dort noch nicht sind.
-sp Wie -sk, aber der Tarball wird danach entfernt.
-su Gibt an, dass die Originalquellen als Verzeichnis erwartet
werden, standardmäßig Paket-Ursprungsversion.orig. dpkg-source
wird daraus ein neues Original-Quellarchiv erstellen.
-sr Wie -su, aber das Verzeichnis wird nach der Verwendung entfernt.
-ss Gibt an, dass die Originalquellen sowohl als Verzeichnis als
auch als Tardatei verfügbar sind. dpkg-source wird das
Verzeichnis zur Erstellung des Diffs verwenden, aber die
Tardatei für die .dsc. Diese Option muss mit Vorsicht verwendet
werden - falls das Verzeichnis und die Tardatei nicht zusammen
passen, wird ein fehlerhaftes Quellarchiv erstellt.
-sn Gibt an, dass nicht nach Originalquellen geschaut und kein Diff
erstellt werden soll. Das zweite Argument, falls angegeben, muss
die leere Zeichenkette sein. Dies wird für Debian-spezifische
Pakete verwendet, die keine Quellen von Originalautoren und
somit kein Debianisierungs-Diff haben.
-sa oder -sA
Gibt an, dass nach dem Original-Quellarchiv als Tardatei oder
als Verzeichnis gesucht werden soll - das zweite Argument, falls
vorhanden, kann eines von beiden sein, oder die leere
Zeichenkette (dies ist äquivalent zur Verwendung von -sn). Falls
eine Tardatei gefunden wird, wird diese zu Erstellung eines
Diffs entpackt und danach entfernt (dies ist äquivalent zu -sp);
falls ein Verzeichnis gefunden wird, wird diese gepackt, um die
Originalquellen zu erstellen und danach entfernt (dies ist
äquivalent zu -sr); falls keines von beiden gefunden wird, wird
angenommen, dass das Paket kein Debianisierungs-Diff sondern nur
ein direktes Quellarchiv (dies ist äquivalent zu -sn). Falls
sowohl ein Verzeichnis als auch eine Tar-Datei gefunden werden,
dann ignoriert dpkg-source das Verzeichnis, und überschreibt es,
falls -sA angegeben wurde (dies ist äquivalent zu -sP) oder löst
einen Fehler aus, falls -sa angegeben wurde. -sA ist die
Voreinstellung.
Extrahierungs-Optionen (mit -x):
In allen Fällen werden die Originalquellbäume entfernt.
-sp Verwendet beim Extrahieren. Die Originalquellen (falls
vorhanden) werden als Tar-Datei belassen. Falls diese sich nicht
im aktuellen Verzeichnis befinden oder falls eine existierende
aber davon verschiedene Datei bereits vorhanden ist, wird sie
dort hin kopiert. (Dies ist die Voreinstellung)
-su Entpackt den Originalquellbaum.
-sn Stellt sicher, dass die Originalquellen weder in das aktuelle
Verzeichnis kopiert noch entpackt werden. Jeder
Originalquellbaum, der im aktuellen Verzeichnis war, wird
dennoch entfernt.
Alle -sX-Optionen schließen sich paarweise aus. Falls Sie mehr als eine
angeben, wird nur die letzte verwendet.
FEHLER
Die Stelle, an der das Überschreiben von Feldern passiert, verglichen
mit bestimmten Standard-Ausgabe-Feldeinstellungen, ist eher konfus.
Die Binärpaketeinträge in der Datei debian/files durchlaufen zweimal
die Variablensubstitution. Dies sollte egal sein, da $, { and } in
Paketnamen oder Versionsnummern keine gültigen Zeichen sind.
ÜBERSETZUNG
Die deutsche Übersetzung wurde 2004, 2006, 2007, 2008 von Helge
Kreutzmann <debian@helgefjell.de> und 2007 von Florian Rehnisch
<eixman@gmx.de> angefertigt. Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation;
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SIEHE AUCH
dpkg-deb(1), dpkg(1), dselect(1).
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