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dpkg_1.14.16.6ubuntu3_i386 
NAME
dpkg-split - Debian-Paketarchiv Teilungs- und Zusammensetzwerkzeug
SYNOPSIS
dpkg-split [Optionen] Befehl
BESCHREIBUNG
dpkg-split zerteilt Debian-Binärpaketdateien in kleinere Teile und
setzt diese wieder zusammen, um die Lagerung von großen Paketdateien
auf kleinen Medien wie Disketten zu ermöglichen.
Es kann manuell mit den Optionen --split, --join und --info verwendet
werden.
Es hat auch einen automatischen Modus, der über die --auto-Option
aufgerufen wird, wo es eine Liste von Teilen, die bereits gesehen, aber
noch nicht wieder zusammengesetzt wurden, verwaltet. Sobald alle Teile
gesehen wurden, wird dann die Datei wieder zusammengesetzt. Die
Optionen --listq und --discard erlauben die Verwaltung dieser Liste.
Alle Teilungs-, Vereinigungs- und Warteoperationen erzeugen informative
Nachrichten auf der Standardausgabe; diese können ohne Risiko ignoriert
werden.
BEFEHLE
-s, --split Komplettarchiv [Präfix]
Teilt ein einzelnes Debian-Binärpaket in mehrere Teile.
Die Teile werden Präfix.NofM.deb benannt, wobei N die bei 1
beginnende Teilnummer und M die Gesamtzahl der Teile ist (beide
Angaben dezimal).
Falls kein Präfix bereitgestellt wird, wird der Dateiname von
Komplett-Archiv genommen, einschließlich Verzeichnis, wobei das
abschließende .deb entfernt wird.
-j, --join Teil...
Vereint die Teile einer Paketdatei, und baut damit die
Originaldatei wieder zusammen, wie sie vor dem Aufteilen war.
Die Teildateien, die als Argument übergeben werden, müssen alle
Teile der gleichen Originaldatei sein. Jeder Teil muss genau
einmal in der Argumentliste auftauchen, allerdings müssen die
Teile nicht in ihrer Reihenfolge aufgeführt werden.
Die Teile müssen natürlich alle mit der gleichen zur Zeit des
Aufteilens angegeben Teil-Größe generiert worden sein. Dies
bedeutet, dass sie für gewöhnlich von dem gleichen Aufruf von
dpkg-split --split erzeugt worden sein müssen.
Die Dateinamen der Teile sind für den Prozess des
Wiederzusammenbauens nicht relevant.
Standardmäßig wird die Ausgabedatei Paket-Version.deb genannt.
-I, --info Teil...
Gibt Informationen über die angegebenen Teildatei(en) in
menschenlesbarem Format aus. Argumente, die keine
Binärpaketdateien sind, führen zu einer entsprechenden Nachricht
(allerdings auch in der Standardausgabe).
-a, --auto -o Komplettausgabe Teil
Reiht Teile automatisch in die Warteschlange und setzt, falls
möglich, ein Paket wieder zusammen.
Der angegebene Teil wird untersucht und mit anderen Teilen
desselben Paketes (falls vorhanden) in der Warteschlange der
Paketdatei-Teile verglichen.
Falls alle Teile der Paketdatei, von der Teil ein Teil ist,
verfügbar sind, dann wird das Paket wieder zusammengesetzt und
nach Komplett-Ausgabe geschrieben (welche für gewöhnlich noch
nicht existieren sollte, obgleich dies kein Fehler ist).
Falls nicht, wird Teil in die Warteschlange kopiert und
Komplett-Ausgabe wird nicht erzeugt.
Falls Teil kein Teil eines aufgeteilten Binärpaketes ist, dann
beendet sich dpkg-split mit Rückgabecode 1; falls irgendwelche
anderen Probleme auftreten lautet der Rückgabecode 2.
Die Option --output oder -o muss bei Verwenden von --auto
angegeben werden. (Falls dies nicht obligatorisch wäre, wüsste
das Programm nicht, welche Ausgabedatei es zu erwarten hätte.)
-l, --listq
Listet den Inhalt der Warteschlange der
Wieder-zusammenzubauenden Pakete auf.
Für jede Paketdatei, von der Teile in der Warteschlange sind,
enthält die Ausgabe den Namen des Paketes, die Teile in der
Warteschlange sowie die Gesamtanzahl gespeicherter Bytes in der
Warteschlange.
-d, --discard [Paket...]
Dies löscht Teile aus der Warteschlange derer, die auf die
verbleibenden Teile ihrer Pakete warten.
Falls kein Paket agegeben wird, wird die Warteschlange komplett
geleert; falls irgendwelche angegeben sind, werden nur die Teile
des/der passenden Pakete(s) gelöscht.
-h, --help
Zeige den Bedienungshinweis und beende.
--version
Gebe die Version aus und beende sich.
--licence, --license
Zeigt die Kopier-Lizenzierungsbedingungen und beendet sich.
OPTIONEN
--depotdir Verzeichnis
Gibt ein alternatives Verzeichnis für die Warteschlange von
Teilen, die auf automatisches Wiederzusammenführen warten, an.
Standardmäßig ist dies /var/lib/dpkg.
-S, --partsize kBytes
Gibt die maximale Teilgröße in kilobytes (1024 bytes) beim
Aufteilen an. Standardmäßig ist dies 450 KiB.
-o, --output Komplett-Ausgabe
Gibt den Ausgabe-Dateinamen für ein Wiederzusammenbauen an.
Dies hebt die Voreinstellung für ein manuelles
Wiederzusammenbauen auf (--join) und ist zwingend für ein
automatisches Einreihen-oder-Zusammenbauen (--auto) notwendig.
-Q, --npquiet
Falls Sie ein automatisches Einreihen oder Wiederzusammensetzen
durchführen, gibt dpkg-split normalerweise eine Meldung aus,
falls ein übergebener Teil kein Binärpaketteil ist. Diese Option
unterdrückt diese Meldung um Programmen wie dpkg zu erlauben,
sowohl mit geteilten als auch ungeteilten Paketen umzugehen,
ohne störende Meldungen zu erzeugen.
--msdos
Erzwingt, dass die von --split erzeugten Ausgabe-Dateinamen
MSDOS-kompatibel sind.
Dies verstümmelt den Präfix - entweder den voreingestellten aus
dem Eingabe-Dateinamen abgeleiteten oder den als Argument
übergebenen: alphanummerische Zeichen werden klein geschrieben,
Pluszeichen werden durch x ersetzt und alle anderen Zeichen
werden entfernt.
Das Ergebnis wird dann soweit wie nötig abgeschnitten, und
Dateinamen der Form PräfixNofM.deb werden generiert.
RÜCKGABEWERT
Ein Rückgabewert von 0 zeigt an, dass das angeforderte Aufteilen,
Zusammenfügen oder anderer Befehl erfolgreich war. --info-Befehle
werden als erfolgreich gewertet, sogar fals die Dateien keine Teile
eines Binärpaketes waren.
Ein Rückgabewert von 1 tritt nur bei --auto auf und zeigt an, dass die
Datei Teil kein Teil eines Binärpaketes war.
Ein Rückgabewert von 2 zeigt eine bestimmte Gattung von Problemen an,
wie zum Beispiel ein Fehlschlag eines Systemaufrufs, eine Datei, die
wie ein Paketteil aussah aber beschädigt war, ein Benutzungsfehler oder
einige andere Probleme.
FEHLER
dpkg-split benutzt einige ziemlich veraltete Konventionen für die
Dateinamen von Debian-Paketen.
Volle Details über die Pakete in der Warteschlange sind nicht zu
erhalten, ohne selbst im Warteschlangenverzeichnis zu wühlen.
Es gibt keine einfache Art zu testen, ob eine Datei, die ein Teil eines
Binärpaketes sein könnte, eines ist.
Die Architektur wird nicht im Kopf der Teil-Dateien dargestellt, nur in
den Steuer-Informationen der enthaltenen Binärpaket-Datei, und sie ist
nicht in den erzeugten Dateinamen wiedergegeben.
DATEIEN
/var/lib/dpkg/parts
Das voreingestellte Verzeichnis für die Warteschlange der
Teil-Dateien, die auf automatisches Zusammenfügen warten.
Die in diesem Verzeichnis benutzten Dateinamen liegen in einem
intern dpkg-split-Format vor und sind sehr wahrscheinlich für
andere Programme nicht nützlich, und in keinem Fall sollte sich
auf das Format der Dateinamen verlassen werden.
ÜBERSETZUNG
Die deutsche Übersetzung wurde 2004, 2006, 2007, 2008 von Helge
Kreutzmann <debian@helgefjell.de> und 2007 von Florian Rehnisch
<eixman@gmx.de> angefertigt. Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation;
lesen Sie die GNU General Public License Version 2 oder neuer für die
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SIEHE AUCH
deb(5), deb-control(5), dpkg-deb(1), dpkg(1).
AUTOR
Copyright (C) 1995-1996 Ian Jackson
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