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BEZEICHNUNG
man - Makros zum Formtieren
ÜBERSICHT
groff -Tascii -man datei ...
groff -Tps -man datei ...
man [abschnitt] titel
BESCHREIBUNG
Diese Manualseite beschreibt das groff tmac.an Makropaket. Das
Makropaket sollte von Entwicklern benutzt werden, die Manualseiten für
Linux schreiben oder portieren. Es ist nahezu kompatibel zu älteren
Versionen dieses Paketes, so sollte es kein Problem sein, andere
Manualseiten zu konvertieren (Ausnahmen bilden die Erscheinungen des
NET-2 BSD, die ein völlig anderes Makropaket benutzen).
Beachten Sie, dass NET-2 BSD Manualseiten mit groff durch die Benutzung
der Option -mdoc anstelle der Option -man benutzt werden können. Es
wird die Benutzung der Option -mandoc empfohlen, da hiermit automatisch
erkannt wird, welches Makropaket benutzt wird.
PRÄAMBEL
Das erste Kommando einer Manpage sollte
.TH Titel Abschnitt Datum Quelle Handbuch
sein, wobei gilt:
Titel Der Titel der Manpage (z.B. MAN).
Abschnitt
Die Kapitelnummer, der die Manpage zugeordnet werden
soll (z.B. 7).
Datum Das Datum der letzten Revision — vergessen Sie nicht,
dies immer bei einer inhaltlichen Änderung der Manpage
zu ändern, da dies die übliche Methode einer
Versionskontrolle ist.
Quelle Die Quelle des Kommandos.
Für Binärdateien benutzen Sie entsprechendes wie GNU,
NET-2, SLS Distribution, MCC Distribution.
Für System Calls benutzen Sie die Versionsnummer des
betrachteten Kernels: Linux 0.99.11.
Für Library Calls benutzen Sie die Quelle der Funktion
selbst: GNU, BSD 4.3, Linux DLL 4.4.1.
Handbuch
Der Titel des gesamten Handbuches (z.B.
Bibliotheksfunktionen).
Die traditionellen Handbuchabschnitte sind:
1 Kommandos
Die Kommandos, die vom Benutzer aus einer Shell heraus
ausgeführt werden können.
2 System Calls
Funktionen, die vom Kernel selbst für den Aufrufenden
ausgeführt werden.
3 Library Calls
Der Großteil der Funktionen der Library libc, so wie
sort(3))
4 Spezialdateien
Dateien, die in /dev) zu finden sind.
5 Dateiformate und Konventionen
Formate von menschenlesbaren Dateien wie /etc/passwd .
6 Spiele
7 Makropakete und Konventionen
Eine Beschreibung des standardmäßigen Layouts des
Dateisystems, diese Manpage und ähnliche Dinge.
8 System Management Kommandos
Kommandos wie mount(8), die nur durch den Superuser
ausführbar sind.
9 Kernel Routinen
Dies ist kein standardisiertes Kapitel und wird geführt,
da der Quellcode des Linux Kernels frei verfügbar ist
und viele Leute an Änderungen des Kernels parallel
arbeiten.
SCHRIFTSÄTZE
Obwohl es mehrere willkürliche Konventionen für Manpages in der Welt
von UNIX gibt, beschreiben mehrere Hundert Linux-spezifische Manpages
unsere Standards:
Bei Funktionen werden die Argumente stets als kursiv definiert,
ebenso wie im Abschnitt ÜBERSICHT, alles andere der Funktion
wird im Halbfettdruck dargestellt:
int myfunction(int argc, char **argv);
Die Umsetzung der Anweisungen kann bei verschiedenen
Textprozessoren abweichen, wenn bestimmte Darstellungsarten wie
kursiv nicht im angegebenen Zeichensteuervorrat enthalten sind.
Es kann dann zu falschen Umsetzungen wie Unterstrichen oder
Halbfettdruck anstelle von kursiv kommen.
Dateinamen sind stets kursiv angegeben (z.B.
/usr/include/stdio.h), ausgenommen im Abschnitt ÜBERSICHT, wo
eingebundene Dateinamen im Halbfettdruck (z.B. #include
<stdio.h>). dargestellt werden.
Spezielle Makros, üblicherweise in Großbuchstaben, sind im
Halbfettdruck dargestellt, wie beispielsweise MAXINT).
Bei Auflistungen von Fehlercodes werden auch die Codes halbfett
dargestellt (diese Liste benutzt üblicherweise das Makro .TP ).
Verweise auf andere Manpages (oder auf das Thema der Manpage)
ist halbfett. Wenn eine Kapitelnummer für die Manpage angegeben
ist, wird diese normal ohne einschließende Leerzeichen
abgegeben, wie in man(7).
Die Kommandos, mit denen das Aussehen der Schrift angegeben
wird, sind:
.B Halbfettdruck
.BI halbfett, abwechselnd mit kursiv
.BR halbfett, abwechselnd mit Schrifttyp Roman
.I kursiv
.IB kursiv, abwechselnd mit halbfett
.IR kursiv, abwechselnd mit Schrifttyp Roman
.RB Roman, abwechselnd mit halbfett
.RI Roman, abwechselnd mit kursiv
.SB klein, abwechselnd mit halbfett
.SM klein
Traditionell darf ein Kommando bis zu sechs Argumente haben, doch die
GNU-Version scheint diese Begrenzung zu überschreiten. Argumente
werden durch Leerzeichen getrennt, doppelte Anführungszeichen können
verwendet werden, um Argumente anzugeben, die Leerzeichen beinhalten.
Alle Argumente werden hintereinander ohne die dazwischenliegenden
Leerzeichen ausgegeben, sodass beispielsweise mit dem Kommando .BR ein
Wort im Halbfettdruck, gefolgt von einem Wort in der Schrift Roman,
gefolgt von einem Wort im Halbfettdruck usw. dargestellt werden kann.
ABSCHNITTE
Abschnitte werden mit .SH begonnen, gefolgt vom Namen des Abschnittes.
Falls der Name Leerzeichen beinhaltet, sollte er von doppelten
Anführungszeichen eingeschlossen werden. Gebräuchliche Abschnittsnamen
sind: NAME, ÜBERSICHT, BESCHREIBUNG, OPTIONEN, DATEIEN, SIEHE AUCH,
DIAGNOSEN, BUGS und AUTOR. Der einzige benötigte Abschnitt ist NAME,
der eine einzeilige Beschreibung des Programms sein sollte:
.SH NAME
.B chess \- ein Schachspiel
Es ist überaus wichtig, dass dieses Format eingehalten wird, und dass
ein Backslash ’\’ vor dem Bindestrich nach dem Programmnamen steht.
Dieses Format wird vom Programm makewhatis(8) benutzt, um eine
Datenbank mit Kurzbeschreibungen der vorhandenen Kommandos aufzubauen,
die dann mit den Kommandos whatis(1) und apropos(1) abgefragt werden
können.
ANDERE MAKROS
Es gibt folgende weitere Makros:
.DT Voreingestellte Tabulatoren
.HP Beginn eines eingerückten Absatzes
.IP Beginn eines eingerückten Absatzes mit vorangestelltem Titel.
Ähnlich ist das Makro .TP, doch wird hier der Titel in der
selben Zeile angegeben und nicht in der folgenden. Titel.
.LP Äquivalent zu .PP
.PD Setzt den Abstand zwischen zwei Absätzen auf den Wert des
Arguments
.PP Start eines neuen Absatzes
.RE Ende eines eingerückten Absatzes
.RS Beginn eines eingerückten Absatzes
.SS Unterüberschriften (ähnlich wie .SH)
.TP Beginn eines Absatzes mit einer Überschrift. Die Überschrift
wird im Gegensatz zum Kommando .IP in der folgenden Zeile
angegeben. Dies ermöglicht Anweisungen zum Schriftstil in der
Überschrift.
DATEIEN
/usr/lib/groff/tmac/tmac.an
bzw.
/usr/share/groff/tmac/tmac.an
/usr/man/whatis
SIEHE AUCH
groff(1), man(1), whatis(1), apropos(1), makewhatis(8).