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dpkg-dev_1.14.20ubuntu6_all 
NAME
dpkg-buildpackage - baue Binär- oder Quellpakete aus Quellen
ÜBERSICHT
dpkg-buildpackage [Optionen]
BESCHREIBUNG
dpkg-buildpackage ist ein Steuerskript, das zu Automatisierung des
Bauens von Paketen verwendet werden kann.
OPTIONEN
-b Spezifiziert einen rein binären Bau, keine Quelldateien sollen
gebaut und/oder vertrieben (im Sinne von verteilen) werden.
-B Spezifiziert einen rein binären Bau, es werden auch keine
architekturunabhängigen Binärpaketdateien vertrieben.
-S Spezifiziert einen reinen Bau der Quellen, keine Binärpakete
müssen erstellt werden.
Die -sx Optionen steuern, ob das Original-Quellarchiv dem Upload
hinzugefügt wird, falls die Quellen erzeugt werden (d.h. -b or -B nicht
verwendet wurden).
-si Standardmäßig, oder falls angegeben wird, werden die
Originalquellen hinzugefügt, falls die Versionsnummer auf -0
oder -1 endet, d.h. der Debian-Revisionsanteil der
Versionsnummer 0 oder 1 ist.
-sa Erzwingt die Hinzunahme der Originalquellen.
-sd Erzwingt den Ausschluss der Originalquellen und fügt nur den
Diff hinzu.
-aArchitektur
Spezifiziert die Debian-Architektur, für die gebaut wird. Die
Architektur der Maschine, auf der gebaut wird, wird automatisch
bestimmt, und ist auch die Voreinstellung für die
Gastgebermaschine (»host machine«).
Falls sich die Host-Architektur von der Bau-Architektur
unterscheidet (wie diese bei Cross-Kompilierung der Fall ist)
und falls die Umgebungsvariable PKG_CONFIG_LIBDIR nicht gesetzt
ist, dann wird sie auf einen Wert gesetzt, der für
Cross-Kompilierung geeignet ist
(»/usr/gnu-system-type/lib/pkgconfig/:/usr/share/pkgconfig«).
-tGNU-Systemtyp
Spezifiziere den GNU-Systemtyp, für den wir bauen. Er kann
anstelle von -a oder als Ergänzung verwandt werden, um den
Standard GNU-Systemtyp der Ziel-Debian-Architektur zu
überschreiben.
-jAufträge
Anzahl an Aufträgen, die simultan laufen dürfen, äquivalent zu
der Option von make(1) mit dem gleichen Namen. Fügt sich selbst
zu der Umgebungsvariablen MAKEFLAGS hinzu, was dazu führen
sollte, dass alle folgenden Aufrufe von make diese Option erben
werden. Fügt auch parallel=Aufträge zu der Umgebungsvariablen
DEB_BUILD_OPTIONS hinzu, was es debian/rules-Dateien erlaubt,
diese Information für eigene Zwecke zu verwenden. Der Eintrag
parallel=Aufträge in der Umgebungsvariablen DEB_BUILD_OPTIONS
überschreibt den Wert von -j, falls diese Option angegeben ist.
-vVersion
Verwende »changelog«-Informationen von allen Versionen, die
strikt neuer als Version sind.
-CÄnderungsbeschreibung
Lese die Beschreibung der Änderungen aus der Datei
Änderungsbeschreibung anstatt die Informationen aus dem
changelog-Datei des Quellbaums zu verwenden.
-mBetreueradresse
Verwende Betreueradresse als Namen und E-Mail-Adresse des
Betreuers dieses Paketes, anstatt die Informationen aus der
»control«-Datei des Quellbaums zu verwenden.
-eBetreueradresse
Verwende Betreueradresse als Namen und E-Mail-Adresse des
Betreuers für diesen Upload, anstatt die Informationen aus dem
»changelog« des Quellbaums zu verwenden.
-D Überprüfe Bauabhängigkeiten und -konflikte; Abbruch falls nicht
erfüllt.
-d Überprüfe Bauabhängigkeiten und -konflikte nicht.
-E Verwandle bestimme Warnungen in Fehler. Nur dpkg-source
verwendet dies, aber dpkg-buildpackage erkennt es und leitet es
an dpkg-source weiter.
-W Verneint ein vorher gesetzte -E. Nur dpkg-source verwendet dies,
aber dpkg-buildpackage erkennt es und leitet es an dpkg-source
weiter.
-nc Den Quellbaum nicht säubern (impliziert -b).
-tc Den Quellbaum säubern (verwendet root-werde-Befehl debian/rules
clean) nachdem das Paket gebaut wurde.
-rroot-werde-Befehl
Wenn dpkg-buildpackage einen Teil des Bauprozesses als Root
ausführen muss, stellt es dem auszführenden Befehl den
root-werde-Befehl voran, falls dieser angegeben wurde.
Andernfalls wird standardmäßig fakeroot verwendet, falls es
vorhanden ist. Der root-werde-Befehl sollte der Name des
Programmes im PATH sein und wird als Argumente den Namen des
wirklich auszuführenden Befehles und dessen Argumente erhalten.
root-werde-Befehl kann Parameter enthalten (die durch
Leerzeichen voneinander getrennt sein müssen), aber keine
Shell-Metazeichen. Typischerweise ist der root-werde-Befehl
fakeroot, sudo, super oder really. su ist nicht geeignet, da es
nur die Shell des Benutzers mit -c aufrufen kann, anstatt
Argumente individuell zur Ausführung des Programms zu übergeben.
-Rrules-Datei
Der Bau eines Debian-Pakets erfolgt gewöhnlich durch Aufruf von
debian/rules als ein Befehl mit mehreren Standardparametern. Mit
dieser Option ist es möglich, einen anderen Programmaufruf zum
Bau des Paketes zu verwenden (es können durch Leerzeichen
getrennte Parameter angegeben werden). Alternativ kann die
Standard-debian/rules-Datei mit einem anderen Make-Programm
ausgeführt werden (zum Beispiel durch die Verwendung von
/usr/local/bin/make -f debian/rules als rules-Datei).
-psignier-Befehl
Wenn dpkg-buildpackage GPG oder PGP zum Signieren einer
Quellsteuerdatei ((.dsc)) oder einer .changes-Datei benötigt,
wird es statt pgp den signier-Befehl ausführen (und dabei falls
notwendig den PATH durchsuchen). Falls signier-Befehl seine
Argumente im GPG- statt im PGP-Stil verlangt, sollten Sie die
-sgpg-Option verwenden. signier-Befehl sollte keine Leerzeichen
oder andere Metazeichen der Shell enthalten.
-kSchlüssel-id
Geben Sie die Schlüssel-ID zur Signatur von Paketen an.
-us Das Quellpaket nicht signieren.
-uc Die .changes-Datei nicht signieren.
-i[Regexp]
Wird unverändert an dpkg-source weitergegeben.
-I[Muster]
Wird unverändert an dpkg-source weitergegeben. Kann mehrfach
wiederholt werden.
-s[nsAkurKUR]
Wird unverändert an dpkg-source weitergegeben.
-z, -Z Wird unverändert an dpkg-source weitergegeben.
--admindir=Verz
Ändert den Ablageort der dpkg-Datenbank. Der Standardort ist
/var/lib/dpkg.
-h, --help
Zeige den Bedienungshinweis und beende.
--version
Gebe die Version aus und beende sich.
UMGEBUNG
Eine Reihe von Umgebungsvariablen für Einstellungen der Optionen des
Compilers und Linkers werden auf Standardwerte gesetzt, falls sie noch
nicht in der Umgebung gesetzt werden. Beachten Sie, dass dieser
Mechanismus erst in dpkg-dev Version 1.14.17 eingeführt wurde und noch
nicht alle rules-Dateien und Bauwerkzeuge diese Variablen
berücksichtigen.
CFLAGS Optimierungs-Optionen, die an das Debian-Bausystem weitergegeben
und vom Paketbausystem bei Bedarf überschrieben werden
können/sollten (Vorgabewert: -g -O2 oder -g -O0 falls noopt in
DEB_BUILD_OPTIONS angegeben ist). Das Überschreiben der Optionen
kann dazu verwendet werden, explizit eine höhere
Optimierungsstufe zu setzen oder um Compiler-Fehler zu umgehen,
die nur bei einigen Optimierungsstufen auftreten (die letzte
Optimierungsstufe »gewinnt«).
CFLAGS_APPEND
Optimierungsoptionen, die an die Compiler-Schalter angehängt
werden, die nicht vom Paket überschrieben werden dürfen
(hauptsächlich zum Testen). Standardmäßig leer.
CXXFLAGS
Identisch zu CFLAGS für C++-Quellen.
CXXFLAGS_APPEND
Identisch zu CFLAGS_APPEND für C++-Quellen.
FFLAGS Identisch zu CFLAGS für Fortran-Quellen.
FFLAGS_APPEND
Identisch zu CFLAGS_APPEND für Fortran-Quellen.
CPPFLAGS
Präprozessor-Schalter, die an das Debian-Bausystem weitergegeben
und vom Paketbausystem bei Bedarf überschrieben werden
können/sollten (Vorgabewert: leer). Dieses Makro wird selten
benutzt (die meisten Bausysteme verwenden einfach CFLAGS statt
CPPFLAGS).
CPPFLAGS_APPEND
Präprozessor-Schalter, die an die Präprozessor-Schalter
angehängt werden, die nicht vom Paket überschrieben werden
dürfen (hauptsächlich zum Testen). Standardmäßig leer.
LDFLAGS
Optionen die beim Linken von Programmen oder
Laufzeitbibliotheken an den Compiler weitergegeben werden (falls
der Linker direkt aufgerufen wird, müssen -Wl und , aus diesen
Optionen entfernt werden. Standardmäßig leer.
LDFLAGS_APPEND
Optimierungs-Optionen, die an den Compiler beim Linken von Code
angehängt werden und die nicht vom Paket überschrieben werden
dürfen (hauptsächlich zum Testen). Standardmäßig leer.
FEHLER
Es sollte möglich sein, Leerzeichen und Metazeichen der Shell in und
Anfangsargumente für root-werde-Befehl und signier-Befehl anzugeben.
ÜBERSETZUNG
Die deutsche Übersetzung wurde 2004, 2006-2008 von Helge Kreutzmann
<debian@helgefjell.de>, 2007 von Florian Rehnisch <eixman@gmx.de> und
2008 von Sven Joachim <svenjoac@gmx.de> angefertigt. Diese Übersetzung
ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License
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SIEHE AUCH
dpkg-source(1), dpkg-architecture(1), dpkg-genchanges(1), gpg(1),
pgp(1).
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Copyright (C) 2000 Wichert Akkerman
Copyright (C) 2007 Frank Lichtenheld
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