Provided by: login_4.1.1-1ubuntu1_i386 bug

NAME

       login - startet eine Sitzung auf dem System

SYNOPSIS

       login [-p] [Benutzername] [ENV=VAR...]

       login [-p] [-h Host] [-f Benutzername]

       login [-p] -r Host

BESCHREIBUNG

       Das Programm login wird verwendet, um eine neue Sitzung auf dem System
       zu starten. Es wird normalerweise automatisch als Antwort auf den
       login:-Prompt auf dem Terminal des Benutzers ausgeführt.  login kann
       von der Shell besonders behandelt werden und kann nicht als Subprozess
       gestartet werden. Typischerweise wird login von der Shell als exec
       login behandelt, so dass der Benutzer die aktuelle Shell verlassen
       muss. Der Versuch, von einer Shell außer der Login-Shell login
       auszuführen, wird eine Fehlermeldung erzeugen.

       Falls erforderlich, wird der Benutzer anschließend nach einem Passwort
       gefragt. Dieses wird während der Eingabe nicht angezeigt. Es sind nur
       eine kleine Anzahl von Anmeldeversuchen zulässig, ehe login abbricht
       und die Kommunikation getrennt wird.

       Falls der Passwortverfall für Ihr Konto aktiviert wurde, kann es sein,
       dass Sie vor der weiteren Nutzung nach einem neuen Passwort gefragt
       werden. Sie müssen Ihr altes und neues Passwort angegeben, bevor
       fortgefahren werden kann. In der Dokumentation zu passwd(1) finden sich
       weitere Informationen.

       Nach einer erfolgreichen Anmeldung werden Ihnen Systemmeldungen
       präsentiert, sowie das Vorhandensein von Mails angezeigt. Die Anzeige
       der systemweiten Nachrichtendatei /etc/motd kann abgeschaltet werden,
       indem im Login-Verzeichnis eine leere Datei .hushlogin angelegt wird.
       Je nach Zustand der Mailbox des Benutzers ist die Mailnachricht
       entweder "Sie haben neue Mails.", "Sie haben Mails." oder "Keine
       Mails.".

       Die Benutzer- und Gruppen-IDs werden gemäß den Werten in /etc/passwd
       gesetzt. Die Werte für $HOME, $SHELL, $PATH, $LOGNAME und $MAIL werden
       ebenfalls entsprechend den Feldern im Passworteintrag gesetzt. Werte
       für ulimit, umask und nice können ebenfalls gemäß den Werten im
       GECOS-Feld gesetzt werden.

       Bei einigen Installationen wird anfänglich die Umgebungsvariable $TERM
       entsprechend dem Terminaltyp Ihrer tty-Zeile, wie sie in /etc/ttytype
       angegeben ist, gesetzt.

       Ein Initialisierungsskript für Ihren Befehls-Interpreter kann auch
       ausgeführt werden. Sehen Sie bitte in den entsprechenden Handbuchseiten
       für weitere Informationen darüber nach.

       Eine Subsystem-Anmeldung wird durch einen "*" als erstes Zeichen der
       Login-Shell gekennzeichnet. Das angegebene Home-Verzeichnis wird als
       Wurzel für das Dateisystem verwendet, auf welchem der Benutzer
       tatsächlich angemeldet ist.

       Es liegt NICHT in der Verantwortung von login, Benutzer aus der
       utmp-Datei zu entfernen. Sowohl getty(8) als auch init(8) sind dafür
       zuständig, die offenkundige Eigentümerschaft einer Terminalsitzung
       aufzuräumen. Falls Sie login von der Shell ohne exec verwenden, wird
       der Benutzer, den Sie verwenden, weiterhin als angemeldet erscheinen,
       obwohl Sie die Subsitzung abgemeldet haben.

OPTIONEN

       -f
           Keine Authentifizierung durchführen, Benutzer ist bereits
           angemeldet.

       -h
           Name des entfernten Rechners für die Anmeldung.

       -p
           Behalte die Umgebungseinstellungen bei.

       -r
           Führe das Autologin-Protokoll für rlogin aus.

       Die Optionen -r, -h und -f können nur verwendet werden, wenn login von
       Root ausgeführt wird.

WARNUNGEN

       Diese Version von login hat viele Optionen für die Kompilierung, davon
       sind eventuell nur einige auf bestimmten Systemen in Gebrauch.

       Der Ort der Konfigurationsdateien kann entsprechend der
       Systemkonfiguration abweichen.

       Es liegt NICHT in der Verantwortung von login, Benutzer aus der
       utmp-Datei zu entfernen. Sowohl getty(8) als auch init(8) sind dafür
       zuständig, die offenkundige Eigentümerschaft einer Terminalsitzung
       aufzuräumen. Falls Sie login von der Shell ohne exec verwenden, wird
       der Benutzer, den Sie verwenden, weiterhin als angemeldet erscheinen,
       obwohl Sie die Subsitzung abgemeldet haben.

       As with any program, login´s appearance can be faked. If non-trusted
       users have physical access to a machine, an attacker could use this to
       obtain the password of the next person coming to sit in front of the
       machine. Under Linux, the SAK mechanism can be used by users to
       initiate a trusted path and prevent this kind of attack.

CONFIGURATION

       The following configuration variables in /etc/login.defs change the
       behavior of this tool:

       CONSOLE_GROUPS (string)
           List of groups to add to the user´s supplementary group set when
           logging in on the console (as determined by the CONSOLE setting).
           Default is none.

           Use with caution - it is possible for users to gain permanent
           access to these groups, even when not logged in on the console.

       DEFAULT_HOME (boolean)
           Indicate if login is allowed if we can´t cd to the home directory.
           Default in no.

           If set to yes, the user will login in the root (/) directory if it
           is not possible to cd to her home directory.

       ENV_PATH (string)
           If set, it will be used to define the PATH environment variable
           when a regular user login. The value can be preceded by PATH=, or a
           colon separated list of paths (for example /bin:/usr/bin). The
           default value is PATH=/bin:/usr/bin.

       ENV_SUPATH (string)
           If set, it will be used to define the PATH environment variable
           when the superuser login. The value can be preceded by PATH=, or a
           colon separated list of paths (for example
           /sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin). The default value is
           PATH=/bin:/usr/bin.

       ERASECHAR (number)
           Terminal ERASE character (010 = backspace, 0177 = DEL).

           The value can be prefixed "0" for an octal value, or "0x" for an
           hexadecimal value.

       FAIL_DELAY (number)
           Delay in seconds before being allowed another attempt after a login
           failure.

       FAKE_SHELL (string)
           If set, login will execute this shell instead of the users´ shell
           specified in /etc/passwd.

       HUSHLOGIN_FILE (string)
           If defined, this file can inhibit all the usual chatter during the
           login sequence. If a full pathname is specified, then hushed mode
           will be enabled if the user´s name or shell are found in the file.
           If not a full pathname, then hushed mode will be enabled if the
           file exists in the user´s home directory.

       KILLCHAR (number)
           Terminal KILL character (025 = CTRL/U).

           The value can be prefixed "0" for an octal value, or "0x" for an
           hexadecimal value.

       LOGIN_RETRIES (number)
           Maximum number of login retries in case of bad password.

           This will most likely be overriden by PAM, since the default
           pam_unix module has it´s own built in of 3 retries. However, this
           is a safe fallback in case you are using an authentication module
           that does not enforce PAM_MAXTRIES.

       LOGIN_TIMEOUT (number)
           Max time in seconds for login.

       LOG_OK_LOGINS (boolean)
           Enable logging of successful logins.

       LOG_UNKFAIL_ENAB (boolean)
           Enable display of unknown usernames when login failures are
           recorded.

           Note: logging unknown usernames may be a security issue if an user
           enter her password instead of her login name.

       TTYGROUP (string), TTYPERM (string)
           The terminal permissions: the login tty will be owned by the
           TTYGROUP group, and the permissions will be set to TTYPERM.

           By default, the ownership of the terminal is set to the user´s
           primary group and the permissions are set to 0600.

           TTYGROUP can be either the name of a group or a numeric group
           identifier.

           If you have a write program which is "setgid" to a special group
           which owns the terminals, define TTYGROUP to the group number and
           TTYPERM to 0620. Otherwise leave TTYGROUP commented out and assign
           TTYPERM to either 622 or 600.

       TTYTYPE_FILE (string)
           If defined, file which maps tty line to TERM environment parameter.
           Each line of the file is in a format something like "vt100 tty01".

       USERGROUPS_ENAB (boolean)

DATEIEN

       /var/run/utmp
           Liste der aktuellen Login-Sitzungen.

       /var/log/wtmp
           Liste der vorangegangenen Login-Sitzungen

       /etc/passwd
           Informationen zu den Benutzerkonten.

       /etc/shadow
           Verschlüsselte Informationen zu den Benutzerkonten.

       /etc/motd
           Datei mit der Systemmeldung des Tages.

       /etc/nologin
           Verhindert, dass sich Benutzer außer Root anmelden.

       /etc/ttytype
           Liste der Terminaltypen.

       $HOME/.hushlogin
           Unterdrückt die Ausgabe von Systemnachrichten.

SIEHE AUCH

       mail(1), passwd(1), sh(1), su(1), login.defs(5), nologin(5), passwd(5),
       securetty(5), getty(8).