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man-db_2.5.2-2_i386 
NAME
man - Programm zum Einsehen der Online-Manuale
SYNTAX
man [-acdhwutZV] [-m System[,...]] [-L locale] [-p Zeichenkette] [-M
Pfad] [-P Pager] [-r Prompt] [-T Format] [-S Liste] [-e Erweiterung]
[[Abschnitt] Seite ...] ...
man -l [-tZ] [-p Zeichenkette] [-P Pager] [-r Prompt] [-T Format] Datei
...
man -k Schlüsselwort ...
man -f Seite ...
BESCHREIBUNG
man ist der Manualbrowser des Systems. Jedes Argument Seite ist
normalerweise der Name eines Programmes oder einer Funktion. Gefunden
und angezeigt wird die Manualseite, die auf alle Argumente paßt. Wenn
ein Abschnitt angegeben wird, sucht man nur in diesem Abschnitt der
Manualseiten. Ohne Angabe eine explizite Angabe werden alle verfügbaren
Abschnitte in einer vorher definierten Reihenfolge durchsucht. Wenn
die Seite in mehreren Abschnitten vorkommt, wird nur die jeweils erste
Seite angezeigt, die gefunden wird.
Die folgende Tabelle zeigt die Nummern der Abschnitte der Manualseiten
gefolgt vom Typ der dort zu findenden Seiten.
1 Ausführbare Programme oder Shellbefehle
2 Systemaufrufe (Kernelfunktionen)
3 Bibliotheksaufrufe (Funktionen in System-Bibliotheken)
4 Spezielle Dateien (gewöhnlich in /dev)
5 Dateiformate und Konventionen, z. B. /etc/passwd
6 Spiele
7 Makropakete und Konventionen, z. B. man(7), groff(7)
8 Systemadministrationsbefehle (in der Regel nur für root)
9 Kernelroutinen [Nicht Standard]
n neu [veraltet]
l lokal [veraltet]
p öffentlich [veraltet]
o alt [veraltet]
Eine Manualseite besteht aus mehreren Teilen. Die üblichen
Bezeichnungen sind u. a. NAME, SYNTAX, BESCHREIBUNG, OPTIONEN,
DATEIEN, SIEHE AUCH, FEHLER, und AUTOR.
Die folgenden Konventionen gelten für den Abschnitt SYNTAX und können
für andere Abschnitte als Anleitung benutzt werden.
bold text Literale Angaben wie in der Anzeige.
italic text Ersetzen durch passendes Argument.
[-abc] Ein oder mehrere Argumente innerhalb der [ ] sind optional.
-a|-b Optionen, die durch | abgegrenzt sind, können nicht zusammen benutzt werden.
Argument ... Argument kann wiederholt werden.
[Ausdruck] ... gesamter Ausdruck innerhalb [ ] kann wiederholt werden.
Die Befehls- oder Funktionsbeispiele sind Muster, die auf alle
möglichen Aufrufe passen sollten. In manchen Fällen ist es ratsam, die
verschiedenen sich ausschließenden Aufrufe zu illustrieren, wie es im
SYNTAX Abschnitt dieser Manualseite gezeigt ist.
BEISPIELE
man ls
zeigt die Manualseite für das Programm ls an.
man -a intro
zeigt alle vorhandenen intro Manualseiten an. Mit (q)uit ist es
möglich, das aufeinanderfolgendende Anzeigen der Seiten abzubrechen
oder mit (s)kip eine Seite zu überspringen.
man -t alias | lpr -Pps
Formatiert die Manualseite, die sich auf alias bezieht, in das
Default troff oder groff Format und schickt es an den Drucker ps.
Die Defaultausgabe für groff ist Postscript. Das Default für troff
- ditroff, benötigt weitere Bearbeitung durch grops, bevor es von
einem Postscriptdrucker gedruckt werden kann. man --help sollte zu
bestimmen helfen, welcher Prozessor an die -t Option gebunden ist.
man -l -Tdvi ./foo.1x.gz > ./foo.1x.dvi
Dieser Befehl formatiert die komprimierte nroff-Manualseite
./foo.1x.gz in eine device independent (dvi) Datei. Diese Datei
wird zuerst dekomprimiert, bevor sie durch passende Filter und
Programme bearbeitet wird. Die Umlenkung ist notwendig, da die -T
Option die Ausgabe unformatiert an die Standardausgabe schickt. Die
Ausgabe kann mit einem Programm wie xdvi betrachtet oder mit einem
Programm wie dvips in Postscript weiterverarbeitet werden.
man -k printf
Sucht die Kurzbeschreibungen und die Namen der Manualseiten zum
Schlüsselwort printf und gibt alle Treffer aus.
man -f smail
Sucht die Manualseiten, die sich auf smail beziehen und gibt alle
gefundenen Kurzbeschreibungen aus.
UEBERSICHT
Um dem Benutzer eine größtmögliche Flexibilität zu bieten, sind in man
viele Optionen verfügbar. Veränderungen können am Suchpfad, in der
Reihenfolge der Abschnitte oder am Ausgabeprozessor vorgenommen werden.
Andere Verhaltensweisen und Operationen sind weiter unten beschrieben.
Um die Arbeitsweise von man zu bestimmen, werden verschiedene
Umgebungsvariablen benutzt. Mit dieser Version ist es möglich, die
Variable $MANOPT auf einen Ausdruck im Kommandozeilenformat zu setzen.
Es gibt folgende Ausnahme: Da jede Option in $MANOPT von Leerzeichen
eingeschlossen ist, müssen Leerzeichen, die Teil eines Argumentes sind,
gequotet werden. man bearbeitet diese Variable vor der eigenen
Kommandozeile. Die Optionen, die ein Argument benötigen, können durch
die gleichen Optionen in der Kommandozeile überschrieben werden. Um
alle Optionen zurückzusetzen, die in $MANOPT gesetzt werden, kann -D
als initiale Kommandozeilen-Option angegeben werden. Dies erlaubt man
alle Optionen zu ‘überschreiben’, die in $MANOPT gesetzt werden, obwohl
diese weiterhin gelten. Damit wird die größtmögliche Flexibilität für
einen Benutzer erzeugt, der man auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen
will, ohne zahllose Optionen bei der Suche einer Manualseite
einzugeben.
Die Hilfsprogramme, die im man-db- Paket zusammengefaßt sind, machen
umfassenden Gebrauch von Indexdatenbanken. Diese Zwischenspeicher
enthalten Informationen über den Ort und die zugehörige whatis
Information (einzeilige Kurzbeschreibung der Manualseite), sowie
darüber, wo sich eine Manualseite im Dateisystem befindet. Eine Aufgabe
von man ist die Konsistenzsicherung der Datenbank. Die Datenbanken
verhindern die Notwendigkeit einer manuellen Bearbeitung zur
Aktualisierung der whatis- Textdatenbank und erlauben man schneller zu
arbeiten, als bei der Suche nach der passenden Manualseite im gesamten
Dateisystem.
Wenn man keine von mandb erstellte Indexdatenbank zu einer speziellen
Manualhierarchie finden kann, wird dennoch nach der gewünschten
Manualseite gesucht. In diesem Fall ist es jedoch wieder nötig, nach
der alten Methode alle in Frage kommenden Verzeichnisse zu durchsuchen
(sog. globbing). Wenn whatis oder apropos keine Indexdatenbank finden
können, versucht es die Information aus der whatis- Datenbank zu
beziehen. Auch anwenderspezifische Manualhierarchien werden während
der Benutzung in Indexdatenbanken zusammengefaßt.
Die Hilfsprogramme unterstützen komprimierte nroff-Quelldateien, die
normalerweise die Erweiterung .Z, .z oder .gz besitzen. Jede andere
Erweiterung kann unterstützt werden, wenn sie zur Übersetzungszeit
bekannt ist. Als Default werden alle cat-Seiten mit gzip komprimiert.
Jede globale Manualhierarchie wie /usr/man oder /usr/X11R6/man kann
jedes Verzeichnis als cat-Seiten-Hierarchie besitzen. Üblicherweise
werden cat-Seiten unter der gleichen Hierarchie wie die Manualseiten
gespeichert. Allerdings kann es aus Gründen, die im Linux File System
Standard (FSSTND) erläutert sind, besser sein, sie an anderer Stelle zu
speichern. Details, wann dies der Fall ist, beschreibt manpath(5).
Für Details, warum dies empfohlen wird, siehe den Linux File System
Standard (FSSTND).
Dieses Paket unterstützt internationale Anpassungen (sog. NLS-Support,
Native Language Support). Durch den Gebrauch von locale Funktionen ist
es möglich, Manualseiten der Landessprache zu verwalten, wenn sie auf
dem System vorhanden sind. Um diese Unterstützung zu aktivieren, muß
man entweder in $LC_MESSAGES, $LANG oder anderen systemabhängigen
Umgebungsvariablen die gewünschte Sprache einstellen. Die Sprache wird
normalerweise in dem durch POSIX 1003.1 definierten Format angegeben:
<Sprache>[_<Region>[.<Zeichensatz>[,<Version>]]]
Wenn die angeforderte Seite in der locale vorhanden ist, wird sie
anstelle der Standardseite (normalerweise in amerikanischem Englisch)
angezeigt. Darüber hinaus werden auch Sammlungen von landessprachlichen
Systemmeldungen unterstützt und auf dieselbe Weise aktiviert -
ebenfalls unter der Vorraussetzung, daß die übersetzten Meldungen
vorliegen. Wer diese Manualseiten und die Ausgaben der Hilfsprogramme
gerne in seiner Landessprache hätte, aber diese nicht vorfindet, ist
aufgefordert, eine Übersetzung anzufertigen und sie dem Autor
zuzusenden, damit spätere Versionen davon profitieren können.
Die anderen Eigenschaften und Erweiterungen von man sind in den
beiliegenden Dokumenten beschrieben. Einen umfassenden Einblick in die
mandb zugrundeliegenden Konzepte sind in der Dokumentation man-db-2.3 -
the database cached manual pager suite beschrieben. Die Dokumentation
sollte auf denselben Server wie das mandb- Paket selbst zu finden sein.
NORMALEINSTELLUNGEN
man sucht nach der gewüschten Manualseite in der Indexdatenbank. Wenn
die Suche fehlschlägt, wird ein Konsistenztest durchgeführt, um die
korrekte Wiedergabe des Dateisystems zu sichern. Nachdem die
Datenbanken erzeugt wurden, ist es i. A. nicht notwendig, mandb zu
starten, es sei denn, die Datenbank wurde verfälscht.
Wenn eine Manualseite gefunden wurde, wird getestet, ob dazu bereits
eine vorformatierte cat-Seite existiert und diese neuer als die nroff-
Datei ist. In diesem Fall wird die vorformatierte Datei dekomprimiert
und mit einem Browser angezeigt. Die Auswahl des Browsers kann auf
unterschiedliche Weise erfolgen (für Details siehe -P Option). Wenn
keine cat-Seite gefunden wird oder wenn sie älter als die nroff-Datei
ist, wird die nroff-Datei durch diverse Programme gefiltert und
entweder sofort angezeigt oder zuerst als komprimierte cat-Datei
gespeichert und dann angezeigt.
Eine cat-Datei wird erzeugt, wenn ein relatives cat-Verzeichnis
existiert und man dort das Schreibrecht hat.
Die Filter werden in mehreren Schritten zusammengestellt: Zuerst wird
die Kommandozeilen-Option -p oder die Umgebungsvariable $MANROFFSEQ
untersucht. Wenn -p nicht benutzt wird und die Umgebungsvariable nicht
gesetzt ist, wird die Anfangszeile der nroff-Datei nach einer
Zeichenkette für den Präprozessor untersucht. Eine solche Präprozessor-
Zeichenkette muß folgendes Aussehen haben:
â€â€™\" <Zeichenkette>
wobei Zeichenkette jede Kombination von Buchstaben sein kann, die unter
Option -p weiter unten beschrieben sind.
Wenn keine der obigen Methoden eine Filter-Information enthält, wird
tbl als Default verwendet.
Als primärer Formatierer wird entweder nroff, troff oder groff
gestartet.
OPTIONEN
Eine Argumentoption, die entweder in der Kommandozeile, in $MANOPT oder
in beiden doppelt vorkommt , ist nicht schädlich. Für Optionen, die ein
Argument benötigen, überschreibt jedes Duplikat den vorhergehenden
Wert.
-l, --local-file
Aktiviert den lokalen Modus. Formatiert und zeigt lokale
Manualdateien an, anstatt die System-Manualsammlung zu
durchsuchen. Jedes Manualseiten-Argument wird als nroff-Quelle
im richtigen Format interpretiert. Komprimierte nroff-
Quelldateien mit einer unterstützten Kompressions-Erweiterung
werden von man dekomprimiert, bevor sie über den üblichen Filter
angezeigt werden. Es wird keine cat-Datei erzeugt. Wenn eines
der Argumente ‘-’ ist, wird die Eingabe von der Standardeingabe
übernommen.
-L locale, --locale=locale
Normalerweise bestimmt man die aktuelle locale durch einen
Aufruf der C Funktion setlocale (3), die diverse
Umgebungsvariablen, darunter u. U. $LC_MESSAGES und $LANG
untersucht. Diese Funktion kann dazu verwendet werden,
kurzzeitig den so gefundenen Wert zu überschreiben. Dazu kann
diese Option mit einer Zeichenkette, die die temporäre locale
enthält, angegeben werden. Man beachte, daß dieser Effekt erst
beim konkreten Suchen der Seite in Erscheinung tritt. Daher
werden Ausgaben wie die Hilfeseite immer in der ursprünglichen
Sprache ausgegeben.
-D, --default
Diese Option wird normalerweise nur als allererste angegeben und
setzt das Verhalten von man in allen Belangen wieder zum
Normalverhalten zurück. Der Zweck dieser Option ist es, Optionen
wieder rückgängig zu machen, die bereits in der
Umgebungsvariable $MANOPT gesetzt sind. Alle Optionen, die -D
folgen, haben wieder ihren gewohnten Effekt.
-M Pfad, --manpath=Pfad
Ermöglicht es, einen alternativen Manualpfad anzugeben.
Normalerweise verwendet man dieselben Methoden wie in manpath,
um den Suchpfad zu ermitteln. Diese Option überschreibt die
Umgebungsvariable $MANPATH.
-P Pager, --pager=Pager
Gibt an, welcher Pager verwendet wird. Die Normaleinstellung ist
pager-s. Diese Option überschreibt die Umgebungsvariable $PAGER
und wird nicht in Zusammenhang mit -f oder -k verwendet.
-r Prompt, --prompt=Prompt
Wenn eine hinreichend neue Version von less als Pager verwendet
wird, versucht man dort einige sinnvolle Optionen zu setzen. Die
Eingabeaufforderung in der letzten Zeile sieht in dem Fall so
aus:
Manual page name(sec) line x,
wobei name die Manualseite bezeichnet, die gerade angezeigt
wird, sec der Abschnitt ist, in dem sie gefunden wurde, und x
die aktuelle Zeilennummer ist. Diese Anzeige wird durch
Verwendung der Umgebungsvariable $LESS erreicht. Man beachte,
daß einzelne Bezeichnungen sich bei der Verwendung von
landessprachlichen Meldungen ändern können. Die Option -r
ermöglicht es, durch Angabe einer Formatierungszeichenkette, das
Ausgabeformat selbst zu bestimmen. Wenn diese Zeichenkette
$MAN_PN enthält, wird dieser Text durch den Namen der
Manualseite gefolgt von der Abschnittsnummer in runden Klammern
ersetzt. Die Zeichenkette, die im Normalfall verwendet wird ist:
\ Manual\ page\ \$MAN_PN\ ?ltline\ %lt?L/%L.:
byte\ %bB?s/%s..?\ (END):?pB %pB\\%..
Die zweizeilige Darstellung wurde nur der besseren Lesbarkeit
wegen gewählt. Nähere Informationen liefert less(1). Da die
Zeichenkette zuerst vom Kommandointerpreter ausgewertet wird,
müssen entsprechende Zeichen durch einen Backslash geschützt
werden. Weitere Optionen für less können nach einem geschützten
$ am Ende der Zeichenkette hinzugefügt werden. Der Default ist
hier -ix8.
-S Liste, --sections=Liste
Eine durch Doppelpunkte getrennte Liste von Abschnitten
definiert bei Benutzung dieser Option die Reihenfolge, in der
die Abschnitte durchsucht werden. Diese Option überschreibt die
Umgebungsvariable $MANSECT.
-a, --all
Wird eine Manualseite in einem Abschnitt gefunden, so terminiert
man nach Anzeige dieser Seite. Wird jedoch diese Option
angegeben, so werden alle passenden Manualseiten nacheinander
angezeigt.
-c, --catman
Diese Option überprüft nur, ob die zur angegebenen Manualseite
passende cat-Seite aktuell ist und erzeugt ggf. eine neue. Es
wird dabei nichts angezeigt.
-d, --debug
Bei dieser Option werden keine Manualseiten angezeigt, sondern
nur eine Menge von Diagnoseinformation.
-e Erweiterung, --extension=Erweiterung
Einige Systeme enthalten große Pakete an Manualseiten, wie z. B.
in dem Tcl Paket, die in die normalen Manualabschnitte
integriert werden. Um beispielsweise das Problem zweier
unterschiedlicher Manualseiten mit gleichem Namen, wie exit(3),
zu lösen, wurden früher alle Tcl Seiten dem Abschnitt l
zugeordnet. Dieses erwies sich als keine gute Lösung. Bei dieser
Version von man ist es möglich, die Seiten in die richtigen
Abschnitte einzuordnen und ihrem Seitennamen eine spezifische
Erweiterung, hier z. B. exit(3tcl) anzuhängen. Unter normalen
Umständen zeigt man bevorzugt exit(3) gegenüber exit(3tcl) an.
Um dieses Verhalten umzukehren, ist man die Zeichenkette
Erweiterung zu übergeben, die angibt, in welchem Paket die
Manualseite zu finden ist. Im obigen Fall beschränkt man seine
Suche auf Seiten mit der Erweiterung *tcl, wenn es mit -e tcl
aufgerufen wurde. Die Suche wird dabei in allen Abschnitten
durchgeführt.
-f, --whatis
Diese Option ist das Äquivalent zu whatis. Es wird eine
Kurzbeschreibung der gewünschten Manualseite angezeigt, wenn sie
gefunden wurde. Zu Details siehe whatis(1). Mit dieser Option
ist nur eine Standardsuche möglich. Verbesserte
Suchmöglichkeiten bieten die Optionen von whatis.
-k, --apropos
Diese Option ist das Äquivalent zu apropos. Es werden die
Kurzbeschreibungen zu allen Manualseiten nach dem angegebenen
Stichwort durchsucht. Zu Details siehe apropos(1). Mit dieser
Option ist nur eine Standardsuche möglich. Verbesserte
Suchmöglichkeiten bieten die Optionen von apropos.
-m System[,...], --systems=System[,...]
Wenn auch Manualseiten von einem anderen Betriebssystem
installiert sind, so kann auf sie mit dieser Option zugegriffen
werden. Um beispielsweise die Manualseiten von NewOS zu
durchsuchen, muß -m NewOS angegeben werden.
Das angegebene System kann eine durch Kommata abgetrennte
Aufzählung von Betriebssystemnamen sein. Die normalen Seiten
werden durch den Betriebssystemnamen man angesprochen. Diese
Option überschreibt die Umgebungsvariable $SYSTEM.
-p Zeichenkette, --preprocessor=Zeichenkette
Diese Option gibt die Reihenfolge an, in der die Präprozessoren
vor nroff oder troff/groff abgearbeitet werden. Nicht alle
Installationen haben notwendigerweise alle Präprozessoren.
Einige der Präprozessoren und die Zeichen, um sie zu
repräsentieren, sind: eqn (e), grap (g), pic (p), tbl (t),
vgrind (v), refer (r). Diese Option überschreibt die
Umgebungsvariable $MANROFFSEQ. Der Präprozessor zsoelim wird
immer als erster gestartet.
-u, --update
Die Indexdatenbanken werden immer während des laufenden
Betriebes auf neuestem Stand gehalten, was insbesondere
bedeutet, daß mandb nicht benötigt wird, um sie konsistent zu
halten. Wenn die ausgewählte Manualseite nicht im Index gefunden
wurde oder die -a Option verwendet wurde, macht man einen
Konsistenztest auf Verzeichnisebene, um sicherzustellen, daß der
Index immer noch eine gültige Repräsentation der Manualseiten im
Dateisystem darstellt. Wenn dieser Test auf Inode-Ebene
durchgeführt werden soll, muß man die Option -u benutzen.
-t, --troff
Mit dieser Option wird groff -mandoc verwendet, um die
Manualseite zu formatieren und an die Standardausgabe zu
liefern. Im Zusammenhang mit -T oder -Z ist diese Option nicht
nötig.
-T Format, --troff-device [=Format]
Diese Option wird dazu verwendet, um das Ausgabeformat von groff
(oder möglicherweise troff) zu ändern. Diese Option impliziert
die Angabe von -t. Verfügbare Ausgabeformate (von Groff-1.17)
beinhalten dvi, latin1, ps, utf8, X75 und X100.
-Z, --ditroff
Das traditionelle troff erzeugt ditroff. groff startet zunächst
troff und leitet danach dessen Ausgabe an einen für das gewählte
Ausgabeformat geeigneten Postprozessor weiter. Wenn groff
-mandoc groff ist, zwingt diese Option groff dazu,
traditionelles troff zu emulieren und impliziert -t, andernfalls
wird es ignoriert.
-w, --where, --location
Zeigt nicht die Manualseiten, sondern die Position der Dateien
im Dateisystem an, die formatiert oder angezeigt würden. Wenn
die Datei eine cat-Seite ist, wird auch der Ort ihrer nroff-
Quelldatei angezeigt.
-h, --help
Zeigt einen Hilfstext an.
-V, --version
Zeigt Programmversion und Autor an.
UMGEBUNG
MANPATH
Wenn $MANPATH gesetzt ist, wird dessen Wert als Suchpfad für die
Manualseiten benutzt.
MANROFFSEQ
Wenn $MANROFFSEQ gesetzt ist, wird dessen Wert benutzt, um die
Abfolge der Präprozessoren zu bestimmen, die jede Manualseite
vor nroff oder troff durchläuft. Als Default durchlaufen die
Seiten den tbl (t) Präprozessor.
MANSECT
Wenn der Wert von $MANSECT eine durch Doppelpunkte getrennte
Liste von Abschnitten ist, wird dieser Wert dazu benutzt, um die
zu durchsuchenden Abschnitte und deren Reihenfolge zu bestimmen.
PAGER Wenn $PAGER gesetzt ist, wird dieses Programm zur Anzeige
benutzt. Default ist pager -s.
SYSTEM Wenn $SYSTEM gesetzt ist, hat dies den gleichen Effekt wie die
Option -m System wobei System als Inhalt der Umgebungsvariable
$SYSTEM benutzt wird.
MANOPT Wenn $MANOPT gesetzt ist, wird der Wert dieser Variablen vor der
man Kommandozeile durchsucht und abgearbeitet. Wie auch alle
anderen Umgebungsvariablen, die als Kommandozeilen-Optionen
ausgedrückt werden können, ist es möglich, den Inhalt von
$MANOPT durch die Kommandozeile zu überschreiben. Alle
Leerzeichen, die Teil eines Argumentes sind, müssen gequotet
werden.
LANG, LC_MESSAGES
Abhängig von System und Implementation werden entweder $LANG
oder $LC_MESSAGES oder beide nach der gegenwärtigen locale
Information durchsucht. man wird (wenn möglich) seine
Nachrichten in dieser locale anzeigen. Für Details siehe
setlocale(3).
DATEIEN
/etc/manpath.config
Die Manualkonfigurationsdatei.
/usr/.../man
Globale Manualhierarchien.
/var/catman/.../index.(bt|db|dir|pag)
Die FSSTND complianten globalen Indexdatenbanken.
SIEHE AUCH
mandb(8), manpath(1), manpath(5), apropos(1), whatis(1), catman(8),
less(1), nroff(1), troff(1), groff(1), zsoelim(1), setlocale(3),
man(7), ascii(7), latin1(7).
FEHLER
Die Option -t funktioniert nur, wenn ein troff-ähnliches Programm
installiert ist.
Die Option -e funktioniert momentan nur in Manualhierarchien, für die
mit mandb eine Indexdatenbank erzeugt wurde.
Manualseiten, die die erweiterte Darstellung im Zusammenhang mit der
Option -e unterstützen, dürfen keinen Punkt beinhalten, denn sonst
werden diese Seiten als fehlerhaft zurückgewiesen.
GESCHICHTE
1990, 1991 - Originale geschrieben von John W. Eaton
(jwe@che.utexas.edu).
23. Dez. 1992: Fehlerbereinigung durch Rik Faith (faith@cs.unc.edu)
unterstützt durch Willem Kasdorp (wkasdo@nikhefk.nikef.nl).
Zwischen dem 30. April 1994 und dem 23. Februar 2000 hat Wilf
(G.Wilford@ee.surrey.ac.uk) unter Mithilfe von einigen wenigen
engagierten Menschen dieses Paket entwickelt und weitergeführt.
Die deutsche Übersetzung wurde von Anke Steuernagel
(a_steuer@informatik.uni-kl.de) und Nils Magnus (magnus@informatik.uni-
kl.de) angefertigt.
Für persönliche Würdigungen und Zusätze siehe Quelltexte.