Provided by: manpages-de-dev_0.5-4.1ubuntu1_all bug

BEZEICHNUNG

       mount, umount - Aufsetzen und Entfernen von Dateisystemen.

SYNTAX

       #include <sys/mount.h>
       #include <linux/fs.h>

       int  mount(const  char  *specialfile,  const  char * dir , const char *
       filesystemtype, unsigned long rwflag , const void * data);

       int umount(const char *specialfile);

       int umount(const char *dir);

BESCHREIBUNG

       mount setzt das durch specialfile angegebene Dateisystem  (welches  oft
       eine Geräte-Datei ist), auf das Verzeichnis dir auf.

       umount entfernt die Dateisystemanbindung specialfile oder dir.

       Nur der Superuser darf Dateisysteme aufsetzen und entfernen.

       Das   Argument   filesystemtype   darf   nur   einen   der   Werte  aus
       /proc/filesystems  (wie  "minix",  "ext2",  "msdos",   "proc",   "nfs",
       "iso9660" etc.) annehmen.

       Das  Argument  rwflag  hat die magic number 0xC0ED in den oberen 16 bit
       und diverse Mountflags (wie definiert in <linux/fs.h>) in  den  unteren
       16 bit:
       #define MS_RDONLY    1 /* setze read-only auf */
       #define MS_NOSUID    2 /* ignoriere suid- und sgid-bits */
       #define MS_NODEV     4 /* verbiete Zugriff auf Gerätedateien */
       #define MS_NOEXEC    8 /* verbiete Programmausführung */
       #define MS_SYNC     16 /* Schreibzugriffe werden sofort auf das Medium geschrieben */
       #define MS_REMOUNT  32 /* verändere Flags eines aufgesetzen Dateisystems */
       #define MS_MGC_VAL 0xC0ED0000
       Wenn  die  magic  number  nicht  vorhanden  ist werden die letzten zwei
       Argumente nicht benutzt.

       Das  Argument   data   wird   von   den   verschiedenen   Dateisystemen
       interpretiert.

RÜCKGABEWERT

       Bei  Erfolg  wird  Null zurückgegeben. Bei Fehler wird -1 zurückgegeben
       und errno entsprechend gesetzt.

FEHLER

       Die Fehlerwerte unten resultieren aus Dateisystemunabhängigen  Fehlern.
       Jeder  Dateisystemtyp  kann  seine  eigenen speziellen Fehlerwerter und
       seine eigenes spezielles verhalten  aufweisen.  Siehe  Kernel-Quellcode
       für Details.

       EPERM   The Anwender ist nicht der Superuser.

       ENODEV  Filesystemtype wird nicht vom Kernel unterstützt.

       ENOTBLK Specialfile ist kein block device (wenn ein device erforderlich
               war).

       EBUSY   Specialfile ist bereits aufgesetzt. Oder es kann kann nicht auf
               read-only  umgesetzt  werden,  weil  noch  Dateien  darauf  für
               Schreibzugriff geöffnet sind.  Oder  es  kann  nicht  nach  dir
               aufgesetzt   werden,   weil   dir   es   besetzt  ist  (es  ist
               Arbeitsverzeichnis eines Prozesses, Aufsatzpunkt eines  anderen
               Gerätes, hat geöffnete Dateien, etc.).

       EINVAL  Specialfile  hat  einen  ungültigen  Superblock.  Oder es wurde
               eine Umsetzung versucht, während  specialfile  noch  gar  nicht
               aufgesetzt  war  auf dir.  Oder es wurde ein Absetzen versucht,
               wobei dir gar nicht aufgesetzt war.

       EFAULT  Eines der Zeiger-Argumente zeigt auf Speicherbereich  außerhalb
               des Adressraums des Benutzers.

       ENOMEM  Der  Kernel konnte keine freie Seite belegen um Dateinamen oder
               Daten darin abzuspeichern.

       ENAMETOOLONG
               Ein Pfadname war länger als MAXPATHLEN.

       ENOENT  Ein Pfadname  war  leer  oder  hatte  eine  nicht  existierende
               Komponente.

       ENOTDIR Das  zweite  Argument  oder ein prefix des ersten Arguments ist
               kein Verzeichnis.

       EACCES  Eine Komponente eines Pfades war nicht durchsuchbar.
               Oder es wurde versucht ein  read-only-Dateisystem  ohne  Angabe
               des MS_RDONLY-flag aufzusetzen.
               Oder  das  block  device  Specialfile  befindet  sich auf einem
               Dateisystem, welches mit der Option MS_NODEV aufgesetzt ist.

       ENXIO   Die major number des block device specialfile ist außerhalb des
               gültigen Bereichs.

       EMFILE  (Falls  kein  block  device  erforderlich ist:) Die Tabelle der
               dummy devices ist voll.

KONFORM ZU

       Diese Funktionen sind ziemlich Linux-spezifisch.

SIEHE AUCH

       mount(8), umount(8).