Provided by: davfs2_1.3.3-1ubuntu1_i386 bug

BEZEICHNUNG

       davfs2.conf - Konfigurationsdatei für mount.davfs

BESCHREIBUNG

       Es        gibt        die        systemweite        Konfigurationsdatei
       /var/cache/davfs2/davfs2.conf  und  die  Benutzer-Konfigurationsdateien
       ~/.davfs2/davfs2.conf.  Wenn  root  mount.davfs  startet,  wird nur die
       systemweite Konfigurationsdatei gelesen. Bei  einem  normalen  Benutzer
       wird    zusätzlich    seine    Benutzer-Konfigurationsdatei    gelesen.
       Einstellungen in der  Benutzer-Konfigurationsdatei  haben  Vorrang  vor
       denen in der systemweiten Konfigurationsdatei.

       Jede  Zeile der Konfigurationsdatei enthält ein Schlüsselwort und einen
       Wert, die durch Leerzeichen und/oder Tabulatoren von einander  getrennt
       sind.

       Die  Konfigurationsdatei  kann  Abschnitte  enthalten,  die nur für ein
       bestimmtes Dateisystem gelten.  Diese  Abschnitte  beginnen  mit  einer
       Zeile,   die   nur   den   vollständigen   Pfad   des  Einhängepunktes,
       eingeschlossen in eckige Klammern, enthält. Ein solcher Abschnitt endet
       mit  dem  Beginn  eines  neuen  Abschnittes  oder  dem  Ende der Datei.
       Optionen, die für alle  Dateisysteme  gelten  sollen,  müssen  vor  dem
       ersten  solchen  Abschnitt stehen.  Optionen in einem Abschnitt für ein
       bestimmtes Dateisystem haben Vorrang.

BEISPIEL

       kernel_fs coda
       proxy foo.bar:8080
       use_locks 0
       [/media/dav]
       use_locks 1
       [/home/otto/mywebspace]
       gui_optimize 1

       Alle davfs2-Dateisysteme benutzen das Kerneldateisystem  fuse  und  den
       Proxy  foo.bar.  Nur  in  /media/dav  werden  Sperren  benutzt. Für das
       Dateisystem  /home/otto/mywebspace   wird   die   Option   gui_optimize
       eingeschaltet.

ALLGEMEINE SYNTAX-REGELN

       Leerzeilen werden ignoriert.

       # kennzeichnet einen Kommentar. Der Rest der Zeile wird ignoriert.

       \  ist  das  Escape-Zeichen  und  hebt die Sonderfunktion des folgenden
       Zeichens auf.

       " wird als Anführungszeichen benutzt.

       Wenn ein Wert eines der Sonderzeichen Leerzeichen, Tabulator, #, \ oder
       "  enthält,  muss  diesem  Zeichen  ein  Escape-Zeichen \ vorangestellt
       werden. Also ’\ ’ statt ’ ’, ’\#’ statt ’#’, ’\\’ statt  ’\’  und  ’\"’
       statt ’"’.

       Werte,   die   Lerrzeichen,   Tabulatoren   oder  #  enthalten,  können
       stattdessen auch in doppelte Anführungszeichen gesetzt werden. \ und  "
       brauchen  auch  innerhalb  eines  Ausdrucks  in  Anführungszeichen  ein
       vorangestelltes Escape-Zeichen. Wenn die Kopfzeile eines Abschnittes in
       Anführungszeichen  gesetzt  wird,  dann  müssen  die  eckigen  Klammern
       innerhalb  der  Anführungszeichen   stehen   (z.B.    "[/home/otto/with
       space]").

       Bei  ja/nein-Optionen  muss  der Wert numerisch angegeben werden. 0 für
       nein, 1 für ja.

KONFIGURATIONS-OPTIONEN

Allgemeine Optionen

       dav_user
              Wird    mount.davfs    von    root    gestartet,    läuft    der
              Hintergrundprozess    als   dieser   Benutzer.   Es   muss   der
              Benutzer-Name angeben werden, nicht die Benutzernummer.
              Voreingestellt: davfs2
              Diese Option ist nur  in  der  systemweiten  Konfigurationsdatei
              erlaubt.

       dav_group
              Die   Gruppe   des   mount.davfs-Hintergrundprozesses.   Normale
              Benutzer müssen Mitglieder dieser Gruppe  sein,  damit  sie  ein
              davfs2-Dateisystem  einhängen  dürfen.  Es muss der Gruppen-Name
              angeben werden, nicht die Gruppennummer.
              Voreingestellt: davfs2
              Diese Option ist nur  in  der  systemweiten  Konfigurationsdatei
              erlaubt.

       ignore_home
              Normale   Benutzer   dürfen  keine  Dateisysteme  innerhalb  des
              Home-Verzeichnisses eines anderen Benutzers einhängen.  Manchmal
              erhalten   jedoch   System-Benutzer   (wie   z.B.   nobody)  ein
              Home-Verzeichnis  zugewiesen   (wie   z.B.   /),   das   gängige
              Einhängepunkte  mit  einschließt.  Mit  dieser  Option kann eine
              durch Kommas unterteilte Liste  von  System-Benutzern  angegeben
              werden, die nicht in diese Prüfung einbezogen werden.
              Diese  Option  ist  nur  in der systemweiten Konfigurationsdatei
              erlaubt.

       kernel_fs
              Welches Kernel-Dateisystem  zur  Integration  in  das  virtuelle
              Dateisystem benutzt wird. Möglich sind fuse und coda.
              Voreingestellt: fuse

       buf_size
              Größe  des  Puffers zur Kommunikation mit dem Kernel-Dateisystem
              in KiByte.  Hat  nur  einen  Effekt,  wenn  fuse  benutzt  wird;
              Schreib-  und  Leseoperationen  können durch einen großen Puffer
              beschleunigt werden.
              Voreingestellt: 16

WebDAV-Optionen

       use_proxy
              Ob ein Proxy benutzt werden soll. 0 = nein, 1 = ja.  Wenn  weder
              in   der  Konfigurationsdatei  noch  in  den  Umgebungsvariablen
              https_proxy, http_proxy und all_proxy ein Proxy  angegeben  ist,
              hat diese Option keinen Effekt.
              Voreingestellt: 1
              Diese  Option  ist  nur  in der systemweiten Konfigurationsdatei
              erlaubt.

       proxy  Der vollständige Domain-Name des Proxy (aber ohne Schema).  Wenn
              der  Proxy eine andere Port-Nummer als 8080 benutzt, muss diese,
              durch einen Doppelpunkt getrennt, angehängt  werden.  Beispiele:
              foo.bar:1704 oder foo.bar
              Diese  Option  ist  nur  in der systemweiten Konfigurationsdatei
              erlaubt.

       servercert
              Name  einer  Datei  mit  einem  Zertifikat  im  PEM-Format.  Der
              Dateiname  kann  als  absoluter  Pfad  angegeben werden oder als
              reiner Dateiname. Im  letzteren  Fall  wird  die  Datei  in  den
              Verzeichnissen ~/.davfs2/certs und /etc/davfs2/certs gesucht.
              This  Option ist für selbstsignierte Server-Zertifikate gedacht.
              Selbstsigniert bedeutet: der Name des Ausstellers  (issuer)  und
              des Eigentümers (subject) sind gleich. Der Common name (CN) muss
              der Domainname des Servers sein.
              Falls das Zertifikat nicht selbstsigniert ist,  muss  die  Datei
              das Zertifikat der Zertifizierungsstelle (CA) enthalten, die das
              Zertifikat signiert hat. Falls eine Zertifizierungshierarchie im
              Spiel  ist  (der  Herausgeber  des  Zertifikats  ist  nicht  die
              Root-CA) muss die Datei die Zertifikate  aller  beteiligten  CAs
              enthalten;  beginnend  mit  der  CA,  die  das  Serverzertifikat
              signiert  hat  bis  hoch  zum  selbstsignierten  Zertifikat  der
              Root-CA.  (Die  Bezeichnung  der  Option  als servertcert ist in
              diesem Fall leider irreführend.) Du kannst die  Datei  erzeugen,
              indem   du   alle  CA-Zertifikate  nacheinander  in  eine  Datei
              kopierst.
              Hinweis: Auch wenn dem Zertifikat nun vertraut wird,  heißt  das
              noch  nicht,  dass  es  auch  akzeptiert  wird.  Die zusätzliche
              Bedingung: das Zertifikat, das der Server vorlegt, muss ihm auch
              gehören. D.h. der CN im Serverzertifikat muss der Domainname des
              Servers sein. Im Moment gibt es keine  Möglichkeit,  Zertifikate
              automatisch zu akzeptieren, die nicht dem Server gehören.

       clientcert
              Name einer Datei mit einem Zertifikat im PKCS#12-Format, mit dem
              sich der Benutzer beim Server  ausweisen  kann.  Der  Name  muss
              entweder  als absoluter Pfad oder als reiner Dateiname angegeben
              werden.  Im  letzteren   Fall   wird   in   den   Verzeichnissen
              ~/.davfs2/certs/private  und  /etc/davfs2/certs/private nach ihr
              gesucht.

       secrets
              Name der Datei, die die vertraulichen  Zugangsdaten  für  Server
              und  Proxy  enthält,  sowie  Passwörter  zur Entschlüsselung von
              Client-Zertifikaten.  Der Name muss ein absoluter Pfad sein. Die
              Datei  darf  nur  für  den  Eigentümer  schreib- und lesbar sein
              (Dateimodus 600).
              Voreingestellt: ~/.davfs2/secrets
              Diese  Option  ist  nur  in  den  Benutzer-Konfigurationsdateien
              erlaubt.  Die  systemweite  Datei  für  diese  Daten  ist  immer
              /etc/davfs2/secrets.

       ask_auth
              Frage den Benutzer nach  den  vertraulichen  Zugangsdaten,  wenn
              diese  nicht in der secrets-Datei gefunden werden. 0 = nein, 1 =
              ja.
              Voreingestellt: 1

       use_locks
              Sperre Dateien auf dem Server, wenn sie zum  Schreiben  geöffnet
              werden.  0 = nein, 1 = ja.
              Voreingestellt: 1

       lock_owner
              Dieser  Text wird an den Server gesandt, um den Eigentümer einer
              Sperre zu kennzeichnen. Wenn eine  WebDAV-Resource  gleichzeitig
              von  mehreren  Benutzern  mit  den gleichen Zugangsdaten benutzt
              wird, sollten  unterschiedliche  Werte  für  lock_owner  gewählt
              werden.
              Voreingestellt: der Benutzername aus den Zugangsdaten

       lock_timeout
              Nach  dieser  Zeit  in Sekunden sollte der Server Sperren wieder
              entfernen.  Der Server hält sich nicht unbedingt daran.
              Voreingestellt: 1800

       lock_refresh
              Soviele Sekunden bevor eine Sperre abläuft versucht  mount.davfs
              sie  zu  erneuern.  Der Wert sollte deutlich größer sein als die
              delay_upload.
              Voreingestellt: 60

       use_expect100
              Um nicht große  Dateien  hochzuladen,  die  vom  Server  sowieso
              abgelehnt   werden,   benutzt  mount.davfs  den  Header  expect:
              100-continue um vom Server das o.k. im voraus zu erhalten.  Aber
              nicht alle Server verstehen das. 0 = nein, 1 = ja.
              Voreingestellt: 1

       if_match_bug
              Manche  Server  verarbeiten  If-Match-  und If-None-Match-Header
              nicht richtig. Dies Option veranlasst  mount.davfs,  stattdessen
              HEAD zu benutzen. 0 = nein, 1 = ja.
              Voreingestellt:  1  (der  am  meisten benutzte Server hat diesen
              Bug)

       drop_weak_etags
              Weit verbreitete Server senden ein schwaches Etag, wenn sie kein
              starkes   erzeugen   können.  Dieses  schwache  Etag  ist  immer
              ungültig, wird aber nach einer Sekunde  stillschweigend  in  ein
              starkes,  gültiges  Etag  verwandelt.  Wenn  diese  Option auf 1
              gesetzt ist, wird mount.davfs diese Etags nicht  verwenden.  Ist
              diese Option 0, dann wird die Kennzeichnung als schwach entfernt
              und das Etag wie ein starkes Etag benutzt. Dies beinhaltet   die
              Gefahr,   versehentlich   die   Änderungen   anderer   Leute  zu
              überschreiben. Doch diese Gefahr kann  durchdie  Verwendung  von
              Sperren minimiert werden.
              Wenn  keine  Sperren  verwendet  werden  können,  und die Gefahr
              besteht, dass zwei Clients gleichzeitig auf die  selbe  Resource
              zugreifen,  solltest  du diese Option aktivieren. In diesem Fall
              wird das Etag nicht benutzt und die Resource kann nicht im Cache
              gespeichert werden.
              0 = nein, 1 = ja.
              Voreingestellt: 0

       allow_cookie
              Manche Server verweigern den Dienst, wenn ihnen nicht erlaubt is
              ein  Cookie  zu  setzen.  Diese   Option   fügt   sehr   einfche
              Unterstützung   für  Cookies  hinzu.  Es  wird  nur  ein  Cookie
              unterstützt, welches normalerweise eine Session-ID sein  sollte.
              0 = nein, 1 = ja.
              Voreingestellt: 0

       precheck
              Falls  die  Option if_match_bug gesetzt ist: teste mit Hilfe von
              HEAD-Anfragen, ob eine Datei existiert oder geändert  wurde,  um
              versehentliches  Überschreiben  der  Änderungen anderer Leute zu
              vermeiden. Hat keie Wirkung wenn if_match_bug 0 ist. Du solltest
              die  Option  nur auf 0 setzen, wenn kein konkurrierender Zugriff
              auf den Server erfolgt. 0 = nein, 1 = ja.
              Voreingestellt: 1

       ignore_dav_header
              Manche Server senden im DAV-Header Fehlinformationen  über  ihre
              Fähigkeiten. In diesem Fall sollte man den Header ignorieren.
              Voreingestellt: 0

       server_charset
              Wenn  mount.davfs aus der Pfad-Komponente der URL die Dateinamen
              erzeugt, geht  es  davon  aus,  das  diese  entsprechend  diesem
              Zeichensatz kodiert sind und übersetzt sie in die lokal benutzte
              Kodierung.  Dies  hat  nichts  zu  tun  mit  der  Kodierung  des
              Dateiinhalts und auch nichts mit den HTTP-Escape-Regeln.
              Es   gibt   in   HTTP   keine   Möglichekit  die  Kodierung  der
              Pfad-Komponente zu erfahren. Da die Kodierung von Namen im  Pfad
              meistens  von den Clients festgelegt wird, die diese Dateien und
              Verzeichnisse erzeugen, kann es durchaus  vorkommen,  dass  auch
              innerhalb  eines  Pfades  unterschiedliche Kodierungen verwendet
              werden.  Heutzutage  ist  es  am  besten,   ausschließlich   die
              UTF-8-Kodierung zu benutzen und keine Konvertierung vorzunehmen.
              Wenn du nicht sicher bist,  dass  alle  Clients  das  verstehen,
              solltest  du Dateinamen auf reines US-ASCII beschränken. Benutze
              niemals   Zeichen,   die   im    Dateisystem    eines    anderen
              Betriebssystems eine spezielle Funktion haben (wie z.B. /, : und
              \).
              Voreingestellt: die Kodierung wird nicht umgewandelt

       use_displayname
              Erzeuge die Dateinamen aus der  WebDAV-Eigenschaft  displayname,
              falls  diese zur Verfügung steht. 0 = nein, 1 = ja. Hinweis: Die
              Kodierung von displayname ist bekannt und wird deshalb immer  in
              die Kodierung des lokal benutzten Zeichensatzes umgewandlelt.
              Voreingestellt: 0
              Hinfällig:  Diese  Option wird in zukünftigen Versionen entfernt
              werden. Entegen dem Namen handelt es sich hier  nicht  um  einen
              Namen, sondern um x-belieben Text, der auch nicht eindeutig sein
              muss (RFC 4918,  15.2).  Für  ein  Dateisystem  ist  das  völlig
              nutzlos.  Falls  du  glaubst,  dass  du  diese  Option  trotzdem
              brauchst, schick bitte einen Bug-Report.

       connect_timeout
              Beim Öffnen einer TCP-Verbindung zum Server  wartet  mount.davfs
              so  viele Sekunden bevor es einen Fehler annimmt. Bei einem Wert
              von "0"  wird  die  Feststellung  einer  Zeitüberschreitung  dem
              TCP-Stack überlassen.
              Dieser   Parameter   zeigt  nur  Wirkung,  wenn  die  verwendete
              Neon-Version   (Version   >   0.26)   und   das   Betriebssystem
              nicht-blockierende Ein-Ausgabe-Operationen unterstützen.
              Voreingestellt: 10

       read_timeout
              mount.davfs  wird  so viele Sekunden auf die Antwort des Servers
              warten, bevor es einen Fehler annimmt.
              Voreingestellt: 30

       retry  Wenn mount.davfs den Server nicht erreichen  kann,  wird  es  es
              nach  retry  Sekunden  nochmal versuchen. Bei weiteren Versuchen
              wird es diese  Zeit  schrittweise  bis  auf  max_retry  Sekunden
              erhöhen.
              Voreingestellt: 30

       max_retry
              Maximales retry-Intervall.
              Voreingestellt: 300

       add_header
              Unter  Umständen benötigt dein Server spezielle Header um zu tun
              was er soll. Diese Option benötigt, anders als andere  Optionen,
              zwei Werte: den Namen des Headers und seinen Wert. zum Beispiel:
              add_header Translate F
              mount.davfs sendet nun  den  Header  "Translate:  F"  bei  allen
              Anfragen mit.
              Diese  Option  kann  mehrmals angegeben werden. Alle angegebenen
              Header werden bei Anfragen  mitgesandt.  Sowohl  die  add_header
              Optionen   aus   /etc/davfs2/davfs2.conf,   als   auch  die  aus
              ~/.davfs2/davfs2.conf werden angewandt.

Cache-Optionen

       backup_dir
              Jedes davfs2-Dateisystem hat ein Verzeichnis mit  diesem  Namen.
              In  ihm  werden  Dateien  gespeichert,  die nicht auf den Server
              zurück gesichert werden konnten. Du solltest dieses  Verzeichnis
              öfter mal überprüfen.
              Voreingestellt: lost+found

       cache_dir
              In   diesem   Verzeichnis   speichert  mount.davfs  die  Dateien
              zwischen.  Für jedes Dateisystem wird darin ein Unterverzeichnis
              angelegt.
              In  der  systemweiten  Konfigurationsdatei  wird das Verzeichnis
              festgelegt,   das   von   root   benutzt    wird.    In    einer
              Benutzer-Konfigurationsdatei  das  Verzeichnis,  das  von diesem
              Benutzer benutzt wird
              Voreingestellt: /var/cache/davfs2 und ~/.davfs2/cache

       cache_size
              Der Platz auf der Festplatte in MiByte, der für  den  Cache  zur
              Verfügung  steht.  mount.davfs  nimmt sich immer genug Platz für
              alle offenen Dateien auch wenn dieser Wert überschritten wird.
              Voreingestellt: 50

       table_size
              Die Anzahl der Plätze in einer Hash-Tabelle, die mount.davfs für
              alle  bekannten  Dateien  und  Verzeichnisse  führt.  Bei großen
              Dateisystemen  (mehr  als  einige  Hundert  Dateien)  kann   ein
              größerer  Wert  die  Dateioperationen  beschleunigen.  Der  Wert
              sollte eine Zweierpotenz sein.
              Voreingestellt: 1024

       dir_refresh
              mount.davfs  betrachtet  Informationen  über  Dateien  in  einem
              Verzeichnis  so  viele  Sekunden  als gültig. Hinweis: Dies gilt
              nicht beim Öffnen einer  Datei  oder  wenn  eine  Anwendung  den
              Inhalt eines Verzeichnisses liest.
              Voreingestellt: 60

       file_refresh
              Wenn eine Anwendung eine Datei oder ein Verzeichnis öffnet, wird
              mount.davfs zuerst auf dem Server  nachfragen,  ob  eine  neuere
              Version  vorliegt. Manche Anwendungen öffnen dieselbe Dateien in
              schneller Folge.  Um  unnötigen  Netzwerkverkehr  zu  vermeiden,
              wird  mount.davfs  erst  nach  dieser  Zeit in Sekunden dieselbe
              Information erneut anfragen.
              Voreingestellt: 1

       delay_upload
              Wenn eine geänderte Datei geschlossen wird,  wartet  mount.davfs
              so  viele  Sekunden, bevor es die Datei auf den Server hochlädt.
              Dies verhindert, dass temporäre Dateien  zum  Server  übertragen
              werden,  nur  um sofort danach gelöscht zu werden. Wenn es nötig
              ist, dass die Dateien sofort nach dem Schließen auf  dem  Server
              erscheinen, kann diese Option auf 0 gesetzt werden.
              Voreingestellt: 10

       gui_optimize
              Immer  wenn  eine  Datei  geöffnet  wird,  muss mount.davfs beim
              Server nachfragen, ob eine neuere  Version  vorliegt.  Grafische
              Benutzeroberflächen neigen dazu, alle Dateien zu öffnen, was bei
              großen Verzeichnissen die Reaktionszeit des Dateisystem gewaltig
              erhöht. Mit dieser Option versucht mount.davfs diese Abfrage für
              alle Dateien eines Verzeichnisses mit einem PROPFIND-Request  zu
              erledigen. 0 = nein, 1 = ja.
              Voreingestellt: 0

Debugging Optionen

       debug  Schickt  Debug-Meldungen and den Syslog-Dämon. Der Wert legt die
              Art der Informationen fest. Die Meldungen  werden  mit  facility
              LOD_DAEMON  und Priorität LOG_DEBUG gesandt. In welche Log-Datei
              sie gehen, hängt von  der  Konfiguration  des  Syslog-Dämons  ab
              (vermutlich      /var/log/messages,     /var/log/syslog     oder
              /var/log/daemon.log). Ob Debug-Meldungen zu HTTP  möglich  sind,
              hängt von der Neon-Bibliothek ab.
              Diese Option kann mehrmals angegeben werden, und die angegebenen
              Werte ergänzen sich und sind alle wirksam. Es werden sowohl  die
              debug-Optionen  aus  /etc/davfs2/davfs2.conf,  als  auch die aus
              ~/.davfs2/davfs2.conf angewandt.
              Hinweis: Debug-Meldungen lassen  die  Log-Dateien  sehr  schnell
              anwachsen. Verwende die Option niemals im normalen Betrieb.
              Voreinstellung: keine Debug-Meldungen.

              Mögliche Werte

              config Kommando-Zeile und Kofigurationsoptionen.

              kernel Anfragen vom Kernel-Dateisystem.

              cache  Cache-Operationen   wie  das  Erzeugen  und  Löschen  von
                     Dateien und Verzeichnissen.

              http   HTTP-Header.

              xml    Analysieren von XML-Daten in WebDAV-Anfragen.

              httpauth
                     Aushandeln der Authentifizierung.

              locks  Informationen über Sperren.

              ssl    TLS/SSL-Informatinen, z.B. Zertifikate.

              httpbody
                     Der komplette Datenteil von HTTP-Antworten.

              secrets
                     Gib auch vertrauliche Daten aus,  die  normalerweise  weg
                     gelassen werden.

              most   Beinhaltet config, kernel, cache und http.

AUTOREN

       Dieses  Handbuch  hat  Werner  Baumann <wbaumann@users.sourceforge.net>
       geschrieben.

ÜBERSETZER

       Das Handbuch wurde von  Werner  Baumann  <werner.baumann@onlinehome.de>
       übersetzt. 2008-01-02

DAVFS2 HOME

       http://dav.sourceforge.net/

SIEHE AUCH

       mount.davfs(8), umount.davfs(8), mount(8), umount(8), fstab(5)