Provided by: login_4.1.4.1-1ubuntu2_i386 bug

NAME

       su - ändert die Benutzer-ID oder wechselt zu Root

SYNOPSIS

       su [Optionen] [Benutzername]

BESCHREIBUNG

       Der Befehl su dient dazu, während einer Sitzung ein anderer Benutzer zu
       werden. Wenn su ohne username aufgerufen wird, wechselt es
       standardmäßig zu Root. Zusätzlich kann das Argument - angegeben werden.
       Damit wird eine Umgebung zur Verfügung gestellt, die der entspricht,
       die der Benutzer nach einer direkten Anmeldung erwartet.

       Zusätzliche Argumente können nach dem Benutzername angegeben werden. In
       diesem Fall werden sie an die Login-Shell des Benutzers weitergereicht.
       Insbesondere führt das Argument -c dazu, dass das nächste Argument von
       den meisten Interpretatoren als Befehl behandelt wird. Dieser Befehl
       wird von der Shell ausgeführt, die in /etc/passwd für den Zielbenutzer
       angegeben ist.

       Sie können das Argument -- verwenden, um Optionen für su von Argumenten
       für die Shell zu trennen.

       Der Benutzer wird gegebenenfalls nach einem Passwort gefragt.
       Unrichtige Passworteingaben werden eine Fehlermeldung erzeugen. Sowohl
       erfolgreiche als auch misslungene Versuche werden protokolliert, um
       Missbrauch des Systems zu entdecken.

       Die aktuelle Umgebung wird an die neue Shell übergeben. Der Wert von
       $PATH wird für normale Benutzer auf /bin:/usr/bin gesetzt, für Root auf
       /sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin. Dieses Verhalten kann durch die
       Definitionen von ENV_PATH und ENV_SUPATH in /etc/login.defs geändert
       werden.

       Eine Subsystem-Anmeldung wird durch einen "*" als erstes Zeichen der
       Login-Shell gekennzeichnet. Das angegebene Home-Verzeichnis wird als
       Wurzel für das Dateisystem verwendet, auf welchem der Benutzer
       tatsächlich angemeldet ist.

OPTIONEN

       Die Optionen, die vom Befehl su unterstützt werden, sind:

       -c, --commandBEFEHL
           Gibt einen Befehl an, der von der Shell mittels ihrer Option -c
           ausgeführt wird.

       -, -l, --login
           Eine Umgebung wird zur Verfügung gestellt, die der entspricht, die
           der Benutzer nach einer direkten Anmeldung erwartet.

           Wenn - verwendet wird, muss es als die letzte Option von su
           angegeben werden. Die übrigen Formen ((-l und --login) unterliegen
           nicht dieser Beschränkung.

       -s, --shellSHELL
           Die Shell, die gestartet wird.

           The invoked shell is chosen from (highest priority first):

           ·   The shell specified with --shell.

           ·   If --preserve-environment is used, the shell specified by the
               $SHELL environment variable.

           ·   The shell indicated in the /etc/passwd entry for the target
               user.

           ·    /bin/sh if a shell could not be found by any above method.

               Falls der Zielbenutzer eine beschränkte Shell hat (d.h. das
               Feld für die Shell im Eintrag des Benutzers in /etc/passwd ist
               nicht in /etc/shell) aufgeführt), wird die Option --shell und
               die Umgebungsvariable $SHELL nicht beachtet, sofern su nicht
               von Root aufgerufen wird.

           -m, -p, --preserve-environment
               Erhält die aktuelle Umgebung.

               Falls der Zielbenutzer eine beschränkte Shell besitzt, hat
               diese Option keinen Effekt (sofern su nicht von Root aufgerufen
               wird).

WARNUNGEN

       Diese Version von su hat viele Kompilierungsoptionen. Deren
       Nützlichkeit hängt von den Anforderungen der jeweiligen Umgebung ab.

CONFIGURATION

       The following configuration variables in /etc/login.defs change the
       behavior of this tool:

       CONSOLE_GROUPS (string)
           List of groups to add to the user´s supplementary groups set when
           logging in on the console (as determined by the CONSOLE setting).
           Default is none.

           Use with caution - it is possible for users to gain permanent
           access to these groups, even when not logged in on the console.

       DEFAULT_HOME (boolean)
           Indicate if login is allowed if we can´t cd to the home directory.
           Default in no.

           If set to yes, the user will login in the root (/) directory if it
           is not possible to cd to her home directory.

       ENV_PATH (string)
           If set, it will be used to define the PATH environment variable
           when a regular user login. The value can be preceded by PATH=, or a
           colon separated list of paths (for example /bin:/usr/bin). The
           default value is PATH=/bin:/usr/bin.

       ENV_SUPATH (string)
           If set, it will be used to define the PATH environment variable
           when the superuser login. The value can be preceded by PATH=, or a
           colon separated list of paths (for example
           /sbin:/bin:/usr/sbin:/usr/bin). The default value is
           PATH=/bin:/usr/bin.

       SULOG_FILE (string)
           If defined, all su activity is logged to this file.

       SU_NAME (string)
           If defined, the command name to display when running "su -". For
           example, if this is defined as "su" then a "ps" will display the
           command is "-su". If not defined, then "ps" would display the name
           of the shell actually being run, e.g. something like "-sh".

       SYSLOG_SU_ENAB (boolean)
           Enable "syslog" logging of su activity - in addition to sulog file
           logging.

DATEIEN

       /etc/passwd
           Informationen zu den Benutzerkonten.

       /etc/shadow
           Verschlüsselte Informationen zu den Benutzerkonten.

SIEHE AUCH

       login(1), login.defs(5), sg(1), sh(1)