Provided by:
dpkg_1.15.5.6ubuntu4_i386 
NAME
dpkg-query - ein Werkzeug, um die dpkg-Datenbank abzufragen
ÜBERSICHT
dpkg-query [Option...] Befehl
BESCHREIBUNG
dpkg-query ist ein Werkzeug, um Informationen über Pakete zu zeigen,
die in der dpkg-Datenbank aufgeführt sind.
BEFEHLE
-l, --list Paketname-Muster ...
Liste Pakete auf, deren Namen auf ein bestimmtes Muster passt.
Falls kein Paketname-Muster angegeben ist, liste alle Pakete in
/var/lib/dpkg/status auf. Dabei werden alle Pakete
ausgeschlossen, die als »nicht-installiert markiert sind (d.h.
früher endgültig entfernt wurden). Beachten Sie, dass Sie
wahrscheinlich Paketname-Muster durch Anführungszeichen schützen
müssen, um die Shell an der Dateinamen-Expansion zu hindern.
Folgender Befehl listet beispielsweise alle Paketnamen, die mit
»libc6« beginnen, auf:
dpkg-query -l 'libc6*'
Das Ausgabeformat dieser Option kann nicht konfiguriert werden,
variiert aber automatisch mit der Terminalbreite. Die Ausgabe
ist für menschliche Leser gedacht und nicht leicht
maschinenlesbar. Lesen Sie über die Optionen -W (--show) und
--showformat, um das Ausgabeformat zu konfigurieren.
-W, --show Paketname-Muster ...
Genau wie die --list-Option wird dies alle Pakete, die auf das
angegebene Muster passen, aufführen. Allerdings kann die Ausgabe
mit der --showformat-Option angepasst werden. Im
Standardausgabeformat wird eine Zeile pro passendem Paket
ausgegeben, wobei in jeder Zeile Name und installierte Version
des Pakets getrennt durch einen Tabulator enthalten sind.
-s, --status Paketname ...
Berichte Zustand des angegebenen Paketes. Dies zeigt nur den
Eintrag in der Datenbank der Zustände der installierten Pakete.
-L, --listfiles Paketname ...
Aufführen von Dateien, die durch Paketname installiert wurden.
Beachten Sie aber, dass Dateien, die durch Paket-spezifische
Installationsskripte angelegt wurden, nicht aufgeführt werden.
-c, --control-path Paketname [Steuerdatei]
Listet die Pfade für Steuerdateien auf, die von Paketname auf
Ihrem System installiert wurden. Falls Steuerdatei angegeben
wurde, liste nur den Pfad für diese Steuerdatei auf, falls sie
existiert. Warnung:: Dieser Befehl ist halb-öffentlich, er
sollte nur als letzter Rettungsanker verwandt werden, falls
keine weitere Schnittstelle verfügbar ist. Er könnte später
veraltet werden, falls bessere Schnittstellen oder die
aktuellen, Architektur-bedingten Defizite gelöst wurden.
-S, --search Dateiname-Suchmuster ...
Suche nach einem Dateinamen aus einem installierten Paket. Alle
Standard-Jokerzeichen (»wildcards«) der Shell können in diesem
Muster verwandt werden. Dieser Befehl wird weder die
zusätzlichen Dateien, die durch Betreuer-Skripte angelegt
wurden, noch Alternativen aufführen.
-p, --print-avail Paketname
Zeige Details über Paketname an, wie diese in
/var/lib/dpkg/available vorliegen. Benutzer APT-basierter
Oberflächen sollten apt-cache show Paketname verwenden, da die
Datei available nur bei der Benutzung von dselect aktuell
bleibt.
-h, --help
Zeige den Bedienungshinweis und beende.
--version
Gebe die Version aus und beende sich.
--licence, --license
Zeigt die Kopier-Lizenzierungsbedingungen und beendet sich.
OPTIONEN
--admindir=Verz
Ändert den Ablageort der dpkg-Datenbank. Der Standardort ist
/var/lib/dpkg.
-f, --showformat=Format
Diese Option wird dazu verwendet, das Format der Ausgabe
anzugeben, das --show verwenden wird. Das Format ist eine
Zeichenkette, die für jedes aufgeführte Paket ausgegeben wird.
In der Formatzeichenkette leitet “\” Escape-Sequenzen ein:
\n Zeilenumbruch
\r Wagenrücklauf
\t Tabulator
“\” vor einem anderen Zeichen unterdrückt jede spezielle
Bedeutung des folgenden Zeichens. Dies ist für “\” und “$”
nützlich.
Paketinformationen können einbezogen werden, indem
Variablenreferenzen auf Paketfelder eingefügt werden. Hierbei
wird folgende Syntax verwendet: “${Feld[;Breite]}”. Felder
werden rechtsbündig ausgegeben, falls die Breite nicht negativ
ist und somit linksbündige Ausgabe erfolgt. Die folgenden Felder
werden verstanden, sind aber nicht notwendigerweise in der
Status-Datei verfügbar (nur interne Felder oder Felder, die im
Binärpaket abgespeichert sind, landen dort):
Architecture
Bugs
Conffiles (intern)
Config-Version (intern)
Conflicts
Breaks
Depends
Description
Enhances
Essential
Filename (intern, Dselect-bezogen)
Homepage
Installed-Size
MD5sum (intern, Dselect-bezogen)
MSDOS-Filename (intern, Dselect-bezogen)
Maintainer
Origin
Package
Pre-Depends
Priority
Provides
Recommends
Replaces
Revision (veraltet)
Section
Size (intern, Dselect-bezogen)
Source
Status (intern)
Suggests
Tag (normalerweise nicht in dem .deb sondern in APTs Packages-Dateien
Triggers-Awaited (intern)
Triggers-Pending (intern)
Version
Die Standard-Formatzeichenkette ist “${Package}\t${Version}\n”.
Tatsächlich können auch alle anderen Felder, die in der
Statusdatei gefunden werden können (d.h. benutzerdefinierte
Felder), abgefragt werden. Sie werden so dargestellt, wie sie
gefunden werden, es erfolgt keine Umwandlung oder
Fehlerüberprüfung. Um den Namen des Dpkg-Betreuers und die
installierte Version zu erhalten, könnten Sie folgendes
ausführen:
dpkg-query -W -f='${Package} ${Version}\t${Maintainer}\n' dpkg
UMGEBUNG
COLUMNS
Diese Einstellung beeinflusst die Ausgabe der --list-Option
durch Verändern der Breite ihrer Ausgabe.
AUTOR
Copyright © 2001 Wichert Akkerman
Dies ist Freie Software; lesen Sie die GNU General Public License
Version 2 oder neuer für die Kopierbedingungen. Es gibt KEINE Haftung.
ÜBERSETZUNG
Die deutsche Übersetzung wurde 2004, 2006-2009 von Helge Kreutzmann
<debian@helgefjell.de>, 2007 von Florian Rehnisch <eixman@gmx.de> und
2008 von Sven Joachim <svenjoac@gmx.de> angefertigt. Diese Übersetzung
ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License
Version 2 oder neuer für die Kopierbedingungen. Es gibt KEINE HAFTUNG.
SIEHE AUCH
dpkg(1).