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NAME

       dpkg-scanpackages - erstelle Packages-Index-Dateien

ÜBERSICHT

       dpkg-scanpackages  [Optionen] BinĂr-Verz [override-Datei [Pfad-PrĂfix]]
       > Pakete

BESCHREIBUNG

       dpkg-scanpackages schaut durch einen Baum von  Debian-BinÀrpaketen  und
       erstellt eine Packages-Datei, die von apt(8), dselect(1) usw. verwendet
       wird, um dem Benutzer  zu  erzÀhlen,  welche  Pakete  zur  Installation
       verfĂŒgbar  sind. Diese Packages-Dateien sind die gleichen, die auch auf
       den  Debian-Archiv-Sites  und  CD-ROMs  vorliegen.  Sie  können  selbst
       dpkg-scanpackages  verwenden,  falls  Sie  ein  Verzeichnis von lokalen
       Paketen zur Installation auf einem Cluster von Maschinen anlegen.

       Hinweis: Falls Sie auf die erzeugte Packages-Datei  mit  apt  zugreifen
       wollen,  werden  Sie wahrscheinlich die Datei mit bzip2(1) komprimieren
       mĂŒssen (und damit ein Packages.bz2-Datei erstellen).  Apt  ignoriert  -
       abgesehen   von   lokalem   Zugriff   (d.h.   ĂŒber  file://-Quellen)  -
       unkomprimierte Packages-Dateien.

       BinĂr-Verz ist der Name des zu verarbeitenden  Baums  von  BinĂ€rpaketen
       (beispielsweise  contrib/binary-i386).  Am besten wird dies relativ zur
       Wurzel des Debian-Archivs erstellt, da jedes Filename-Feld in der neuen
       Packages-Datei mit dieser Zeichenkette beginnen wird.

       override-Datei   ist   der   Name   einer   einzulesenden   Datei,  die
       Informationen darĂŒber enthĂ€lt, wie das Paket in die Distribution  passt
       (sie kann eine komprimierte Datei sein); siehe deb-override(5).

       Pfad-PrĂfix ist eine optionale Zeichenkette, die vor das Dateinamenfeld
       gehÀngt werden soll.

       Falls mehr als eine Version eines Paketes gefunden wird, wird  nur  das
       neuste  in die Ausgabe aufgenommen. Falls sie die gleiche Version haben
       und  sich  nur  in  der  Architektur  unterscheiden,  wird  das  zuerst
       gefundene verwendet.

OPTIONEN

       -t, --type Typ
              Suche nach *.Typ statt *.deb-Paketen.

       -u, --udeb
              Veralteter Alias fĂŒr -tudeb.

       -e, --extra-override Datei
              Durchsuche  Datei, um zusÀtzliche Overrides zu finden (die Datei
              kann komprimiert  sein).  Lesen  Sie  deb-extra-override(5)  fĂŒr
              weitere Informationen ĂŒber deren Format.

       -a, --arch arch
              Verwende  ein  Muster, das aus *_all.deb und *_arch.deb besteht,
              statt nach allen Debs zu suchen,

       -m, --multiversion
              Nimm alle gefundenen Pakete in der Ausgabe auf.

       -M, --medium ID-Zeichenkette
              FĂŒge ein Feld X-Medium hinzu, das den Wert  von  ID-Zeichenkette
              enthÀlt.  Dieses  Feld  wird  benötigt,  falls  Sie  die Dateien
              Packages.cd fĂŒr den Einsatz mit der Multicd-Zugriffsmethode  von
              Dselect erstellen wollen.

       -h, --help
              Zeige den Bedienungshinweis und beende.

       --version
              Gebe die Version aus und beende sich.

DIAGNOSE

       dpkg-scanpackages  gibt  die gewöhnlichen selbsterklÀrenden Fehler aus.
       Es warnt auch ĂŒber  Pakete,  die  im  falschen  Unterverzeichnis  sind,
       doppelt vorkommen, ein Filename-Feld in ihrer Steuerdatei haben, in der
       Override-Datei fehlen oder fĂŒr die  Betreuer-Substitutionen  vorliegen,
       die keinen Effekt haben.

ÜBERSETZUNG

       Die  deutsche  Übersetzung  wurde  2004, 2006-2009 von Helge Kreutzmann
       <debian@helgefjell.de>, 2007 von Florian Rehnisch  <eixman@gmx.de>  und
       2008  von Sven Joachim <svenjoac@gmx.de> angefertigt. Diese Übersetzung
       ist Freie Dokumentation; lesen  Sie  die  GNU  General  Public  License
       Version 2 oder neuer fĂŒr die Kopierbedingungen.  Es gibt KEINE HAFTUNG.

SIEHE AUCH

       dpkg(1),    dselect(1),     deb-override(5),     deb-extra-override(5),
       dpkg-scansources(1).