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dvgrab_3.5-1_i386 
NAME
dvgrab — Importiert DV oder MPEG2-Transport-Stream (HDV) Video- und
Tondaten über FireWire- und USB-Verbindungen
ÜBERSICHT
dvgrab [Optionen] [Basis] [-]
BESCHREIBUNG
dvgrab ist ein Programm, mit dem DV oder HDV (MPEG2-TS) Video- und
Audiodaten von einem digitalen Camcorder via IEEE1394-Verbindung
importiert werden können. Die Daten werden in einer oder mehreren
Dateien gespeichert und können später mit einem
Videobearbeitungsprogramm weiter verarbeitet werden. dvgrab kann den
Camcorder fernsteuern, aber zeigt das Videomaterial nicht auf dem
Bildschirm an.
dvgrab unterstützt auch UVC-kompatible (USB Video Class) DV-Geräte
durch das Linux-Kernelmodul »uvcvideo«, einen V4L2-Treiber. Dabei gibt
es aber keine Steuerung über AV/C, deshalb ist der interaktive Modus
ziemlich nutzlos.
Aus dem Argument Basis wird der Dateiname der Videodatei
zusammengesetzt: Basis-Zahl.Erw. Zahl ist eine bei 001 beginnende
fortlaufende Nummer und Erw eine Dateinamenserweiterung, die vom
benutzten Dateiformat abhängt, z. B. avi. Die Namensgebung weicht
davon ab, wenn die Option -timestamp, -timecode oder -timesys verwendet
wird (siehe unten). Wenn Basis ein vollständiger Dateiname
einschließlich einer Namenserweiterung ist, dann versucht dvgrab das
Ausgabeformat von dieser Erweiterung abzuleiten, aber es fügt trotzdem
Zahl ein. Die voreingestellte Basis ist dvgrab-, wenn keine andere
angegeben wurde.
Wenn als Basis das Zeichen ’-’ verwendet wird, gibt dvgrab die
unveränderten DV- oder HDV-Daten auf die Standardausgabe aus. Wenn das
Video in eine Datei importiert wird, werden die Daten auch auf die
Standardausgabe geschrieben, wenn die Standardausgabe an eine Pipe
angeschlossen oder umgeleitet ist.
Sie können dvgrabâ€â€™s leistungsfähige Datei-Schreibfunktionen auch für
andere Programme nutzen, die unveränderte DV- oder HDV-Daten erzeugen.
Benutzen Sie dafür die Option -stdin und dvgrab versucht die DV- oder
HDV-Daten von der Standardeingabe zu lesen, wenn es erkennt, dass es am
Ausgang einer Pipe hängt und nicht interaktiv betrieben wird.
OPTIONEN
Optionen, die länger als ein Buchstabe sind, können durch einen oder
zwei führende Bindestriche angegeben werden. Optionsname und
Argumentwert können durch Leerzeichen oder Gleichheitszeichen getrennt
werden.
-a [Zahl], -autosplit [Zahl]
Es wird versucht den Anfang jeder neuen Aufnahme zu erkennen
und in einzelnen Dateien zu speichern. Das kann mit den
Optionen -frames und -size kombiniert werden und mit einer
neuen Datei wird begonnen, wenn eins der angegebenen
Ereignisse eintritt. Automatisches Teilen ist normalerweise
ausgeschaltet.
Die Angabe von Zahl ist optional. Ohne diese Angabe findet
dvgrab anhand einer Signalisierung im Datenstrom oder einer
Unterbrechung in den Zeitstempeln selbst heraus, wann eine
neue Datei beginnen soll. Dabei muss der Zeitsprung rückwärts
sein oder vorwärts mehr als 1 Sekunde betragen. Durch die
Angabe von Zahl kann die Dauer des Zeitsprungs eingestellt
werden und die Signalisierung einer neuen Aufnahme im
Datenstrom wird nicht mehr beachtet. Dadurch kann man die
Aufnahme an größeren Zeitsprüngen, wie Minuten oder Stunden,
teilen lassen.
Beispiel: -autosplit=3600 teilt die Aufnahme in mehrere
Dateien, wenn sie Zeitsprünge von 1 Stunde oder länger
enthält.
-buffers Zahl
Die Anzahl der wegen I/O-Verzögerungen zwischengespeicherten
Frames. Voreingestellt ist 100.
-card Zahl
dvgrab empfängt die Daten von der FireWire-Karte mit der
Nummer Zahl. Standardmäßig wird die erste Karte mit der
ersten gefundenen Kamera verwendet. In Verbindung mit der
Option -noavc wird der Bus nicht abgesucht. In Verbindung
mit der Option -guid Hex-Zahl wird nur der angegebene Bus
nach einem Gerät mit der GUID Hex-Zahl abgesucht.
-channel Zahl
Isochroner Kanal, von dem die Daten empfangen werden.
Voreingestellt ist 63, das ist so üblich bei DV-Camcordern
heutzutage. Wenn Sie etwas anderes angeben, wird dem Gerät
zur Zeit nicht mitgeteilt, welchen Kanal es nutzen soll. Sie
müssen dem Gerät selbst übermitteln, welcher Kanal genutzt
wird.
-cmincutsize Zahl
Diese Option bewirkt, dass eine Teilung und der Beginn einer
neuen Zusammenstellung Zahl Megabyte (eigentlich Mebibyte)
vor dem Ende der aktuellen Zusammenstellung erfolgt. Diese
Option kann verhindern, dass kleine Dateien entstehen, wenn
die Option -csize benutzt wird. Wenn eine neue
Zusammenstellung auf diese Weise begonnen wird, merkt sich
das Programm den frei gebliebenen Speicherplatz. Sollte die
neue Zusammenstellung dort hinein passen, wird der neue
Startpunkt zurück gesetzt.
-csize Zahl
Diese Option veranlasst dvgrab Dateien zu teilen, wenn eine
Zusammenstellung von Dateien Zahl Megabyte überschreitet.
Damit können Dateien aneinander gereiht werden und sie passen
genau in Zahl Megabyte (eigentlich Mebibyte) (z. B. zum
Archivieren auf DVD). Wenn die Grenze erreicht wird, beginnt
eine neue Zusammenstellung. (Siehe auch Option -cmincutsize)
-debug Typ
Zeigt HDV-Debug-Informationen an, Typ ist einer oder mehrere
von: all,pat,pmt,pids,pid=N,pes,packet,video,sonya1
-d, -duration Zeit
Setzt die maximale Dauer des Imports inklusive aller
Teildateien für einen einzelnen Import-Vorgang (mehrfache
Vorgänge sind im interaktiven Modus möglich). Der Wert Zeit
wird im »SMIL2 MediaClipping«-Zeitformat angegeben.
Siehe http://w3.org/AudioVideo/ für die Spezifikation.
Kurz beschrieben ist das Format:
XXX[.Y]h, XXX[.Y]min, XXX[.Y][s], XXXms,
[[HH:]MM:]SS[.ms] oder smpte=[[[HH:]MM:]SS:]FF.
-every n
Diese Option veranlasst dvgrab nur jedes n-te Frame
abzuspeichern (standardmäßig alle Frames).
-f, -format dv1 | dv2 | avi | raw | dif | qt | mov | jpeg | jpg | mpeg2
| hdv
Gibt das Format der Ausgabedatei(en) an. Das Dateiformat kann
auch ermittelt werden, wenn Sie eine Erweiterung zum Namen
Basis angeben. Die folgenden Erweiterungen werden erkannt:
avi, dv, dif, mov, jpg, jpeg und m2t (HDV).
dv1 und dv2 sind beides AVI-Dateien mit etwas
unterschiedlichen Formaten. dv2 speichert eine Tonspur
zusätzlich zur DV-Videospur, was kompatibler mit anderen
Anwendungen ist. dv1 speichert eine einzige DV-Spur, weil
das DV-Format grundsätzlich Ton und Video mischt. Obwohl dv1
kleinere Ausgabedateien erzeugt, verstehen es manche
Anwendungen nicht und verlangen dv2. dvgrab kann sehr große
AVI-Dateien anlegen, z. B. über 2 oder 4 GB, aber die
Kompatibilität mit anderen Anwendungen nimmt über einer Größe
von 1 GB ab.
raw speichert die Daten unverändert mit der Dateiendung .dv.
Diese Dateien können von einigen GNU/Linux-Werkzeugen gelesen
werden, genauso wie von »Apple Quicktime«.
dif eine Abwandlung des raw-Formats; die Dateien erhalten die
Endung .dif. Damit können sie sofort mit Programm
»MainConcept MainActor5« geladen werden.
qt ist Quicktime-Format, aber erfordert, dass dvgrab mit
»libquicktime« kompiliert wurde.
jpg oder jpeg ist für eine Folge von JPEG-Bildern, wenn
dvgrab mit den Bibliotheken libdv und jpeglib kompiliert
wurde. Diese Option kann nur bei DV-Geräten benutzt werden,
nicht bei HDV (MPEG2-TS).
mpeg2 oder hdv ist für MPEG-2-Transportströme, wenn z. B. ein
HDV-Camcorder oder eine digitale TV-Settop-Box benutzt wird.
Voreingestellt ist raw.
-F, -frames Zahl
Diese Option veranlasst dvgrab höchstens Zahl Frames pro
Datei abzuspeichern, bevor eine neue Datei angefangen wird,
dabei bedeutet Zahl = 0 unbegrenzt. Die Spieldauer der Datei
hängt vom verwendeten Videosystem ab. PAL zeigt 25, NTSC
ungefähr 30 Frames pro Sekunde.
-guid Hex-Zahl
Wenn Sie mehr als ein DV-Gerät haben, wählen Sie eins aus,
indem Sie die GUID Hex-Zahl (hexadezimales Format) dieses
Geräts angeben. Das Format ist in /proc/bus/ieee1394/devices
oder bei Kernel 2.6 im Dateisystem /sys zu sehen. Wenn Sie
eine GUID angeben, baut dvgrab eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung
auf, anstatt auf die Meldung des Geräts zu warten. Wenn Sie
als Hex-Zahl den Wert 1 eingeben, versucht dvgrab das Gerät
zu finden und baut eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung auf. Das
ist besonders bei MPEG2-TS Settop-Boxen nützlich, die häufig
eine Verbindungsverwaltung erfordern, um mit der Übertragung
zu beginnen.
-h, -help Zeigt eine Zusammenfassung der Optionen.
-I, -input Datei
Liest von der Datei anstelle von FireWire. Sie können ’-’ für
die Standardeingabe anstelle von -stdin verwenden.
-i, -interactive
Versetzt dvgrab in den interaktiven Modus, sodass jeder
Tastendruck die Kamera steuert oder den Import (capture)
startet oder stoppt. Andernfalls läuft dvgrab im
Session-Modus, wobei es sofort anfängt einzulesen und nach
Festlegung oder Unterbrechung (durch STRG-c) aufhört.
-jpeg-deinterlace
Zusammen mit -format jpeg entflechtet (deinterlace) es die
Ausgabe durch Verdoppelung der Zeilen im oberen Feld. Dies
ist eine einfache Form des Deinterlace, wobei 50% der
Auflösung verloren geht.
-jpeg-height Zahl
Zusammen mit -format jpeg wird die Ausgabe auf eine Höhe von
Zahl (1 - 2048) skaliert.
-jpeg-overwrite
Zusammen mit -format jpeg wird die selbe Datei immer wieder
überschrieben, anstatt eine Folge von Dateien anzulegen.
-jpeg-quality Zahl
Zusammen mit -format jpeg setzt es die JPEG-Qualitätsstufe
von 0 (schlechteste) bis 100 (beste).
-jpeg-temp Datei
Beim Erstellen des JPEGs wird eine temporäre Datei benutzt,
die in die Zieldatei umbenannt wird, wenn sie komplett ist.
Das ist nützlich, wenn dvgrab mit der Option -jpeg-overwrite
zur Erstellung eines Webcam-Bildes genutzt wird.
-jpeg-width Zahl
Zusammen mit -format jpeg wird die Ausgabe auf eine Breite
von Zahl (1 - 2048) skaliert.
Die skalierte Breite und Höhe des JPEGs müssen beide entweder
kleiner oder größer als die normale Frame-Größe sein. Zum
Beispiel, auch wenn eine skalierte Breite von 700 und Höhe
von 525 Bildpunkten ein Verhältnis von 4:3 ergibt, ist dieses
Bild für NTSC unzulässig, weil 700 kleiner als die normale
Breite von 720 ist, aber die Höhe ist größer als 480.
Weil DV nicht-quadratische Bildpunkte verwendet, ist es gut,
das Bild auf ein Seitenverhältnis von 4:3 mit quadratischen
Bildpunkten skalieren zu können. Für NTSC sind
Beispielgrößen: 800x600, 640x480 und 320x240. Für PAL
beispielsweise 384x270 und 768x540.
-jvc-p25
Entfernt die Signalisierung »remove_first_field« und setzt
den Wert für Bilder pro Sekunde auf 25, um einen Datenstrom
zu korrigieren, der in JVCs Modus »HDV P25« aufgenommen
wurde.
-lockstep
Richtet den Import an einem Vielfachen von -frames aus,
basierend auf dem Zeitstempel. Das dient der Redundanz, wenn
mehr als ein Rechner von dem selben FireWire-Gerät importiert
und Sie sicher stellen wollen, dass jede Datei das gleiche
Filmmaterial enthält. Damit die Dateien auf jedem Rechner den
gleichen Namen haben, benutzen Sie die Option -timecode und
die gleiche Basis.
-lockstep_maxdrops Anzahl
Wenn hintereinander die Anzahl Frames verworfen wurden, dann
wird die Datei geschlossen und der Import am nächsten
»Lockstep«-Intervall wieder gestartet. Wenn die Anzahl
gleich -1 ist, dann ist diese Funtion ausgeschaltet. Das ist
voreingestellt.
-lockstep_totaldrops Zahl
Wenn die absolute Anzahl Frames verworfen wurden, dann wird
die Datei geschlossen und der Import am nächsten
»Lockstep«-Intervall wieder gestartet. Wenn die Anzahl
gleich -1 ist, dann ist diese Funtion ausgeschaltet. Das ist
voreingestellt.
-noavc
Schaltet die Kamerasteuerung aus. Das sollte benutzt werden,
wenn Live-Videodaten von der Videokamera im Kamera-Modus
importiert werden, weil dabei das AV/C-Kommando »Wiedergabe«
die Aufnahme der Kamera starten würde. Möglicherweise wird
das eingelegte Band überspielt. Die Option wirkt auf den
interaktiven und nicht-interaktiven Modus, weil im letzteren
Fall auch Start- und Stopp-Signale zur Kamera gesendet
werden, wenn der Import gestartet oder gestoppt wird.
-nostop
Beim Beenden von dvgrab wird der AV/C-VTR-Befehl »Stopp«
nicht gesendet.
-opendml
Zusammen mit -format dv2 erstellt es eine OpenDML-konforme
DV-AVI-Datei vom Typ 2. Das ist für dv2-Dateien >1GB
erforderlich. dv1 unterstützt schon Dateien >1GB.
-r, -recordonly
Wenn die Kamera im Aufnahmemodus ist, wird dvgrab nur dann
Daten einlesen, wenn die Kamera aufnimmt und nicht in »Pause«
ist. Normalerweise liest dvgrab immer Daten ein, wenn die
Kamera im Aufnahmemodus ist und überlässt die Steuerung dem
Benutzer des Rechners. Mit dieser Option verhält sich dvgrab
wie ein Videorekorder, bei dem der Bediener der Kamera
bestimmt, wann eingelesen wird. Das ist zusammen mit der
Option -autosplit sehr nützlich, um für jede Szene eine
eigene Datei anzulegen. Dazu wird AV/C benötigt und es
funktioniert nicht zusammen mit der Option -noavc.
-rewind
Die Kassette wird bis an den Anfang zurück gespult, bevor mit
dem Dateneinlesen begonnen wird. Dazu wird AV/C benötigt und
es funktioniert nicht im interaktiven Modus.
-showstatus
Normalerweise werden Informationen zum Einlesen nach dem
Schreiben jeder Datei angezeigt. Mit dieser Option wird der
Importstatus während des Einlesens angezeigt und bei jedem
Frame aktualisiert.
-s, -size Zahl
Diese Option veranlasst dvgrab höchstens Zahl Megabyte
(eigentlich Mebibyte) pro Datei abzuspeichern, bevor eine
neue Datei angelegt wird, dabei bedeutet Zahl = 0 unbegrenzte
Dateigröße. Voreingestellt ist die Grenze auf 1024 MB.
-srt
Es werden Untertiteldateien mit dem Aufnahmedatum und
-uhrzeit im »SRT«-Format erstellt. Für jede abgespeicherte
Videodatei werden zwei zusätzliche Dateien mit den Endungen
».srt0« und ».srt1« angelegt. Sie enthalten das
Aufnahmedatum und -uhrzeit als Untertitel im »SRT«-Format.
Die Datei »*.srt0« enthält Untertitel, deren Zeitbasis sich
an der laufenden Zeit, vom Beginn der aktuellen Datei an,
orientiert. Diese Datei sollte beim Umwandeln in ein Format
wie AVI verwendet werden. Die Datei »*.srt1« enthält
Untertitel, deren Zeitbasis sich an der von der Kamera
übertragenen Zeit orientiert. Das Programm »MPlayer« kann mit
diesen Untertiteln umgehen.
-stdin
Liest den Datenstrom aus einer Pipe an der Standardeingabe
anstatt vom FireWire-Treiber.
-timecode
Baut den Zeitstempel des ersten Frames jeder Datei in den
Dateinamen ein.
-t, -timestamp
Baut Datum und Uhrzeit der Aufnahme in den Dateinamen ein.
-timesys
Verwendet das Datum und -uhrzeit des Systems anstatt der
Aufnahme für den Dateinamen. Das ist nützlich, wenn Umwandler
verwendet werden, die das Aufnahmedatum und -uhrzeit in den
DV-Daten nicht ändern.
-V, -v4l2
Liest von einem USB-Video-Class-(UVC)-Gerät ein, das DV
unterstützt. Der Kernel-Treiber »uvcvideo« via V4L2 wird
benutzt. Das Standard-Gerät ist /dev/video. Mit der Option
-input können Sie eine andere Gerätedatei einstellen.
-v, -version
Zeigt die Programmversion.
-24p
Setzt bei »Quicktime DV« die Framerate auf 24 fps in der
Quicktime-Datei. Das funktioniert aber nur, wenn die Aufnahme
im Modus »24p« erfolgte.
-24pa
Setzt bei »Quicktime DV« die Framerate auf 24 fps in der
Quicktime-Datei und macht zusätzlich das
»2:3:3:2 pull down«-Verfahren rückgängig, indem die
»interlaced C-Frames« entfernt werden. Das funktioniert aber
nur, wenn die Aufnahme im Modus »24p advanced« erfolgte.
Siehe http://www.adamwilt.com/24p/.
BEISPIELE
dvgrab foo-
Importiert Videodaten von der standardmäßigen FireWire-Quelle
und speichert sie in Dateien foo-001.avi, foo-002.avi, usw.
dvgrab -frames 25 foo-
Eine PAL-Video-Quelle vorausgesetzt, speichert dieses
Kommando eine Sekunde Videodaten pro Datei.
dvgrab -autosplit -frames 750 -timestamp foo-
Liest Videodaten von der voreingestellten FireWire-Quelle
ein, teilt sie in Stücke von 30 Sekunden (angenommen PAL)
oder am Beginn einer neuen Aufnahme und benennt die Dateien
nach den Datums- und Zeitinformationen des Videostroms.
dvgrab -autosplit -size 1998 -csize 4400 -cmincutsize 10 foo-
Importiert Videodaten von der standardmäßigen
FireWire-Quelle, teilt sie in Stücke, wenn eine neue Aufnahme
beginnt oder die aktuelle Datei 1998 Megabyte überschreitet
oder die aktuelle Zusammenstellung von Dateien größer als
4400 Megabyte wird. Außerdem beschränkt es die kleinste
Dateigröße, die durch Teilung einer Zusammenstellung
entsteht, auf 10 Megabyte.
Dieses Beispiel ist sehr gut geeignet, um DV-Daten auf DVDs
zu sichern, weil 2 GByte ungefähr die maximale Dateigröße
ist, mit der die (aktuelle) Linux-Umsetzung des
ISO9660-Dateisystems umgehen kann.
Achtung: Es ist möglich in ISO9660-Dateisystemen Dateien
größer als 2 GByte anzulegen, aber die aktuellen
Linux-Treiber für ISO9660 können diese nicht lesen. Neuere
Kernel können evtl. mit Dateien größer 2 GByte im
ISO9660-Dateisystem umgehen.
dvgrab -format hdv -autosplit
Liest von einem HDV-Camcorder ein, versucht den Anfang jeder
neuen Aufnahme zu erkennen und in einzelnen Dateien zu
speichern.
dvgrab -format mpeg2 -guid 1
Nimmt von einer digitalen TV-Settop-Box auf.
dvgrab -jpeg-over -jpeg-w=320 -jpeg-h=240 -d smpte=1 webcam.jpeg
Liest ein einzelnes Frame ein, speichert es als JPEG mit dem
Namen »webcam.jpg« und endet. Dieses Beispiel zeigt auch die
Verwendung von Optionen. Sie müssen von einem langen
Optionsnamen nur so viel angeben, damit er eindeutig ist. Sie
können Leerzeichen oder Gleichheitzeichen benutzen, um den
Optionsnamen und den Wert zu trennen. Das Dateiformat wird
von der Erweiterung des Dateinamens abgeleitet. Weil die
Option -jpeg-overwrite verwendet wird, ist der Dateiname
genau »webcam.jpeg« und enthält keine Zahlen.
dvgrab -V Importiert über USB von einem UVC-konformen DV-Gerät.
dvgrab -v4l -input /dev/video1
Importiert über USB von einem UVC-konformen DV-Gerät und
benutzt die Gerätedatei /dev/video1.
dvgrab -format=hdv -autosplit=28800 -srt foo-
Liest von einem HDV-Camcorder ein und speichert jede Aufnahme
in einer eigenen Datei, wenn sie einen Zeitunterschied von
mehr als 8 Stunden zur vorherigen hat. Das erzeugt eine
eigene Datei für jeden Tag (gut für Urlaubsvideos). Außerdem
werden Untertiteldateien angelegt. Angenommen, die Dateien
»foo-001.m2t« und »foo-002.m2t« werden erstellt, so werden
auch die dazu gehörenden Untertiteldateien »foo-001.srt0«,
»foo-001.srt1«, »foo-002.srt0« und »foo-002.srt1« angelegt.
Die Dateien können benutzt werden, um Aufnahmedatum und
-uhrzeit beim Anschauen des Videos anzuzeigen.
AUTOR
Dan Dennedy <dan@dennedy.org> und Daniel Kobras <kobras@debian.org>.
Erik Schanze <eriks@debian.org> hat sie ins Deutsche übersetzt.
Mehr Informationen und Unterstützung finden Sie auf der Webseite
http://www.kinodv.org/ .