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BEZEICHNUNG

       ps - Prozessstatus berichten

ÜBERSICHT

       ps [optionen]

BESCHREIBUNG

       ps  zeigt  eine  Momentaufnahme  der aktuellen Prozesse.  Wenn Sie eine
       fortlaufende Aktualisierung der Ausgabe wünschen,  verwenden  Sie  top.
       Diese  Handbuchseite  beschreibt die /proc-basierte Version von ps bzw.
       versucht dieses.

OPTIONEN

       Diese Version von ps unterstützt verschiedene Arten von Optionen.

       Unix-Optionen dürfen gruppiert  werden  und  müssen  einen  Bindestrich
       vorangestellt  haben.   BSD-Optionen dürfen gruppiert werden und dürfen
       keinen Bindestrich vorangestellt haben.  Langen GNU-Optionen sind  zwei
       Bindestriche vorangestellt.

       Optionen der verschiedenen Arten dürfen beliebig gemischt werden.

       Setzen  Sie die Umgebungsvariable I_WANT_A_BROKEN_PS, wenn Sie die BSD-
       Syntax auch dann  erzwingen  möchten,  wenn  Optionen  ein  Bindestrich
       vorangestellt  ist.  Die Umgebungsvariable PS_PERSONALITY (siehe weiter
       unten) bietet eine detailliertere Kontrolle des Verhaltens.

       EINFACHE PROZESSAUSWAHL

       -A           Wählt alle Prozesse aus
       -N           Negative Auswahl
       -a           Wählt alle mit einem tty bis auf Session-Leiter
       -d           Wählt alle, bis auf Session-Leiter aus
       -e           Wählt alle Prozesse aus
       T            Wählt alle Prozess für dieses Terminal aus
       a            Wählt alle Prozesse mit einem Terminal aus, inklusive der anderer Benutzer
       g            Wirklich alle, auch Prozessgruppen-Leiter (hat nicht zu tun mit SunOS-Einstellungen)
       r            Beschränkt die Ausgabe auf laufende Prozesse
       x            Wählt Prozesse ohne kontrollierende ttys
       --deselect   Negative Auswahl

       PROZESSAUSWAHL ÜBER LISTE

       -C        Auswahl über Befehlsnamen
       -G        Auswahl über RGID (unterstützt Namen)
       -U        Auswahl über RUID (unterstützt Namen)
       -g        Auswahl über Session-Leiter oder über Gruppennamen
       -p        Auswahl über PID
       -s        Wählt Prozesse, die zu der gegebenen Session gehören
       -t        Auswahl über tty
       -u        Auswahl über effektive User-ID (unterstützt Namen)
       U         Wählt Prozesse für die angegebenen Benutzer aus
       p         Auswahl über Prozess-ID
       t         Auswahl über tty
       --Group   Auswahl über tatsächlichen Gruppennamen oder ID
       --User    Auswahl über tatsächlichen Benutzernamen oder ID
       --group   Auswahl über effektiven Gruppennamen oder ID
       --pid     Auswahl über Prozess-ID
       --sid     Auswahl über Session-ID
       --tty     Auswahl über Terminal
       --user    Auswahl über effektiven Benutzernamen oder ID

       -123      impliziert --sid
       123       impliziert --pid

       STEUERUNG DES AUSGABE-FORMATES

       -O         wird vor "-o" geladen
       -c         unterschiedliche Informationen vom Scheduler bei der -l-Option
       -f         komplette Ausgabe
       -j         Jobs-Format
       -l         langes Format
       -o         Benutzer-definiertes Format
       -y         keine Flags anzeigen; rss anstelle von addr
       O          wird vor "o" geladen (überladen)
       X          altes Linux-i386 Register-Format
       j          Job-Control-Format
       l          langes Format
       o          Benutzer-definiertes Format
       s          Signal-Format
       u          Benutzer-definiertes Format
       v          Virtual-Memory-Format
       --format   Benutzer-definiertes Format

       AUSGABE-MODIFIKATOREN OUTPUT MODIFIERS

       -H               Zeigt die Prozess-Hierarchie (Wald)
       -m               Zeigt Threads
       -n, N            Setzt die Namelist-Datei
       -w, w            Breite Ausgabe
       C                Reine CPU-Zeit für %CPU anzeigen anstatt des Durchschnitts
       O                Sortierreihenfolge (überladen)
       S,
       --cumulative     Daten von toten Kindern einbeziehen (als Summe zusammen mit den Eltern)
       c                tatsächlichen Befehlsnamen anzeigen
       e                Umgebung nach dem Befehl anzeigen
       f, --forest      Prozesshierarchie als ASCII-Kunst (Wald)
       h                keine Kopfzeilen (bzw. eine Kopfzeile pro Seite in BSD-Personalität)
       m                alle Threads
       n                Numerische Ausgabe von WCHAN und USER
       --cols,
       --columns,
       --width          Bildschirmbreite festlegen
       --html           HTML-Ausgabe
       --headers        Kopfzeilen wiederholen, eine pro Ausgabeseite
       --no-headers     print no header line at all
       --lines,
       --rows           Bildschirmhöhe festlegen
       --nul, --null,
       --zero           unausgerichtete Ausgabe mit NULs
       --sort           Sortierreihenfolge angeben

       INFORMATIONEN

       -V, V,
       --version   gibt die Version aus
       L           Alle Format-Bezeichner auflisten
       --help      Hilfetext ausgeben
       --info      Debuginformationen ausgeben

       VERALTET

       A   Platz für Argumente vergrößern (DecUnix)
       M   Alternativen Kern benutzen (versuchen Sie stattdessen -n oder N)
       W   Swap-Informationen von ... lesen, nicht von /dev/drum (versuchen Sie stattdessen -n oder N)
       k   /vmcore anstatt c-dumpfile benutzen (versuchen Sie stattdessen -n oder N)

ANMERKUNGEN

       Die Option -g kann nach  Session-Leiter  oder  nach  Namen  der  Gruppe
       auswählen.   Die  Auswahl nach Session-Leiter wird von vielen Standards
       beschrieben, die Auswahl nach Gruppe ist jedoch das logische Verhalten,
       das  viele  andere  Betriebssysteme  unterstützen.  Dieses ps wird nach
       Session-Leiter auswählen, wenn die Liste numerisch  ist  (wie  Sessions
       auch).    Gruppen-ID-Zahlen   werden   nur   dann   unterstützt,   wenn
       gleichzeitig auch Namen angegeben werden.

       Die Option m sollte nicht verwendet werden.  Benutzen Sie  -m  oder  -o
       zusammen  mit  einer  Liste.  (-m zeigt Informationen über den Speicher
       an, zeigt Threads oder sortiert nach Speicherbedarf).

       Die Option h ist problematisch.  Das ps von BSD verwendet  die  Option,
       um  eine Kopfzeile auf jeder Ausgabe anzuzeigen, ältere Linux-Versionen
       von ps verwenden diese  Option,  um  Kopfzeilen  komplett  abzustellen.
       Diese  Version  von  ps  folgt  der  Linux-Verwendung  und  zeigt keine
       Kopfzeilen an, solange nicht  BSD-Personalität  eingeschaltet  ist,  in
       welchem  Fall Kopfzeilen auf jeder Seite ausgegeben werden.  Unabhängig
       von der aktuellen Personalität, dürfen Sie die langen Optionen --header
       und --no-header verwenden, um Kopfzeilen ein- bzw. auszuschalten.

       Terminals  (ttys  oder  Bildschirme  für  textuelle Ausgaben) werden in
       verschiedenen Arten angegeben: /dev/ttyS1, ttyS1, S1.  Veraltete Syntax
       ps t (das eigene Terminal) sowie ps t?  (ohne Terminal arbeiten) werden
       unterstützt, jedoch sollten stattdessen die moderneren Optionen (T,  -t
       mit Liste, x, t mit Liste) verwendet werden.

       Die  BSD-Option  O  kann  sich  wie  -O verhalten (Benutzer-definiertes
       Ausgabeformat mit einigen  üblichen  Feldern  vordefiniert)  oder  kann
       verwendet  werden,  um  die  Sortierreihenfolge anzugeben.  Heuristiken
       werden verwendet, um das Verhalten  dieser  Option  zu  bestimmen.   Um
       sicherzugehen, dass das gewünschte Verhalten ausgewählt wird, geben Sie
       die andere Option (Sortieren oder Formatieren) auf eine andere Art  an.

       Bezüglich    Sortierung,    die    Syntax    der   BSD-Option   O   ist
       O[+|-]k1[,[+|-]k2[,...]].   Sortieren  der  Prozessliste  wie  in   der
       mehrstufigen Sortierung angegeben, die durch die Sequenz der Kürzel von
       SORTIERSCHLÜSSEL k1, k2, ... angegeben wurde.  Das  ‘+’  ist  optional,
       wiederholt lediglich die voreingestellte Reihenfolge der Schlüssel, dem
       es vorangestellt ist.  Das ‘-’ dreht die Sortierreihenfolge  des  einen
       Schlüssels  um, dem es vorangestellt ist.  Die Option O muss die letzte
       Option in einem zusammengefassten  Argument  sein,  aufeinanderfolgende
       Argumente werden zusammengefasst.

       Die  GNU-Sortier-Syntax  ist  --sortX[+|-]key[,[+|-]key[,...]].  Wählen
       Sie einen Schlüssel aus SORTIERSCHLÜSSEL aus, der aus mehreren  Zeichen
       besteht.   X  darf  ein  beliebiges  Zeichen  sein,  das  zur  Trennung
       verwendet wird.  Um GNU-ish zu bleiben, verwenden Sie ‘=’.  Das ‘+’ ist
       wirklich  optional,  da die voreingestellte Sortierrichtung aufsteigend
       ist,    numerisch    oder    lexikografisch.     Beispiel:    ps    jax
       --sort=uid,-ppid,+pid

       Dieses  ps  arbeitet,  indem  es die virtuellen Dateien in /proc liest.
       Dieses ps muss daher nicht mehr suid kmem sein oder andere  Privilegien
       besitzen,   um  zu  laufen.   Geben  Sie  diesem  ps  keine  speziellen
       Berechtigungen.

       Dieses ps benötigt Zugriff auf eine Namensliste,  um  WCHAN  vernünftig
       darzustellen.   Diese  Liste  muss  genau  zum  aktuellen  Linux-Kernel
       passen.

       Um WCHAN-Felder zu erzeugen, muss ps die Datei System.map lesen können,
       die  zusammen mit dem Kernel erzeugt wurde.  Die folgenden Pfade werden
       der Reihe nach ausprobiert.

       $PS_SYSTEM_MAP
       /boot/System.map-uname -r
       /boot/System.map
       /lib/modules/uname -r/System.map
       /usr/src/linux/System.map

       Das Element used_math von task_struct wird nicht angezeigt,  da  crt0.s
       überprüft,  ob  math  vorhanden  ist.  Daher ist das math-Flag für alle
       Prozesse gesetzt, und daher wertlos.  (Irgendjemand  sollte  mal  bitte
       die libc oder den Kernel korrigieren.)

       Programme,    die    auf   Platte   ausgelagert   sind,   werden   ohne
       Kommandozeilenargumente angezeigt,  und,  sofern  nicht  die  Option  c
       gegeben wurde, auch in Klammern.

       %CPU  zeigt  die  prozentuale CPU-Zeit/Realzeit an.  Die Summe wird nur
       manchmal 100% ergeben.  Es ist die verbrauchte Zeit, geteilt durch  die
       Zeit, die der Prozess am Laufen ist.

       Die  Felder SIZE und RSS zählen die Seiten-Tabellen und die task_struct
       eines Prozesses nicht;  es  sind  zumindest  12k  Speicher,  die  immer
       resident   sind.    SIZE   ist   die   virtuelle  Größe  des  Prozesses
       (Code+Daten+Stack).

       Prozesse, die als <defunct>  markiert  sind,  sind  tote  Prozesse  (so
       genannte "Zombies"), die zurückbleiben, da die Elternprozesse sie nicht
       ordentlich zerstört haben.  Diese Prozesse werden von init(8) zerstört,
       wenn die Elternprozesse beendet werden.

       PROZESS-FLAGS

       ALIGNWARN    001   print alignment warning msgs
       STARTING     002   being created
       EXITING      004   getting shut down
       PTRACED      010   set if ptrace (0) has been called
       TRACESYS     020   tracing system calls
       FORKNOEXEC   040   forked but didn’t exec
       SUPERPRIV    100   used super-user privileges
       DUMPCORE     200   dumped core
       SIGNALED     400   killed by a signal

       PROZESS-STATUS-WERTE

       D   ununterbrechbarer Schlaf (normalerweise IO)
       R   laufend (in der run-Queue)
       S   schlafend
       T   verfolgt oder angehalten
       Z   disfunktional ("Zombie")

       Für  BSD-Formate und wenn das "stat"-Schlüsselwort benutzt wird, werden
       zusätzliche Buchstaben angezeigt:

       W   hat keine resident Seiten
       <   Prozesse mit hoher Priorität
       N   Prozesse mit geringer Priorität
       L   hat gesperrte Seiten im Speicher (für Echtzeit und Benutzer-IO)

SORTIERSCHLÜSSEL

       Beachten Sie, dass die Werte, die für die Sortierung verwendet  werden,
       interne  Werte  von  ps  sind  und  nicht  die  Werte, die letztendlich
       ausgebeben werden.  Wenn Sie  nach  den  endgültigen  Werten  sortieren
       möchten, pipen Sie die Ausgabe durch sort(1).

       SCHLÜSSEL   LANG         BESCHREIBUNG
       c           cmd          einfacher Befehl des Programms
       C           cmdline      komplette Kommandozeile
       f           flags        Flags wie im Lang-Format-Feld F
       g           pgrp         Prozessgruppen ID
       G           tpgid        Kontrollierendes tty Prozessgruppen ID
       j           cutime       gesammelte Benutzerzeit

       J           cstime       gesammelte Systemzeit
       k           utime        Benutzerzeit
       K           stime        Systemzeit
       m           min_flt      Anzahl kleiner Seiten-Fehler
       M           maj_flt      Anzahl großer Seiten-Fehler
       n           cmin_flt     Gesammelte kleine Seiten-Fehler
       N           cmaj_flt     Gesammelte großer Seiten-Fehler
       o           session      Session-ID
       p           pid          Prozess-ID
       P           ppid         Prozess-ID des Vaterprozesses
       r           rss          resident set size
       R           resident     residente Seiten
       s           size         Speichergröße in Kilobytes
       S           share        Anzahl der gemeinsam benutzten Seiten
       t           tty          Untere Gerätenummer des tty’s
       T           start_time   Zeit, zu dem der Prozess gestartet wurde
       U           uid          Benutzer-ID
       u           user         Benutzername
       v           vsize        Gesamtgröße des VM in Bytes
       y           priority     Kernel-Scheduling-Priorität

AIX FORMAT-BESCHREIBUNGEN

       Dieses  ps  unterstützt  AIX-Format-Beschreibungen, die ähnlich wie die
       Formatanweisungen  von  printf(1)  und  printf(3)  funktionieren.   Die
       voreingestellte  Ausgabe  kann z.B. mit der folgenden Anweisung erzeugt
       werden: ps -eo "%p %y %x %c"

       CODE   NORMAL   HEADER
       %C     pcpu     %CPU
       %G     group    GROUP
       %P     ppid     PPID
       %U     user     USER
       %a     args     COMMAND
       %c     comm     COMMAND
       %g     rgroup   RGROUP
       %n     nice     NI
       %p     pid      PID
       %r     pgid     PGID
       %t     etime    ELAPSED
       %u     ruser    RUSER
       %x     time     TIME
       %y     tty      TTY
       %z     vsz      VSZ

STANDARD FORMAT-BEZEICHNER

       Diese dürfen dazu benutzt werden, um sowohl das Ausgabe-Format als auch
       die  Sortierung  zu  bestimmen.   Beispiel: ps -eo pid,user,args --sort
       user

       CODE          HEADER
       %cpu          %CPU
       %mem          %MEM
       alarm         ALARM
       args          COMMAND
       blocked       BLOCKED
       bsdstart      START
       bsdtime       TIME
       c             C
       caught        CAUGHT
       cmd           CMD
       comm          COMMAND
       command       COMMAND
       cputime       TIME

       drs           DRS
       dsiz          DSIZ
       egid          EGID
       egroup        EGROUP
       eip           EIP
       esp           ESP
       etime         ELAPSED
       euid          EUID
       euser         EUSER
       f             F
       fgid          FGID
       fgroup        FGROUP
       flag          F
       flags         F
       fname         COMMAND
       fsgid         FSGID
       fsgroup       FSGROUP
       fsuid         FSUID
       fsuser        FSUSER
       fuid          FUID
       fuser         FUSER
       gid           GID
       group         GROUP
       ignored       IGNORED
       intpri        PRI
       lim           LIM
       longtname     TTY
       lstart        STARTED
       m_drs         DRS
       m_trs         TRS
       maj_flt       MAJFL
       majflt        MAJFLT
       min_flt       MINFL
       minflt        MINFLT
       ni            NI
       nice          NI
       nwchan        WCHAN
       opri          PRI
       pagein        PAGEIN
       pcpu          %CPU
       pending       PENDING
       pgid          PGID
       pgrp          PGRP
       pid           PID
       pmem          %MEM
       ppid          PPID
       pri           PRI
       priority      PRI
       rgid          RGID
       rgroup        RGROUP
       rss           RSS
       rssize        RSS
       rsz           RSZ
       ruid          RUID
       ruser         RUSER
       s             S
       sess          SESS
       session       SESS
       sgi_p         P
       sgi_rss       RSS
       sgid          SGID
       sgroup        SGROUP
       sid           SID
       sig           PENDING
       sig_block     BLOCKED
       sig_catch     CATCHED
       sig_ignore    IGNORED

       sig_pend      SIGNAL
       sigcatch      CAUGHT
       sigignore     IGNORED
       sigmask       BLOCKED
       stackp        STACKP
       start         STARTED
       start_stack   STACKP
       start_time    START
       stat          STAT
       state         S
       stime         STIME
       suid          SUID
       suser         SUSER
       svgid         SVGID
       svgroup       SVGROUP
       svuid         SVUID
       svuser        SVUSER
       sz            SZ
       time          TIME
       timeout       TMOUT
       tmout         TMOUT
       tname         TTY
       tpgid         TPGID
       trs           TRS
       trss          TRSS
       tsiz          TSIZ
       tt            TT
       tty           TT
       tty4          TTY
       tty8          TTY
       ucmd          CMD
       ucomm         COMMAND
       uid           UID
       uid_hack      UID
       uname         USER
       user          USER
       vsize         VSZ
       vsz           VSZ
       wchan         WCHAN

UMGEBUNGSVARIABLEN

       Die folgenden Umgebungsvariablen beeinflussen ps:

       COLUMNS              Überschreibt die voreingestellte Bildschirmbreite
       LINES                Überschreibt die voreingestellte Bildschirmhöhe
       PS_PERSONALITY       Eines von posix,old,linux,bsd,sun,digital...
       CMD_ENV              Eines von posix,old,linux,bsd,sun,digital...
       I_WANT_A_BROKEN_PS   Erzwingt veraltete Kommandozeilenoptionen
       LC_TIME              Datumsformat
       PS_COLORS            Zurzeit noch nicht unterstützt
       PS_FORMAT            Überschreibt voreingestelltes Ausgabeformat
       PS_SYSMAP            Ort der Namensliste (System.map)
       PS_SYSTEM_MAP        Ort der Namensliste (System.map)
       POSIXLY_CORRECT      Keine Entschuldigungen für schlechte "Fähigkeiten" finden
       UNIX95               Keine Entschuldigungen für schlechte "Fähigkeiten" finden
       _XPG                 Nicht-Standard CMD_ENV=irix-Verhalten aufheben

       Generell ist es keine  gute  Idee,  diese  Variablen  zu  setzen.   die
       Ausnahme  bilden  CMD_ENV und PS_PERSONALITY, die auf Linux für normale
       Systeme gesetzt werden können.  Ohne diese  Einstellung  folgt  ps  den
       sinnlosen und schlechten Teilen des Unix98-Standards.

       PERSONALITÄT

       aix       wie AIX ps

       bsd       wie FreeBSD ps (folgt keinem Standard)
       compaq    wie Digital Unix ps
       debian    wie das alte Debian ps
       digital   wie Digital Unix ps
       gnu       wie das alte Debian ps
       hp        wie HP-UX ps
       hpux      wie HP-UX ps
       irix      wie Irix ps
       linux     ***** EMPFOHLEN *****
       old       wie die anderen original Linux ps (folgt keinem Standard)
       posix     standard
       sco       wie SCO ps
       sgi       wie Irix ps
       sun       wie SunOS 4 ps (folgt keinem Standard)
       sunos     wie SunOS 4 ps (folgt keinem Standard)
       sysv      standard
       unix      standard
       unix95    standard
       unix98    standard

BEISPIELE

       Alle Prozesse auf dem System anzeigen mit der Standard-Syntax:
           ps -e
       Alle Prozesse auf dem System anzeigen mit der BSD-Syntax:
           ps ax
       Alle  Prozesse  anzeigen bis auf diejenigen, die als root laufen (reale
       und tatsächliche ID):
           ps -U root -u root -N
       Alle Prozesse mit einem benutzerdefinierten Format anzeigen:
           ps -eo pid,tt,user,fname,tmout,f,wchan
       Ungewohnte Ausgabe mit AIX-Feldbeschreibungen:
           ps -o "%u : %U : %p : %a"
       Nur die Prozess-ID vom syslogd ausgeben:
           ps -C syslogd -o pid=

KONFORM ZU

       Dieses ps ist konform zu Version 3 der Single Unix Specification.

AUTOR

       ps  wurde  ursprünglich  von  Branko  Lankester   <lankeste@fwi.uva.nl>
       geschrieben.    Michael   K.   Johnson   <johnsonm@redhat.com>  hat  es
       signifikant neuimplementiert, um das /proc-Dateisystem zu unterstützen.
       Michael   Shields  <mjshield@nyx.cs.du.edu>  ergänzte  die  PID-Listen.
       Charles Blake <cblake@bbn.com>  ergänzte  mehrstufige  Sortierung,  die
       dirent-style Bibliothek, die Gerätename-zu-Nummer Datenbank (mmap), die
       annähernde Binärsuche direkt auf  System.map,  sowie  viele  Code-  und
       Dokumentationskorrekturen.     David    Mossberger-Tang   schrieb   die
       generische   BFD-Unterstützung   für    psupdate.     Albert    Cahalan
       <acahalan@cs.uml.edu>  schrieb  ps  um,  um komplette Unterstützung von
       Unix98 und BSD zu erhalten, zusammen mit einigen hässlichen  Hacks  für
       veraltete und unbekannte Syntax.

       Bitte   schicken   Sie  Fehlerberichte  an  <acahalan@cs.uml.edu>  oder
       verwenden Sie das Debian Bug Tracking System.

SIEHE AUCH

       top(1), pstree(1), proc(5).