Provided by: realpath_1.15build1_i386 bug

NAME

       realpath - gibt einen normalisierten absoluten Pfadnamen zurück

ÜBERSICHT

       realpath [-s|--strip] [-z|--zero] Dateiname ...
       realpath --h|--help
       realpath --v|--version

BESCHREIBUNG

       realpath  wandelt jedes Dateiname-Argument in einen absoluten Pfadnamen
       um, der keine Bestandteile wie symbolische Verweise oder  spezielle  .-
       oder   ..-Verzeichniseinträge   hat.  (Siehe  realpath(3)  zu  weiteren
       Informationen.)
       Bitte beachten Sie, dass fast  die  gleiche  Funktionalität  durch  die
       »-f«-Option des Befehls readlink(1) bereitgestellt wird.

       Wenn   die   Option  »-s«  benutzt  wird,  entfernt  realpath  nur  die
       Verzeichnisse  .  und  ..,  nicht  jedoch  symbolische   Verweise   von
       Dateiname.  Wenn  der  angegebene Dateiname relativ ist (d.h. nicht mit
       »/«   beginnt),   stellt   realpath   -s   ihn   vor   den    aktuellen
       Verzeichnisnamen,  wie  es  ihn vom getcwd(2)-Systemaufruf vor weiterer
       Verarbeitung erhalten hatte.

       Jeder konvertierte Pfadname  wird  auf  der  Standardausgabe  in  einer
       eigenen Zeile ausgegeben.

OPTIONEN

       -s, --strip
            Nur  .  und  ..-Komponenten  expandieren,  aber keine symbolischen
            Verweise auflösen.

       -z, --zero
            Trennt  Ausgabe-Dateinamen  mit  dem  Null-Zeichen  anstelle   des
            Zeilenumbruchs,  so  dass  es  mit  der  »-0«-Option  von xargs(1)
            benutzt werden kann.

       -h, --help
            Ausgabe einer kurzen Information über den Aufruf.

       -v, --version
            Versionsnummer von realpath anzeigen.

BEISPIELE

       Für die nachfolgenden Beispiele setzen wir  voraus,  dass  /usr/bin/X11
       ein symbolischer Verweis ist, der auf das Verzeichnis /usr/bin zeigt.

   Beispiel 1
       Unabhängig davon, was das aktuelle Verzeichnis ist
           realpath /../usr/bin/X11/./xterm
       zeigt
           /usr/bin/xterm
       aber
           realpath -s /../usr/bin/X11/./xterm
       gibt aus
           /usr/bin/X11/xterm

   Beispiel 2
       Wenn  das aktuelle Verzeichnis /usr/bin/X11 ist (welches immer noch ein
       symbolischer Verweis auf /usr/bin ist), die Ausgabe von beidem
           realpath ./xterm
       und
           realpath  -s ./xterm
       wird sein
           /usr/bin/xterm

   Beispiel 3
       Vorausgesetzt, dass das aktuelle Verzeichnis /home/user  ist  (und  das
       Verzeichnis  vor  und  während der Realpath-Ausführung existiert), wird
       der Befehl
           realpath ../path/to/some/./non-existent/./directory/../or/../file
       mit der folgenden Fehlermeldung scheitern
           ../path/to/some/./non-existent/./directory/../or/../file: No such file or directory
       aber
           realpath -s ../path/to/some/./non-existent/./directory/../or/../file
       wird zurückgeben
           /home/path/to/some/non-existent/file

RÜCKGABEWERT

       realpath gibt den Wert Null zurück,  wenn  alle  Pfadnamen  erfolgreich
       konvertiert wurden.
       Im  Fehlerfall  (z.B.  fehlende  oder nicht verfügbare Verzeichnisse im
       Pfad), gibt realpath Fehlermeldungen auf stderr aus und gibt einen Wert
       ungleich Null zurück.

SIEHE AUCH

       basename(1), dirname(1), readlink(1), realpath(3)

FEHLER

       Hoffentlich keine :)
       If  you  find  some,  please  report  them  via  the  normal Debian bug
       reporting system, see the file  /usr/share/doc/debian/bug-reporting.txt
       in the package doc-debian or the reportbug(1)  man page.

AUTOR

       Ursprünglich  von  Lars Wirzenius <liw@iki.fi> als Teil des dwww-Pakets
       geschrieben.  Aktuell  betreut  und   erweitert   es   Robert   Luberda
       <robert@debian.org>

       Realpath  ist unter der »GNU General Public License« lizensiert. Obwohl
       es für Debian geschrieben wurde, ist eine Portierung auf andere Systeme
       nachdrücklich erwünscht.