Provided by: xvidcap_1.1.7-0.2ubuntu8_i386 bug

NAME

       XVidCap - Nimmt Bereiche der X11 Anzeige als Video auf

SYNOPSIS

       xvidcap [-v] [ --mf | --sf ] [--file Dateinamens-Muster |- ] [--fps
               Einzelbilder pro Sekunden] [--cap_geometry geometry] [--rescale
               Prozentuelle AusgabegrÃße] [--quality Prozentuelle Qualität]
               [--source x11|shm ] [--time maximale Aufnahmedauer in Sekunden]
               [--frames Maximale Einzelbilder] [--start_no Anfängliche
               Bildnummer] [--continue yes|no ] [--gui yes|no ] [--auto]
               [--codec Video Codec] [--codec-help] [--format Format der
               Ausgabedatei] [--format-help] [--audio yes|no ] [--aucodec
               Audio Codec] [--aucodec-help] [--audio_in Ton Aufnahmegerät |-
               ] [--audio_bits Ton Bit-Rate] [--audio_rate Ton Abtastrate]
               [--audio_channels Ton Kanäle]

BESCHREIBUNG

       xvidcap  ist  ein  Werkzeug,  welches  Bewegungen in einem ausgewählten
       Bereich einer X11 Anzeige speichert. Es kann auf zwei  unterschiedliche
       Arten arbeiten: (1) Einzelbild-Aufnahme (single-frame capture) oder (2)
       Film-Aufnahme (multi-frame capture). Bei der Einzelbild-Aufnahme  macht
       xvidcap eine konfigurierbare Anzahl von Bildschirmfotos pro Sekunde und
       speichert sie als einzelne Bild-Dateien. Bei  der  Film-Aufnahme  macht
       xvidcap  ebenfalls eine Anzahl von Bildschirmfotos pro Sekunde, kodiert
       sie aber zur Laufzeit zu einem  Film  und  speichert  diesen  in  einer
       einzelnen  Video-Datei.  Ton-Aufnahme ist bei Einzelbild-Aufnahme nicht
       möglich.

       Die Einzelbild-Aufnahme kann unter Umständen geeigneter sein, wenn  die
       Bilder vor dem Kodieren bearbeitet werden sollen oder wenn Video Codecs
       benötigt werden, die xvidcap nicht unterstützt.  Die  einzelnen  Bilder
       können  später  mit  Werzeugen  wie  ffmpeg, mendocer oder transcode zu
       einem Film kodiert werden.

       Für weitere Hilfe, Verbesserungsvorschläge oder  Fehlerberichte  wenden
       Sie sich bitte an http://www.sourceforge.net/projects/xvidcap/

OPTIONEN

       Dieses  Program  folgt  der  gängigen  GNU Befehlszeilen-Syntax bei der
       lange Optionen mit zwei Bindestrichen (--) beginnen. Folgende  Optionen
       sind möglich:

       -v     Lässt  xvidcap  ausführlichere  Meldungen  im Terminal ausgeben.
              Dies  wird  detailiertere  Informationen  bzgl.   Einstellungen,
              Codecs,   Aufnahme-Leistung   etc.   auflisten.   Meldungen  wie
              ‘"missing XX milli secs .."’ während der Aufnahme bedeuten, dass
              mangels  Rechenleistung  Einzelbilder  bei der Aufnahme verloren
              gehen. Dies führt zu einem Video, welches bei der Wiedergabe  zu
              schnell  abgespielt  wird.  Merke jedoch, dass die ausführlichen
              Meldungen xvidcap verlangsamen und den Verlust von Einzelbildern
              sogar   verursachen  können.  Versuchen  Sie  die  ausführlichen
              Meldungen abzuschalten und den Bild-Verlust Messer  im  Auge  zu
              behalten.

       --mf | --sf
              xvidcap  versucht  zu erkennen welche Art von Aufnahme erwünscht
              ist. Bei der Angabe von --file  test.avixvidcap  wird  es  davon
              ausgehen,  dass  die  die Film-Aufnahme ist. Mit diesem Schalter
              kann die gewünschte Art der Aufnahme explizit angegeben  werden.
              Wenn, zum Beispiel, in den gespeicherten Einstellungen die Film-
              Aufnahme als Standard eingestellt ist, wird xvidcap  --sf  dafür
              sorgen, dass xvidcap für die Einzelbild-Aufnahme gestartet wird.
              Film-Aufnahme ist programm-seitig als Standard eingestellt.

       --file Dateinamens-Muster
              Dateiname  oder  Muster  zur  Verwendung  beim  Abspeichern  der
              aufgenommenen  Bilder.  Ein  Muster enthält Formatierungsangaben
              wie sie von printf() verwendet werden (s. man printf), um es  zu
              ermöglichen,   den   Dateinamen   hochzuzählen,   z.  B.  --file
              out-%02d.xwd.  Bei  der  Einzelbild-Aufnahme  ist  dies   nötig.
              xvidcap  wird  das erste Vorkommen einer printf() Formatierungs-
              Information durch die Nummer des aktuellen Einzelbilds ersetzen.
              Im  obigen  Beispiel etwa werden Dateien out-00.xwd, out-01.xwd,
              out-02.xwdetc. geschrieben. Die Anfangsnummer  der  Nummerierung
              kann mit --start_noangegeben werden, s. oben.

              Film-Aufnahmen  benötigen  kein  hochzählbaren  Dateinamen. Wenn
              dennoch ein Muster im Dateinamen enthalten ist, wie etwa  --file
              mymovie-%d.mpeg , wird xvidcap die Formatierungsangabe durch die
              Nummer der aktuellen Aufnahme-Sitzung (die Nummerierung  beginnt
              immer  bei  Null)  ersetzen.  Dies  ermöglicht  es, diese Nummer
              manuell   heraufzusetzen   oder   die   automatische   Aufnahme-
              Fortsetzung  zu  verwenden  (s. unten bei --continue ), um damit
              eine Serie von Filmen zu erzeugen.

       --fps Einzelbilder pro Sekunden
              Gibt die Anzahl von Einzelbildern (Frames) an, die  pro  Sekunde
              aufgenommen  werden sollen. Diese Option akzeptiert Fliesskomma-
              Werte als  Parameter,  was  es  ermöglicht,  sehr  kleine  Raten
              anzugeben  (z.  B.  --fps  0.5 ), um etwa ein Bild nur alle zwei
              Sekunden  aufzunehmen.  Dies  ist   allerdings   nur   bei   der
              Einzelbildaufnahme   möglich,   da  die  bei  der  Film-Aufnahme
              verwendeten Video Codecs in der Regel  nur  bestimmte  Bildraten
              als  gültig akzeptieren. Fliesskomma-Werte für Codecs wie MPEG1,
              die nur ganz bestimmte Raten zulassen, sind  in  dieser  Version
              deaktiviert.  Es  existiert eine Inkonsistenz bei der Behandlung
              von Fliesskomma Bildraten zwischen libavcodec und xvidcap  .  In
              diesen Fällen werden nur ganzzahlige Bildraten akzeptiert.

       --cap_geometry geometry
              Gibt  den  Aufnahmebereich an wie eine Fenstergeometrie etwa für
              xterm,     also     wie      folgt:      Breitexhe+Horizontale
              Position+Vertikale Position

              Diese  Option  überschreibt  die Standard-Einstellung für Breite
              und Höhe des Aufnahmebereichs. Verwenden Sie statt dieser Option
              die  Bereichswähler-Schaltfläche,  um  die  Grösse  an die eines
              bestehenden Fensters anzugleichen. Aufnahmebereiche kleiner 20 x
              20  Bildpunkte  scheinen  mit  den meisten bei der Film-Aufnahme
              verwendeten Video Codecs nicht gut zu funktionieren.

       --rescale Prozentuelle AusgabegrÃße
              Ändert  die  Grösse   des   ausgegebenen   Films   relativ   zur
              Eingangsgrösse  des  Aufnahmebereichs.  Ein  Wert  von  bspw. 25
              erzeugt ein Video, dessen Bilder eine Grösse von 25 Prozent  der
              Originalgrösse  haben.  Die  Aufnahme-Verkleinerung funktioniert
              nicht mit XWD Ausgabe.

       --quality Prozentuelle Qualität
              Geben Sie einen Wert zwischen 0 und 100 an für die Qualität  der
              Kodierung. Der Vorgabewert liegt bei 90. Bedenken Sie, dass sich
              die Auswirkungen von Werten unter 100 mit Version 1.1.5 geändert
              haben.

       --source x11|shm
              Schaltet  die  Verwendung der X11 "shared memory" Erweiterung an
              oder aus.  Wenn  die  Erweiterung  unterstützt  wird,  verwendet
              xvidcap sie per Vorgabe. Dafür müssen X Server und Client jedoch
              auf dem gleichen Rechner laufen. Ist dies nicht der Fall, müssen
              Sie die Verwendung ausschalten, etwa per --source x11.

       --time maximale Aufnahmedauer in Sekunden
              Gibt die maximale Dauer einer einzelnen Aufnahmesitzung an. Wenn
              der  Wert  auf  0  dafür  sorgen,  dass  xvidcap  die   Aufnahme
              fortsetzen  bis  sie  interaktiv beendet wird. Bei jedem anderen
              Wert wird die Aufnahme  nach  der  angegebenen  Anzahl  Sekunden
              automatisch  beendet.  Dieser  Parameter  kolliediert  ggf.  mit
              --frames (s. unten). Wenn beide spezifiziert sind, wird  xvidcap
              die Aufnahme bei der ersten eintretenden Begrenzung beendet. Das
              Programm akzeptiert Fliesskomma-Werte wie 2.5.

       --frames Maximale Einzelbilder
              Beendet die Aufnahme automatisch  nach  der  angegebenen  Anzahl
              Einzelbilder.  Wenn  der  Wert auf 0 die Aufnahme fortsetzen bis
              sie interaktiv beendet wird, s. --time oben.

       --start_no Anfängliche Bildnummer
              Geben Sie hier die Zahl an, die als erstes bei  der  Einzelbild-
              Aufnahme  für  die  Nummerierung  von  Einzelbildern und Dateien
              verwendet werden soll. Der Vorgabewert ist 0.  Dieser  Parameter
              wird  nur von der Einzelbild-Aufnahme verwendet. Die Zählung der
              Video  Dateien  bei  der  Film-Aufnahme  unter  Verwendung   von
              --continue beginnt immer bei

       --continue yes|no
              Wenn bei der Film-Aufnahme eine maximale Aufnahmedauer oder eine
              maximale  Anzahl  von  Einzelbildern  angegeben  ist   und   der
              Dateiname  hochzählbar  ist  (s.  --file oben), kann xvidcap die
              Aufnahme nach der automatischen  Beendigung  ebenso  automatisch
              mit  einer neuen Zieldatei fortsetzen. Dies ändert das Verhalten
              von --time und --frames  da  die  Aufnahme  beim  Erreichen  der
              angegebenen  Begrenzungen  nicht länger komplett stoppt, sondern
              ein neues Video beginnt. Diese Funktionalität ist besonders dann
              nützlich,  wenn  man  die  Aufnahme  automatisch  in vorgegebene
              Abschnitte (etwa zu je fünf Minuten) stückeln möchte. Wenn keine
              Option  --continue  angegeben  ist,  verwendet  xvidcap  für die
              automatische Fortsetzung den Vorgabewert no. Bei der Einzelbild-
              Aufnahme  ist  diese Funktionalität ebenfalls abgeschaltet, weil
              hier  der  hochzählbare  Dateiname  für  die  Nummerierung   der
              Einzelbilder verwendet wird.

       --gui yes|no
              Starte  xvidcap  mit oder ohne grafisches Benutzerinterface. Ein
              Betrieb ohne grafisches  Benutzerinterface  startet  automatisch
              eine  einzelne  Aufnahmesitzung.  Diese  kann entweder durch die
              Verwendung   von   --time   oder    --framesoder    durch    die
              Tastenkombination  CTRL-C  beendet werden. \t Damit beendet sich
              auch das Programm.

       --auto xvidcap kann Parameter für Ausgabe-Dateiformat, Video- und Audio
              Codec  automatisch  erkennen. Wenn eine dieser Einstellungen als
              fest konfigurierter Wert in den Einstellungen abgespeichert ist,
              kann  sie  für  sie  wieder  die  automatische Erkennung gewählt
              werden, durch Spezifikation des Parameter auto  bei  irgendeiner
              der Optionen --format, --codec oder --aucodec. Diese Option hier
              ist  eine  Kurzfassung,  die   für   alle   drei   Einstellungen
              automatische Erkennung aktiviert.

       --codec Video Codec
              Setzt   explizit  einen  Codec  ggf.  anstelle  des  automatisch
              erkannten oder in den Einstellungen gespeicherten.

       --codec-help
              Zeigt eine Liste unterstützter Codecs.

       --format Format der Ausgabedatei
              Setzt explizit ein Dateiformat  ggf.  anstelle  des  automatisch
              erkannten oder in den Einstellungen gespeicherten.

       --format-help
              Zeigt eine Liste unterstützter Ausgabe-Dateiformate.

OPTIONEN FüR TON-AUFNAHME

       Die  folgenden Optionen beziehen sich auf die Ton-Aufnahme, die nur bei
       Film-Aufnahme möglich ist.  Dabei  können  Klänge  entweder  von  einem
       kompatiblen  Audio-Gerät  (z.B.  /dev/dsp)  oder  von STDIN aufgenommen
       werden, s. --audio_in unten.

       --audio yes|no
              Schaltet  Ton-Aufnahme  an   oder   aus   und   verwendet   ggf.
              Vorgabewerte  oder gespeicherte Einstellungen. Wenn Ton-Aufnahme
              unterstützt wird, ist dies bei der Film-Aufnahme per Vorgabewert
              angeschaltet.

       --aucodec Audio Codec
              Setzt  explizit  einen  Ton  Codec ggf. anstelle des automatisch
              erkannten oder in den Einstellungen gespeicherten.

       --aucodec-help
              Zeigt eine Liste unterstützter Ton Codecs.

       --audio_in Ton Aufnahmegerät|-
              Wählt als Ton-Eingang entweder das angegebene Gerät oder  STDIN.
              Letzteres  erlaubt es, die Aufnahme mit einer existierenden Ton-
              Aufnahme zu hinterlegen. Dazu verwendet man einen Aufruf wie den
              folgenden. Der Vorgabewert ist /dev/dsp.

              cat irgendein.mp3 | xvidcap --audio_in -

       --audio_bits Ton Bit-Rate
              Setzt  die  gewünschte  Bit Rate. Der Vorgabewert ist 64000 Bit.
              Bei der Verwendung von STDIN als  Ton-Eingang  wird  die  Quelle
              ggf. konvertiert.

       --audio_rate Ton Abtastrate
              Setzt  die  gewünschte Abtastrate. Der Vorgabewert ist 44100 Hz.
              Bei der Verwendung von STDIN als  Ton-Eingang  wird  die  Quelle
              ggf. konvertiert.

       --audio_channels Ton Kanäle
              Setzt die gewünschte Anzahl von Ton Kanälen. Der Vorgabewert ist
              2 für stereo. Jeglicher Wert über 2 ist wahrscheinlich  nur  bei
              STDIN  als Ton-Quelle und einer 5-Kanal AC Audio Datei oder sehr
              guter und seltener Aufnahme-Ausstattung sinnvoll.

AUTOREN

       xvidcap wurde entwickelt von Rasca Gmelch und Karl H. Beckers.

       Diese manpage wurde von Karl H.  Beckers  <karl.h.beckers@gmx.net>  für
       das xvidcap Project geschrieben.

       Karl H. Beckers

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