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BEZEICHNUNG

       daemon - im Hintergrund ausführen

ÜBERSICHT

       #include <unistd.h>

       int daemon(int nochdir, int noclose);

BESCHREIBUNG

       Die  Funktion daemon() gibt einem Programm die Möglichkeit, sich selbst
       vom Terminal in den Hintergrund zu setzen und dort weiter  als  System-
       Dämon zu laufen.

       daemon()  wechselt  das  aktuelle  Arbeitsverzeichnis  nach root ("/"),
       sofern nochdir nicht 0 ist.

       daemon()  leitet   die   Standardausgabe,   Standardeingabe   und   die
       Fehlerausgabe nach /dev/null um, sofern noclose nicht 0 ist.

RÜCKGABEWERT

       (Diese  Funktion  teilt  den  Prozess und falls fork() erfolgreich ist,
       führt der Vater ein _exit(0) aus, so  dass  zukünftige  Fehlermeldungen
       nur  vom  Kind  gesehen  werden.)   Bei Erfolg wird Null zurückgegeben.
       Falls ein Fehler auftritt, liefert daemon() -1  zurück  und  setzt  die
       globale   Variable   errno   zu   einem   der   Fehler,   die  für  die
       Bibliotheksfunktionen fork(2) und setsid(2) beschrieben werden.

BEMERKUNGEN

       Die Implementierung in der glibc kann ebenfalls -1 zurückliefern,  wenn
       /dev/null  existiert,  jedoch keine zeichenorientierte Spezialdatei mit
       den erwarteten Major- und Minor-Nummern ist.  In diesem Fall muss errno
       nicht gesetzt werden.

GESCHICHTE

       Die Funktion war erstmals in BSD4.4 zu finden.

SIEHE AUCH

       fork(2), setsid(2).

                               7. September 2002                     DAEMON(3)