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BEZEICHNUNG
strftime - formatiert Datum und Uhrzeit
BERSICHT
#include <time.h>
size_t strftime(char *s, size_t max, const char *format,
const struct tm *tm);
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man -LC 3 strftime
eingeben.
BESCHREIBUNG
Die Funktion strftime() formatiert die Zeit tm in das Format format und
schreibt das Format in das Feld s der Gre max.
Normale Zeichen im Format werden ohne Konvertierung in s kopiert.
Konvertierungsanweisungen werden durch % charakterisiert und in s
folgendermaen geschrieben:
%a Der abgekrzte Wochentag abhngig von der momentanen Locale.
%A Der gesamte Wochentag abhngig von der momentanen Locale.
%b Der abgekrzte Monatsname abhngig von der momentanen Locale.
%B Der volle Monatsname abhngig von der momentanen Locale.
%c Das bevorzugte Datums- und Uhrzeit-Reprsentation laut
Einstellungen der momentanen Locale.
%C Das Jahrhundert als zweistellige Zahl.
%d Der Tag im Monat als Dezimalzahl (01 - 31).
%D quivalent zu %m/%d/%y. (US-amerikanisches Format. In anderen
Lndern ist %d/%m/%y durchaus blich . In internationalem Kontext
ist dieses Format daher mehrdeutig und sollte nicht verwendet
werden.) (SU)
%e Wie %d, der Tag im Monat als Dezimalzahl, aber eine fhrende Null
ist durch ein Leerzeichen ersetzt. (SU)
%E Modifikator: Alternatives Format benutzen, s.u. (SU)
%g Wie %G, aber ohne das Jahrhundert, also mit zweistelligem Jahr
(00-99). (TZ)
%G Das Jahr laut ISO 8601 mit dem Jahrhundert als Dezimalzahl. Das
vierstellige Jahr, das zu ISO-Wochennummer (siehe %V) passt. Es
hat dasselbe Format und denselben Wert wie %y, nur dass, wenn
die ISO-Wochennummer zum vorhergehenden oder nchsten Jahr gehrt,
dieses Jahr stattdessen benutzt wird. (TZ)
%h quivalent zu %b. (SU)
%H Die Stunde im 24h-Format als Ganzzahl (00 - 23).
%I Die Stunde im 12h-Format als Ganzzahl (01 - 12).
%j Der Tag im Jahr als Ganzzahl (001 - 366).
%k Die Stunde im 24h-Format als Ganzzahl (0 - 23); einzelne Ziffern
haben ein vorangestelltes Leerzeichen. (Siehe %H.) (TZ)
%l Die Stunde im 12h-Format als Ganzzahl (0 - 12); einzelne Ziffern
haben ein vorangestelltes Leerzeichen. (Siehe %I.) (TZ)
%m Der Monat als Ganzzahl (01 - 12).
%M Die Minute als Ganzzahl (00 - 59).
%n Ein Zeilenvorschub. (SU)
%O Modifikator: Alternatives Format benutzen, s.u. (SU)
%p Entweder AM oder PM, je nach der bergebenen Uhrzeit, oder die
zugehrigen Zeichenketten in der momentanen Locale. Mittag erhlt
PM, Mitternacht AM.
%P Wie %p, aber in Kleinbuchstaben. (GNU)
%r Zeit in AM/PM-Notation; in der POSIX-Locale ist das quivalent zu
%I:%M:%S %p. (SU)
%R Zeit in 24h-Notation (%H:%M). (SU) Fr eine Version mit Sekunden
siehe %T.
%s Die Zahl der Sekunden seit der Epoche, also seit 1970-01-01
00:00:00 UTC. (TZ)
%S Die Sekunde als Ganzzahl (00 - 61).
%t Ein Tabulatorzeichen. (SU)
%T Zeit in 24h-Notation (%H:%M:%S). (SU)
%u Der Tag der Woche als Zahl von 1 bis 7, mit Montag als 1. Siehe
auch %w. (SU)
%U Die Wochennummer des aktuellen Jahres als Ganzzahl von 00 bis
53, beginnend mit dem ersten Sonntag als erster Tag der ersten
Woche. Siehe auch %V und %W.
%V Die Wochennummer nach ISO 8601:1988 als Dezimalzahl von 01 bis
53, wobei Woche 1 die erste Woche ist, die wenigstens 4 Tage im
laufenden Jahr hat, mit Montag als dem ersten Tag der Woche.
Siehe auch %U und %W. (SU)
%w Der Tag der Woche als Zahl von 0 bis 6, mit Sonntag als 0.
Siehe auch %u.
%W Die Wochennummer des aktuellen Jahres als Ganzzahl von 00 bis
53, beginnend mit dem ersten Montag als erster Tag der ersten
Woche.
%x Die bevorzugte Datums-Reprsentation ohne die Zeit in der
momentanen Locale.
%X Die bevorzugte Uhrzeit-Reprsentation ohne das Datum in der
momentanen Locale.
%y Das Jahr als Ganzzahl ohne das Jahrhundert (00 - 99).
%Y Das Jahr als Ganzzahl mit dem Jahrhundert.
%z Die Zeitzone als Stundendifferenz zu GMT. Bentigt, um
RFC822-konforme Datumsangaben zu erhalten (mit %a, %d %b %Y
%H:%M:%S %z). (GNU)
%Z Die Zeitzone oder der Name oder die Abkrzung.
%+ Datum und Zeit im Format von date(1). (TZ)
%% Das Zeichen %.
Einige Konvertierungsanweisungen knnen durch vorangestelltes E oder O
modifiziert werden, um anzufordern, dass ein alternatives Format
benutzt werden soll. Existiert das alternative Format in der
momentanen Locale nicht, ist das Verhalten so, als ob es keine
Modifikation gibt. (SU)
Die Single Unix Specification erwhnt %Ec, %EC, %Ex, %EX, %Ry, %EY, %Od,
%Oe, %OH, %OI, %Om, %OM, %OS, %Ou, %OU, %OV, %Ow, %OW, %Oy, wobei der
Effekt von O ist, alternative numerische Symbole zu benutzen (etwa
rmische Zahlen), und der von E, eine Locale-abhngige alternative
Reprsentation zu whlen.
Die genaue Struktur der Zeit tm ist in <time.h> definiert. Siehe auch
ctime(3).
RCKGABEWERT
Die Funktion strftime() liefert die Anzahl der Buchstaben zurck, die in
das Feld s geschrieben wurden, allerdings ohne das abschlieende NULL-
Zeichen am Ende, vorausgesetzt, die Zeichenkette, einschlielich des
NULL-Zeichens, passt. Anderenfalls wird 0 zurckgegeben, und der Inhalt
des Feldes ist undefiniert. (Zumindest seit libc 4.4.4; sehr alte
Versionen von libc, wie etwa 4.4.1, gaben max zurck, wenn das Feld zu
klein war.)
Beachten Sie, dass der Rckgabewert 0 nicht notwendigerweise auf einen
Fehler hinweist; zum Beispiel ist hufig %p in vielen Locales eine leere
Zeichenkette.
UMGEBUNG
Die Umgebungsvariablen TZ und LC_CTIME werden benutzt.
KONFORM ZU
ANSI C, SVID 3, ISO 9899. Es gibt strikte Teilmengenbeziehungen
zwischen den Konvertierungen aus ANSI C (nicht markiert), diesen aus
der Single Unix Specification (markiert als SU), diesen aus dem
Timezone-Paket von Olson (TZ) und denen aus der glibc (GNU), auer dass
%+ in der glibc2 nicht untersttzt wird. Andererseits hat glibc2 einige
Erweiterungen.
POSIX.1 bezieht sich nur auf ANSI C; POSIX.2 beschreibt unter date(1)
mehrere Erweiterungen, die auch auf strftime zutreffen knnten.
SIEHE AUCH
date(1), time(2), ctime(3), setlocale(3), sprintf(3).
Mrz 1999 STRFTIME(3)