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BEZEICHNUNG

       console - Konsolen-Terminal und virtuelle Konsolen

BESCHREIBUNG

       Ein    Linux-System    besitzt    bis    zu   63   virtuelle   Konsolen
       (zeichenorientierte Gerate mit der Major Number (Hauptnummer) 4 und den
       Minor Numbers (Nebennummern) 1 bis 63), die ublicherweise mit /dev/ttyn
       bezeichnet werden. Es gilt 1 <= n <= 63. Die aktuelle Konsole kann  als
       /dev/console   oder   /dev/tty0   angesprochen   werden.  Sie  ist  das
       zeichenorientierte Gerat mit der Major Number 4 und der Minor Number 0.
       Die  Geratedateien  /dev/*  werden normalerweise mit dem Skript MAKEDEV
       oder dem Befehl mknod(1) erstellt. Ubliche Werte fur den Eigentumer und
       die Berechtigung sind >>root.tty<< und 0622.

       Vor  der Kernelversion 1.1.54 wurde die Anzahl virtueller Konsolen beim
       Erstellen des Kernels festgelegt (in der  Header-Datei  tty.h:  #define
       NR_CONSOLES 8) und konnte nur durch Bearbeiten und erneutes Kompilieren
       geandert werden. Seit  Version  1.1.54  werden  virtuelle  Konsolen  im
       laufenden Betrieb erstellt, sobald sie benotigt werden.

       Gebrauchliche  Wege  fur  das Starten eines Prozesses auf einer Konsole
       sind:(a) mit init(8) (in der Datei inittab(5)) einen getty(8) fur diese
       Konsole   starten;(b)   mit  open(1)  einen  Prozess  auf  der  Konsole
       starten;(c) X starten -- es wird die erste freie Konsole suchen und die
       Ausgabe   darauf   anzeigen.   (Es   gibt  auch  noch  das  antiquierte
       doshell(8).)

       Die ublichen Moglichkeiten fur das  Umschalten  zwischen  den  Konsolen
       sind:  (a)  Alt+Fn  oder  Strg+Alt+Fn fur das Umschalten auf Konsole n;
       AltGr+Fn kann Sie zu Konsole n+12 bringen  [Hier  entsprechen  Alt  und
       AltGr  der  linken und der rechten Alt-Taste.]; (b) mit Alt+PfeilRechts
       oder  Alt+PfeilLinks  der  Reihe  nach  durch  die  benutzten  Konsolen
       wechseln;  (c) Benutzen des Programms chvt(1). (Die Tastenbelegung kann
       vom Benutzer festgelegt werden, siehe loadkeys(1); die  oben  genannten
       Tastenkombinationen entsprechen den Standardwerten.)

       Der  Befehl  deallocvt(1) (vormals disalloc) gibt den benutzen Speicher
       (Bildschirmpuffer) von Konsolen  frei,  welche  nicht  mehr  mit  einem
       Prozess verbunden sind.

EIGENSCHAFTEN

       Konsolen  besitzen  sehr  viele  Zustande. Ich hoffe, diese eines Tages
       auch dokumentieren zu konnen. Das Wichtigste  ist  aber  die  Tatsache,
       dass  alle  Konsolen  VT100-Terminals simulieren. Insbesondere sei noch
       erwahnt, dass eine Konsole mit ESC c zuruckgesetzt  werden  kann.  Alle
       Escape-Sequenzen finden Sie in console_codes(4).

DATEIEN

       /dev/console
       /dev/tty*

SIEHE AUCH

       chvt(1),  deallocvt(1),  loadkeys(1),  mknod(1),  open(1), charsets(4),
       console_codes(4),  console_ioctl(4),  tty   (4),   ttys(4),   getty(8),
       consolechars(8), init(8), mapscrn(8), resizecons(8)

"UBERSETZUNG

       Die deutsche Ubersetzung dieser Handbuchseite wurde von Martin Eberhard
       Schauer <Martin.E.Schauer@gmx.de> erstellt.

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