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manpages-de-dev_0.10-1_all 
BEZEICHNUNG
ioctl - Gerat steuern
"UBERSICHT
#include <sys/ioctl.h>
int ioctl(int d, int request, ...);
BESCHREIBUNG
Die Funktion ioctl() manipuliert die zugrundeliegenden Gerateparameter
von Spezialdateien. Im Besonderen konnen viele Betriebscharakteristika
von zeichenorientierten Spezialdateien (z. B. Terminals) durch
ioctl-Aufrufe gesteuert werden. Das Argument d muss ein geoffneter
Dateideskriptor sein.
Das zweite Argument ist ein gerateabhangiger Aufrufkode. Das dritte
Argument ist ein typloser Zeiger auf Speicher. Er ist traditionell char
*argp (aus einer Zeit bevor void * gultiges C war) und wird fur diese
Diskussion so genannt.
In einem ioctl()-Aufruf ist kodiert, ob das Argument ein in- oder
out-Parameter ist sowie die GroBe des Argumentes argp in Byte. Makros
und Definitionen, die in der Spezifikation eines ioctl()-Aufrufs
benutzt werden, befinden sich in der Datei <sys/ioctl.h>.
R"UCKGABEWERT
Ublicherweise wird im Erfolgsfall Null zuruckgegeben. Ein paar
ioctl()-Aufrufe benutzen den Ruckgabewert als Ausgabeparameter und
geben bei Erfolg einen nicht negativen Wert zuruck. Bei einem Fehler
wird -1 zuruckgegeben und errno entsprechend gesetzt.
FEHLER
EBADF d ist kein gultiger Deskriptor.
EFAULT argp referenziert einen Speicherbereich, auf den nicht
zugegriffen werden kann.
EINVAL Aufruf oder argp ist nicht gultig.
ENOTTY d ist nicht mit einem zeichenorientierten Spezialgerat
verbunden.
ENOTTY Der angegebene Aufruf passt nicht zur Art des Objekts, auf die
sich der Deskriptor d bezieht.
KONFORM ZU
Kein einzelner Standard. Argumente, Ruckgabewerte und Semantik von
ioctl(2) variieren je nach angefragtem Geratetreiber (der Aufruf wird
als ein Allheilmittel fur alle Operationen benutzt, die nicht sauber in
das UNIX-Stream-E/A-Modell passen). Lesen Sie ioctl_list(2), um eine
Liste von vielen der bekannten ioctl-Aufrufe zu erhalten. Die Funktion
ioctl erschien in Version 7 von AT&T UNIX.
ANMERKUNGEN
Um diesen Aufruf zu benutzen, wird ein offener Dateideskriptor
benotigt. Der Aufruf von open(2) hat oft unerwunschte Nebeneffekte, die
unter Linux durch Angabe des Schalters O_NONBLOCK vermieden werden
konnen.
SIEHE AUCH
execve(2), fcntl(2), ioctl_list(2), open(2), sd(4), tty(4)
KOLOPHON
Diese Seite ist Teil der Veroffentlichung 3.32 des Projekts
Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts und Informationen, wie
Fehler gemeldet werden konnen, finden sich unter
http://www.kernel.org/doc/man-pages/.
"UBERSETZUNG
Die deutsche Ubersetzung dieser Handbuchseite wurde von Patrick Rother
<krd@gulu.net>, Martin Schulze <joey@infodrom.org>, Michael Piefel
<piefel@informatik.hu-berlin.de> und Chris Leick <c.leick@vollbio.de>
erstellt.
Diese Ubersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General
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