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BEZEICHNUNG
listen - auf einem Socket auf Verbindungen warten
"UBERSICHT
#include <sys/types.h> /* Siehe ANMERKUNGEN */
#include <sys/socket.h>
int listen(int sockfd, int backlog);
BESCHREIBUNG
listen() markiert das Socket, das sockfd angibt, als ein passives
Socket, das wie ein Socket benutzt wird, das eingehende
Verbindungsanfragen unter Benutzung von accept(2) akzeptiert.
Das Argument sockfd ist ein Dateideskriptor, der sich auf ein Socket
des Typs SOCK_STREAM oder SOCK_SEQPACKET bezieht.
Das Argument backlog spezifiziert die maximale Lange der Warteschlange
fur sockfd, die noch nicht angenommene Verbindungen aufnimmt. Wenn eine
Verbindungsanfrage eintrifft und die Warteschlange bereits voll ist,
dann erhalt der Client einen Fehler mit der Angabe ECONNREFUSED oder
die Anfrage wird ignoriert, wenn das zugrundeliegende Protokoll
>>erneutes Ubertragen<< unterstutzt, damit weitere Verbindungsversuche
erfolgreich sind.
R"UCKGABEWERT
Bei Erfolg wird Null zuruckgegeben. Bei einem Fehler wird -1
zuruckgegeben und errno entsprechend gesetzt.
FEHLER
EADDRINUSE
Ein anderes Socket wartet bereits auf dem gleichen Port auf
Verbindungen.
EBADF Das Argument sockfd ist kein gultiger Deskriptor.
ENOTSOCK
Das Argument sockfd ist kein Socket.
EOPNOTSUPP
Der Typ des Sockets unterstutzt die Operation listen() nicht.
KONFORM ZU
4.4BSD, POSIX.1-2001. Der Funktionsaufruf listen() erschien erstmals in
4.2BSD.
ANMERKUNGEN
Um Verbindungen zu akzeptieren, werden die folgenden Schritte
ausgefuhrt:
1. Es wird mittels socket(2) ein Socket erstellt.
2. Das Socket wird mittels bind(2) mit einer lokalen Adresse
verknupft, so dass andere Sockets mittels connect(2) damit
verbunden werden konnen.
3. Mit listen() werden eine Bereitschaft ankommende Verbindungen
anzunehmen und eine Warteschlangenbeschrankung fur eingehende
Verbindungen angegeben.
4. Verbindungen werden mit accept(2) akzeptiert.
POSIX.1-2001 erfordert nicht, dass <sys/types.h> eingebunden wird.
Diese Header-Datei ist in Linux nicht erforderlich. Allerdings
benotigen einige historische Implementierungen (BSD) diese
Header-Datei. Es wird empfohlen, sie fur portierbare Anwendungen
einzubinden.
Das Verhalten des Arguments backlog auf TCP-Sockets anderte sich mit
Linux 2.2. Nun gibt es die Lange der Warteschlange fur komplett
etablierte Sockets an, die darauf warten akzeptiert zu werden, anstatt
der Anzahl der unvollstandigen Verbindungsanfragen. Die maximale Lange
der Warteschlange fur unvollstandige Sockets kann in
/proc/sys/net/ipv4/tcp_max_syn_backlog gesetzt werden. Wenn dort
SYN-Cookies eingeschaltet sind, gibt es keine maximale Lange und diese
Einstellung wird ignoriert. Lesen Sie tcp(7), um weitere Informationen
zu erhalten.
Falls das Argument backlog groBer ist, als der Wert in
/proc/sys/net/core/somaxconn, dann wird es stillschweigend auf diesen
Wert heruntergesetzt; der Standardwert in dieser Datei ist 128. In
Kerneln vor 2.4.25 war diese Beschrankung ein hart kodierter Wert
SOMAXCONN von 128.
BEISPIEL
Siehe bind(2).
SIEHE AUCH
accept(2), bind(2), connect(2), socket(2), socket(7)
KOLOPHON
Diese Seite ist Teil der Veroffentlichung 3.32 des Projekts
Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts und Informationen, wie
Fehler gemeldet werden konnen, finden sich unter
http://www.kernel.org/doc/man-pages/.
"UBERSETZUNG
Die deutsche Ubersetzung dieser Handbuchseite wurde von Martin Schulze
<joey@infodrom.org> und Chris Leick <c.leick@vollbio.de> erstellt.
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