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BEZEICHNUNG

       mkdir - Erzeugt ein Verzeichnis

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       die englischsprachige Handbuchseite zu Rate, indem Sie

              man -LC 2 mkdir

       eingeben.

ÜBERSICHT

       #include <sys/stat.h>
       #include <sys/types.h>

       int mkdir(const char *pathname, mode_t mode);

BESCHREIBUNG

       mkdir versucht, ein  Verzeichnis  mit  dem  Namen  pathname  anzulegen.
       Zusammen  mit der umask des aktuellen Prozesses legt der Parameter mode
       die Zugriffsrechte des neuen Verzeichnisses  fest.  Die  Rechte  werden
       bestimmt über (mode & ~umask).

       Der  Besitzer  des  neuen Verzeichnisses ergibt sich aus der effektiven
       Benutzer-ID des aufrufenden Prozesses. Welche  Gruppe  das  Verzeichnis
       besitzt,   hängt  im  Normalfall  von  der  effektiven  Gruppen-ID  des
       aufrufenden Prozesses ab. Ist jedoch im übergeordneten Verzeichnis  das
       Set-Group-ID-Bit  gesetzt  oder  wurde  das betreffende Dateisystem mit
       BSD-Gruppeneigenschaften gemountet, so erbt das  neue  Verzeichnis  die
       Gruppen-ID des übergeordneten Verzeichnisses.

       Ist das Set-Group-ID-Bit im übergeordneten Verzeichnis gesetzt, so wird
       es auch im neuen Verzeichnis übernommen.

RÜCKGABEWERT

       mkdir gibt bei Erfolg 0 zurück und -1, wenn ein Fehler aufgetreten ist.
       Im Fehlerfall wird errno entsprechend gesetzt.

FEHLER

       EPERM  Das  Dateisystem,  das  pathname  enthält, unterstützt nicht das
              Erstellen von Verzeichnissen.

       EEXIST pathname existiert bereits (nicht  unbedingt  als  Verzeichnis).
              Das  schließt  den  Fall  ein,  dass  pathname  ein symbolischer
              Verweis ist, gleichgültig ob das referenzierte Objekt  existiert
              oder nicht.

       EFAULT pathname   zeigt   auf  Speicher  außerhalb  des  adressierbaren
              Bereichs.

       EACCES Das   übergeordnete   Verzeichnis   gibt   dem   Prozess   keine
              Schreibberechtigung  oder  eines  der  Verzeichnisse in pathname
              erlaubt keine Suche (-x-).

       ENAMETOOLONG
              pathname ist zu lang.

       ENOENT Eine  Komponente  in  pathname  existiert  nicht  oder  verweist
              symbolisch auf ein nicht existierendes Objekt.

       ENOTDIR
              Eine  Komponente in pathname, die als Verzeichnis benutzt wurde,
              ist gar kein Verzeichnis.

       ENOMEM Dem Kernel steht zuwenig Speicher zur Verfügung.

       EROFS  pathname zeigt auf ein schreibgeschütztes Dateisystem.

       ELOOP  In pathname sind zu viele symbolische Verweise enthalten. Häufig
              wird dieser Fehler durch einen oder mehrere symbolische Verweise
              verursacht, die letztendlich auf sich selbst zeigen und  dadurch
              eine Schleife bilden.

       ENOSPC Auf  dem  Gerät,  das  pathname enthält, ist entweder nicht mehr
              genug Platz für ein neues Verzeichnis oder  die  Disk-Quota  des
              Benutzer ist bereits erschöpft.

KONFORM ZU

       SVr4,  POSIX,  BSD, SYSV, X/OPEN. SVr4 beschreibt zusätzlich die Fehler
       EIO, EMULTIHOP und ENOLINK; ELOOP ist in POSIX.1 nicht erwähnt.

BUGS

       In   dem   NFS   zugrundeliegenden   Protokoll   gibt   es   zahlreiche
       Ungereimtheiten. Manche davon wirken sich auch auf mkdir aus.

SIEHE AUCH

       mkdir(1),  chmod(2),  mknod(2),  mount(2), rmdir(2), stat(2), umask(2),
       unlink(2).