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BEZEICHNUNG

       mktemp - erzeugt einen eindeutigen temporären Dateinamen

ÜBERSICHT

       #include <stdlib.h>

       char *mktemp(char *template);

   Mit Glibc erforderliche Makros (siehe feature_test_macros(7)):

       mktemp():
           Seit Glibc 2.12:
               _BSD_SOURCE || _SVID_SOURCE ||
                   (_XOPEN_SOURCE >= 500 ||
                        _XOPEN_SOURCE && _XOPEN_SOURCE_EXTENDED) &&
                   !(_POSIX_C_SOURCE >= 200112L || _XOPEN_SOURCE >= 600)
           Bis Glibc 2.12:
               _BSD_SOURCE || _SVID_SOURCE || _XOPEN_SOURCE >= 500 ||
               _XOPEN_SOURCE && _XOPEN_SOURCE_EXTENDED

BESCHREIBUNG

       Die Funktion mktemp() erzeugt einen eindeutigen, temporären Dateinamen.
       Dieser  Name  wird aus template erzeugt, dessen letzte sechs Buchstaben
       XXXXXX sein müssen. Sie werden durch  eine  Zeichenfolge  ersetzt,  die
       diesen  Dateinamen  eindeutig macht. Weil template verändert wird, darf
       es keine keine konstante Zeichenkette (string constant)  sein,  sondern
       sollte als Zeichenfeld (character array) deklariert sein.

RÜCKGABEWERT

       Die  Funktion  mktemp()  gibt  immer template zurück. Bei erfolgreicher
       Ausführung wurden die letzten sechs Byte  von  template  so  verändert,
       dass  daraus ein eindeutiger (also nicht schon vorhandener) Name wurde.
       Hatte  der  Aufruf  keinen  Erfolg,  wird  template   in   eine   leere
       Zeichenkette umgewandelt.

FEHLER

       EINVAL Die letzten sechs Buchstaben von template waren nicht XXXXXX.

KONFORM ZU

       4.3BSD,  POSIX.1-2001.  POSIX.1-2008  entfernt  die  Spezifikation  von
       mktemp().

ANMERKUNGEN

       Der Funktionsprototyp ist in libc4,  libc5  und  glibc1  in  <unistd.h>
       enthalten.  Glibc2  folgt  der  Single UNIX Specification. Dort enthält
       <stdlib.h> den Prototypen.

FEHLER

       Verwenden Sie mktemp() niemals. Einige Implementierungen folgen  4.3BSD
       und  ersetzen  XXXXXX durch die aktuelle Prozess-ID und einen einzelnen
       Buchstaben, so dass maximal  26  unterschiedliche  Namen  zurückgegeben
       werden  können.  Da einerseits die Namen einfach zu erraten sind und es
       andererseits  einen  Wettlauf  zwischen  der  Prüfung,  ob   der   Name
       existiert,  und  dem  Öffnen  der  Datei  gibt,  ist  jeder Einsatz von
       mktemp()  ein  Sicherheitsrisiko.  Der  Wettlauf  wird  von  mkstemp(3)
       vermieden.

SIEHE AUCH

       mkstemp(3), tempnam(3), tmpfile(3), tmpnam(3)

KOLOPHON

       Diese   Seite   ist   Teil   der  Veröffentlichung  3.32  des  Projekts
       Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts und Informationen,  wie
       Fehler     gemeldet     werden     können,     finden     sich    unter
       http://www.kernel.org/doc/man-pages/.

ÜBERSETZUNG

       Die deutsche Übersetzung dieser  Handbuchseite  wurde  von  Andreas  D.
       Preissig    <andreas@sanix.ruhr.de>   und   Martin   Eberhard   Schauer
       <Martin.E.Schauer@gmx.de> erstellt.

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