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BEZEICHNUNG

       pow, powf, powl - Potenzfunktionen

ÜBERSICHT

       #include <math.h>

       double pow(double x, double y);
       float powf(float x, float y);
       long double powl(long double x, long double y);

       Linken Sie mit der Option -lm.

   Mit Glibc erforderliche Makros (siehe feature_test_macros(7)):

       powf(), powl():
           _BSD_SOURCE || _SVID_SOURCE || _XOPEN_SOURCE >= 600 || _ISOC99_SOURCE ||
           _POSIX_C_SOURCE >= 200112L;
           oder cc -std=c99

BESCHREIBUNG

       Die Funktion pow() gibt die y-te Potenz von x zurück.

RÜCKGABEWERT

       Bei erfolgreicher Ausführung geben diese Funktionen die y-te Potenz von x zurück.

       Falls x ein endlicher Wert kleiner 0 und y endlich und keine  ganze  Zahl  (Integer)  ist,
       tritt ein Eingabe-Bereichsfehler (»domain error«) auf und es wird ein NaN zurückgegeben.

       Bei  einem  Überlauf des Ergebnisses tritt ein Ergebnis-Bereichsfehler ein; die Funktionen
       geben entsprechend HUGE_VAL, HUGE_VALF  oder  HUGE_VALL  mit  dem  mathematisch  richtigen
       Vorzeichen zurück.

       Wenn  im Ergebnis eine Bereichsunterschreitung auftritt und das Ergebnis nicht darstellbar
       ist, tritt ein Ergebnis-Bereichsfehler ein. In diesem Fall ist der Rückgabewert 0.

       Mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Fälle ist das Ergebnis ein »NaN«, wenn x  oder
       y ein »NaN« ist.

       Wenn x den Wert +1 hat, dann ist das Ergebnis 1.0 (sogar wenn y ein »NaN« ist).

       Wenn y den Wert 0 hat, dann ist das Ergebnis 1.0 (sogar wenn x ein »NaN« ist).

       Wenn x gleich +0 (-0) und y eine ungerade ganze Zahl größer als 0 ist, ist das Ergebnis +0
       (-0).

       Wenn x gleich 0 und y größer als 0 und keine ungerade ganze Zahl ist, ist das Ergebnis +0.

       Wenn x gleich -1 und y positiv unendlich oder negativ unendlich ist, ist das Ergebnis 1.0.

       Wenn der Absolutwert von x kleiner als 1 ist und y negativ unendlich ist, ist das Ergebnis
       positiv unendlich.

       Wenn der Absolutwert von x größer als 1 und y negativ unendlich ist, ist das Ergebnis +0.

       Wenn der Absolutwert von x kleiner als 1 und y positiv unendlich ist, ist das Ergebnis +0.

       Wenn  der  Absolutwert  von  x  größer als 1 und y positiv unendlich ist, ist das Ergebnis
       positiv unendlich.

       Wenn x negativ unendlich und y eine ungerade ganze Zahl (Integer) kleiner 0 ist,  ist  das
       Ergebnis -0.

       Wenn  x  negativ unendlich und y keine ungerade ganze Zahl kleiner 0 ist, ist das Ergebnis
       +0.

       Wenn x negativ unendlich und y eine ungerade ganze Zahl größer 0  ist,  ist  das  Ergebnis
       negativ unendlich.

       Wenn  x  negativ  unendlich  und y größer als 0 und keine ungerade ganze Zahl ist, ist das
       Ergebnis positiv unendlich.

       Wenn x positiv unendlich und y kleiner als 0 ist, ist das Ergebnis +0.

       Wenn x positiv unendlich und y größer als Null ist, ist das Ergebnis positiv unendlich.

       Wenn x gleich +0 oder -0 und y eine ungerade ganze Zahl  kleiner  als  0  ist,  tritt  ein
       Polfehler  ein.  Der  Rückgabewert  ist  dann  HUGE_VAL,  HUGE_VALF oder HUGE_VALL mit dem
       Vorzeichen von x.

       Wenn x gleich +0 oder -0 ist und y kleiner als 0 und keine ungerade ganze Zahl ist,  tritt
       ein Polfehler ein. Der Rückgabewert ist dann HUGE_VAL, HUGE_VALF oder HUGE_VALL.

FEHLER

       In math_error(7) erfahren Sie, wie Sie Fehler bei der Ausführung mathematischer Funktionen
       erkennen.

       Die folgenden Fehler können auftreten:

       Eingabe-Bereichsfehler:  x  ist  negativ  und  y  ist  eine  endliche,  nicht  ganze  Zahl
       (noninteger).
              errno  wird  auf  EDOM  gesetzt.  Ein  Fließkomma-Ausnahmefehler  (FE_INVALID) wird
              ausgelöst.

       Polfehler: x ist 0 und y ist negativ.
              errno   wird   auf   ERANGE   gesetzt   (siehe   aber   FEHLER).   Es   wird    der
              Fließkomma-Ausnahmefehler »Division durch Null« (FE_DIVBYZERO) ausgelöst.

       Ergebnis-Bereichsfehler: Überlauf
              errno  wird  auf ERANGE gesetzt. Es wird ein Fließkomma-Ausnahmefehler (E_OVERFLOW)
              ausgelöst.

       Ergebnis-Bereichsfehler: Unterschreitung
              errno  wird   auf   ERANGE   gesetzt.   Es   wird   der   Fließkomma-Ausnahmefehler
              »Unterschreitung« (E_UNDERFLOW) ausgelöst.

KONFORM ZU

       C99,  POSIX.1-2001.  Die  Variante,  die  double zurückgibt, ist außerdem konform zu SVr4,
       4.3BSD, C89.

FEHLER

       Bis Version 2.9 der Glibc wird beim Eintreten eines Polfehlers errno auf EDOM gesetzt  und
       nicht auf ERANGE, wie es POSIX fordert. Seit Version 2.10 verhält sich Glibc korrekt.

       Wenn  x  negativ  ist,  bewirken  große  negative  oder  positive y-Werte als Ergebnis der
       Funktion ein NaN, setzen errno auf EDOM und lösen den Fließkomma-Ausnahmefehler FE_INVALID
       aus.  Dieses  Verhalten ist mit pow() zu beobachten, wenn der Absolutwert von y größer als
       etwa 9.223373e18 ist.

       Bis einschließlich Version 2.3.2: wenn ein Überlauf oder Unterlauf auftritt,  erzeugt  die
       Glibc-Version   von   pow()   einen   zusätzlichen  (ungültige)  Fließkomma-Ausnahmefehler
       (FE_INVALID).

SIEHE AUCH

       cbrt(3), cpow(3), sqrt(3)

KOLOPHON

       Diese Seite  ist  Teil  der  Veröffentlichung  3.32  des  Projekts  Linux-man-pages.  Eine
       Beschreibung  des  Projekts  und  Informationen, wie Fehler gemeldet werden können, finden
       sich unter http://www.kernel.org/doc/man-pages/.

ÜBERSETZUNG

       Die   deutsche   Übersetzung   dieser   Handbuchseite   wurde   von   Maik   Messerschmidt
       <Maik.Messerschmidt@gmx.net>   und   Martin   Eberhard  Schauer  <Martin.E.Schauer@gmx.de>
       erstellt.

       Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation;  lesen  Sie  die  GNU  General  Public  License
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                                        12. September 2010                                 POW(3)