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manpages-de-dev_0.10-1_all 
BEZEICHNUNG
putenv - eine Umgebungsvariable andern oder hinzufugen
"UBERSICHT
#include <stdlib.h>
int putenv(char *zeichenkette);
Mit Glibc erforderliche Makros (siehe feature_test_macros(7)):
putenv(): _SVID_SOURCE || _XOPEN_SOURCE
BESCHREIBUNG
Die Funktion putenv() fugt Umgebungsvariablen hinzu oder andert ihren
Wert. Das Argument zeichenkette hat die Form Name = Wert. Wenn Name in
der Umgebung noch nicht existiert, dann wird zeichenkette zu der
Umgebung hinzugefugt. Wenn Name existiert, dann wird der Wert von Name
in der Umgebung auf Wert geandert. Die Zeichenkette, auf die
zeichenkette zeigt, wird Teil der Umgebung, daher verandert das
Abandern der Zeichenkette die Umgebung.
R"UCKGABEWERT
Die Funktion putenv() gibt bei Erfolg null zuruck und einen anderen
Wert als null, wenn ein Fehler auftritt.
FEHLER
ENOMEM nicht ausreichend Speicher vorhanden, um neue Umgebung zu
reservieren
KONFORM ZU
SVr4, POSIX.1-2001, 4.3BSD.
ANMERKUNGEN
Die Funktion putenv() muss nicht ablaufinvariant sein und die in Libc4,
Libc5 und Glibc 2.0 ist es auch nicht, wohl aber die in Version in
Glibc 2.1.
Beschreibung fur Libc4, Libc5 und Glibc: Falls das Argument
zeichenkette die Form Name hat und nicht das Zeichen >>=<< enthalt,
dann wird die Variable Name aus der Umgebung entfernt. Falls putenv()
eine neues Feld umgebung reservieren muss und das vorherige Feld auch
durch putenv() reserviert wurde, wird es freigegeben. Auf keinen Fall
wird der alte Speicher freigegeben, der mit der Umgebungsvarialben
selbst verbunden ist.
Die Versionen von Libc4, Libc5 und Glibc 2.1.2 sind konform zu SUSv2:
Der an putenv() ubergebene Zeiger zeichenkette wird benutzt.
Insbesondere wird die Zeichenkette Teil der Umgebung; sie spater zu
andern wird die Umgebung andern. (Daher ist es ein Fehler putenv() mit
einer automatischen Variable als Argument aufzurufen und dann von der
aufrufenden Funktion zuruckzukehren, wahrend zeichenkette noch immer
Teil der Umgebung ist.) Glibc 2.0-2.1.1 unterscheidet sich jedoch
davon: Es wird eine Kopie der Zeichenkette benutzt. Einerseits
verursacht dies ein Speicherleck, andererseits verstoBt es gegen SUSv2.
Dies wurde in Glibc 2.1.2 behoben.
Die 4.4BSD-Version, wie Glibc 2.0, benutzt eine Kopie.
SUSv2 entfernt die Konstante aus dem Prototyp, daher tut dies auch
Glibc 2.1.3.
SIEHE AUCH
clearenv(3), getenv(3), setenv(3), unsetenv(3), environ(7)
KOLOPHON
Diese Seite ist Teil der Veroffentlichung 3.32 des Projekts
Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts und Informationen, wie
Fehler gemeldet werden konnen, finden sich unter
http://www.kernel.org/doc/man-pages/.
"UBERSETZUNG
Die deutsche Ubersetzung dieser Handbuchseite wurde von Patrick Rother
<krd@gulu.net>, Martin Schulze <joey@infodrom.org> und Chris Leick
<c.leick@vollbio.de> erstellt.
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