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BEZEICHNUNG

       nearbyint, nearbyintf, nearbyintl, rint, rintf, rintl - auf die nächste Ganzzahl runden

ÜBERSICHT

       #include <math.h>

       double nearbyint(double x);
       float nearbyintf(float x);
       long double nearbyintl(long double x);

       double rint(double x);
       float rintf(float x);
       long double rintl(long double x);

       Linken Sie mit der Option -lm.

   Mit Glibc erforderliche Makros (siehe feature_test_macros(7)):

       nearbyint(), nearbyintf(), nearbyintl():
           _XOPEN_SOURCE >= 600 || _POSIX_C_SOURCE >= 200112L || _ISOC99_SOURCE;
           oder cc -std=c99
       rint():
           _BSD_SOURCE || _SVID_SOURCE || _XOPEN_SOURCE >= 500 ||
           _XOPEN_SOURCE && _XOPEN_SOURCE_EXTENDED || _ISOC99_SOURCE ||
           _POSIX_C_SOURCE >= 200112L;
           oder cc -std=c99
       rintf(), rintl():
           _BSD_SOURCE || _SVID_SOURCE || _XOPEN_SOURCE >= 600 || _ISOC99_SOURCE ||
           _POSIX_C_SOURCE >= 200112L;
           oder cc -std=c99

BESCHREIBUNG

       Die  nearbyint()-Funktionen  runden  ihre  Argumente  auf  einen  ganzzahligen   Wert   im
       Fließkommaformat.  Dazu  benutzen  sie die aktuelle Rundungsrichtung (siehe fesetround(3))
       und lösen keine inexact-Ausnahme aus.

       Die rint()-Funktionen tun das gleiche, lösen aber eine inexact-Ausnahme  aus  (FE_INEXACT,
       mittels   fetestexcept(3)   prüfbar),   wenn  sich  das  Ergebnis  im  Wert  vom  Argument
       unterscheidet.

RÜCKGABEWERT

       Diese Funktionen liefern den gerundeten ganzzahligen Wert zurück.

       Falls x  ganzzahlig,  +0,  -0,  NaN  (keine  Zahl)  oder  unendlich  ist,  wird  x  selbst
       zurückgegeben.

FEHLER

       Es  treten keine Fehler auf. POSIX.1-2001 dokumentiert für Überläufe einen Bereichsfehler,
       aber lesen sie dazu die ANMERKUNGEN.

KONFORM ZU

       C99, POSIX.1-2001.

ANMERKUNGEN

       SUSv2 und POSIX.1-2001 enthalten Text über Überläufe (die errno  auf  ERANGE  setzen  oder
       eine  FE_OVERFLOW-Ausnahme  auslösen  können).  In  der Praxis kann das Ergebnis auf einer
       tatsächlichen Maschine nicht überlaufen, da dieses Fehlerbehandlungszeug purer Unsinn ist.
       (Genaugenommen  kann  ein  Überlauf  nur  auftreten, wenn der maximale Wert der Exponenten
       kleiner  ist   als   die   der   Mantissen-Bits.   Für   die   IEEE-754-Standard-32-   und
       64-Bit-Fließkommazahlen  ist der Maximalwert für den Exponenten 128 (beziehungsweise 1024)
       und die Anzahl der Mantissen-Bits 24 (beziehungsweise 53).)

       Wenn Sie den gerundeten Wert in einem  ganzzahligen  Typ  speichern  möchten,  wollen  Sie
       stattdessen wahrscheinlich eine der in lrint(3) beschriebenen Funktionen benutzen.

SIEHE AUCH

       ceil(3), floor(3), lrint(3), round(3), trunc(3)

KOLOPHON

       Diese  Seite  ist  Teil  der  Veröffentlichung  3.32  des  Projekts  Linux-man-pages. Eine
       Beschreibung des Projekts und Informationen, wie Fehler  gemeldet  werden  können,  finden
       sich unter http://www.kernel.org/doc/man-pages/.

ÜBERSETZUNG

       Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Markus Schmitt <fw@math.uni-sb.de>
       und Chris Leick <c.leick@vollbio.de> erstellt.

       Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation;  lesen  Sie  die  GNU  General  Public  License
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       übernommen.

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                                        20. September 2010                                RINT(3)