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BEZEICHNUNG

       sigemptyset,    sigfillset,   sigaddset,   sigdelset,   sigismember   -
       POSIX-Operationen für Signalsätze

ÜBERSICHT

       #include <signal.h>

       int sigemptyset(sigset_t *set);

       int sigfillset(sigset_t *set);

       int sigaddset(sigset_t *set, int signum);

       int sigdelset(sigset_t *set, int signum);

       int sigismember(const sigset_t *set, int signum);

   Mit Glibc erforderliche Makros (siehe feature_test_macros(7)):

       sigemptyset(), sigfillset(), sigaddset(), sigdelset(), sigismember():
           _POSIX_C_SOURCE >= 1 || _XOPEN_SOURCE || _POSIX_SOURCE

BESCHREIBUNG

       Diese Funktionen ermöglichen die Manipulation von POSIX-Signalsätzen.

       sigemptyset() initialisiert den  durch  set  gegebenen  Signalsatz  auf
       leer, wobei alle Signale vom Satz ausgeschlossen sind.

       sigfillset()  initialisiert  set  auf voll und nimmt alle Signale darin
       auf.

       sigaddset() und sigdelset() fügen  Signal  signum  zu  set  hinzu  bzw.
       löschen es daraus.

       sigismember() prüft, ob signum in set enthalten ist.

       Objekte  des  Typs  sigset_t  müssen  durch  einen  Aufruf von entweder
       sigemptyset() oder sigfillset() initialisiert werden, bevor sie an  die
       Funktionen  sigaddset(),  sigdelset()  und sigismember() oder die unten
       beschriebenen  zusätzlichen  Funktionen  der  glibc   (sigisemptyset(),
       sigandset()   und   sigorset())   übergeben   werden.   Erfolgt   keine
       Initialisierung, sind die Ergebnisse nicht definiert.

RÜCKGABEWERT

       sigemptyset(), sigfullset(),  sigaddset()  und  sigdelset()  geben  bei
       Erfolg 0 und im Fehlerfall -1 zurück.

       sigismember()  gibt  1  zurück, wenn signum in set enthalten ist und 0,
       wenn das nicht der Fall ist. Treten Fehler auf,  ist  der  Rückgabewert
       -1.

FEHLER

       EINVAL sig ist kein gültiges Signal.

KONFORM ZU

       POSIX.1-2001.

ANMERKUNGEN

   Anmerkungen zur Glibc
       Ist  das  Feature-Test-Makro _GNU_SOURCE definiert, akiviert <signal.h>
       drei weitere Funktionen für die Behandlung von Signalsätzen.

       int sigisemptyset(sigset_t *set);
              gibt 1 zurück, wenn set leer ist, sonst 0.

       int sigorset(sigset_t *dest, sigset_t *left, sigset_t *right);
              platziert die vereinigten Sätze left and right in dest.

       int sigandset(sigset_t *dest, sigset_t *left, sigset_t *right);
              platziert die Schnittmenge von left und right in dest.

       sigorset() und sigandset() geben bei Erfolg 0 zurück, im Fehlerfall -1.

       Diese Funktionen sind nicht  standardisiert  (ein  paar  andere  System
       stellen  ähnliche  Funktionen  bereit).  Ihre  Verwendung  in portablen
       Programmen sollte vermieden werden.

SIEHE AUCH

       sigaction(2), sigpending(2), sigprocmask(2), sigsuspend(2)

KOLOPHON

       Diese  Seite  ist  Teil  der   Veröffentlichung   3.32   des   Projekts
       Linux-man-pages.  Eine Beschreibung des Projekts und Informationen, wie
       Fehler    gemeldet     werden     können,     finden     sich     unter
       http://www.kernel.org/doc/man-pages/.

ÜBERSETZUNG

       Die  deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Patrick Rother
       <krd@gulu.net> und Martin  Eberhard  Schauer  <Martin.E.Schauer@gmx.de>
       erstellt.

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