Provided by: cups-bsd_1.5.2-9ubuntu1_amd64 bug

NAME

       cups-lpd - empfange Druckaufträge und berichte Druckerstatus an lpd-Clients

SYNOPSIS

       cups-lpd [ -h Rechnername[:Port] ] [ -n ] [ -o Option=Wert ]

BESCHREIBUNG

       cups-lpd  ist  der  CUPS-Line-Printer-Daemon  (»LPD«)-Mini-Server, der alte Client-Systeme
       unterstützt, die das LPD-Protokoll benutzen. cups-lpd  agiert  nicht  als  selbstständiger
       Netzwerk-Daemon,  aber  stattdessen  benutzt  es den Internet-»Super-Server« inetd(8) oder
       xinetd(8). Falls Sie inetd benutzen, fügen Sie die  folgende  Zeile  zur  inetd.conf-Datei
       hinzu, um den cups-lpd-Mini-Server einzuschalten:

           printer stream tcp nowait lp /usr/lib/cups/daemon/cups-lpd cups-lpd \
               -o document-format=application/octet-stream

       Hinweis:  Falls Sie Solaris 10 oder höher betreiben, müssen Sie das Programm inetdconv(1m)
       ausführen, um die Änderungen an der Datei inetd.conf zu registrieren.

       Falls Sie den neueren Daemon xinetd(8) verwenden,  erstellen  Sie  eine  Datei  mit  Namen
       /etc/xinetd.d/cups und dem folgenden Inhalt:

           service printer
           {
               socket_type = stream
               protocol = tcp
               wait = no
               user = lp
            group = sys
            passenv =
               server = /usr/lib/cups/daemon/cups-lpd
            server_args = -o document-format=application/octet-stream
           }

OPTIONEN

       -h Hostname[:Port]
            Setzt den zu benutzenden CUPS-Server (und Port).

       -n
            Deaktiviert  inverse  Adressabfragen,  normalerweise  wird  cups-lpd  versuchen,  den
            Rechnernamen eines Clients über inverse DNS-Abfragen zu ermitteln.

       -o Name=Wert
            Fügt  Optionen  für  alle  Druckerwarteschlangen  ein.   Meistens   wird   dies   zur
            Deaktivierung  des  Filters  »l« verwandt, so dass nicht-lokale Druckaufträge wie für
            den Druck benötigt gefiltert werden. Die Beispiele im  vorherigen  Abschnitt  setzten
            die  Option  »document-format« auf »application/octet-stream«, womit die automatische
            Erkennung des Druckdateiformats erzwungen wird.

DURCHSATZ

       cups-lpd läuft gut mit einer kleinen Anzahl an Clients und  Druckern.  Da  allerdings  für
       jede Verbindung ein Prozess erstellt wird und jeder Prozess das Drucksystem vor Einreichen
       jedes Auftrags abfragen muss, ist es schlecht an größere  Konfigurationen  angepasst.  Wir
       empfehlen  nachdrücklich,  dass  große Konfigurationen die von CUPS direkt bereitgestellte
       IPP-Unterstützung verwenden.

SICHERHEIT

       cups-lpd führt derzeit keine auf den  Einstellungen  in  cupsd.conf(5)  oder  in  den  von
       TCP-Wrappers    verwandten    Dateien    hosts.allow(5)    oder   hosts.deny(5)   basierte
       Zugriffskontrolle durch. Daher wird die Ausführung von cups-lpd auf Ihrem Server es  allen
       Computern  in Ihrem Netz (und möglicherweise allen im Internet) erlauben, auf Ihrem Server
       zu drucken.

       Obwohl  xinetd  über  eingebaute  Zugriffskontrolle  verfügt,  sollten   Sie   das   Paket
       TCP-Wrappers mit inetd verwenden, um den Zugriff auf solche Computer zu beschränken, denen
       es erlaubt sein soll, über Ihren Server zu drucken.

       cups-lpd wird von der Standard-CUPS-Distribution nicht aktiviert. Bitte  fragen  Sie  beim
       Betriebssystem-Vertreiber nach, ob es auf Ihrem System aktiviert ist oder nicht.

KOMPATIBILITÄT

       cups-lpd  erzwingt  die in RFC 1179 spezifizierte eingeschränkte Quellportnummer nicht, da
       eingeschränkte Ports Benutzer nicht vom Einreichen  von  Druckaufträgen  abhalten.  Obwohl
       dieses  Verhalten  sich  von standardmäßigen Berkeley-LPD-Implementierungen unterscheidet,
       sollte es den normalen Betrieb von Clients nicht betreffen.

       Die Ausgabe der Statusabfragen folgt RFC 2569 »Mapping between LPD and IPP Protocols«.  Da
       viele  LPD-Implementierungen  von  dieser  Definition  abweichen,  könnte die nicht-lokale
       Statusberichterstattung an LDP-Clients unzuverlässig sein.

SIEHE AUCH

       cups(1), cupsd(8), inetconv(1m), inetd(8), xinetd(8),
       http://localhost:631/help

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