Provided by: pppconfig_2.3.18+nmu3ubuntu1_all bug

NAME

       pppconfig - konfiguriert Pppd für Verbindungen in das Internet

ÜBERSICHT

       pppconfig  [--version]  | [--help] | [[--dialog] | [--whiptail] | [--gdialog] [--noname] |
       [Provider-Name]]

BESCHREIBUNG

       pppconfig ist ein auf Dialog basierendes, interaktives,  menügesteuert  Hilfswerkzeug,  um
       beim  automatischen  Einrichten einer PPP-Einwählverbindung zu helfen. Es stellt bei jedem
       Schritt  umfangreiche  Erläuterungen  bereit.  Pppconfig   unterstützt   PAP,   CHAP   und
       Chat-Methoden  zur  Authentifizierung.  Es verwendet normale PPP-Konfigurationsdateien und
       richtet PPP so ein, dass die normalen  Befehle  »pon«  und  »poff«  zum  Steuern  von  Ppp
       verwandt werden können. Einige der von Pppconfig unterstützten Funktionen sind:
       - Mehrere ISPs (Internet-Einwahldienstleister) mit verschiedenen Nameservern
       - Modem-Erkennung
       - Dynamisches DNS
       - Einwahl auf Verlangen
       - Erlaubt normalen Benutzern, Ppp auszuführen
       - Verwendet die graphische Benutzerschnittstelle Gdialog als Ersatz für Dialog wo möglich

       Bevor  Sie  Pppconfig ausführen, sollten Sie die Art der Authentifizierung Ihres ISPs, den
       zu verwendenden Benutzernamen  und  das  Passwort  und  die  Telefonnummer  kennen.  Falls
       Chat-Authentifizierung   verwandt   werden   muss,   müssen  Sie  auch  die  Anmelde-  und
       Passworteingabeaufforderungen  sowie  alle   für   die   Anmeldung   relevanten   weiteren
       Eingabeaufforderungen  und  Rückmeldungen  kennen. Falls Sie diese Informationen nicht von
       Ihrem ISP bekommen können, können Sie eine Einwahl mit Minicom versuchen  und  sich  durch
       die  Anmeldeprozedur  arbeiten, bis Sie Müll erhalten, woran Sie den Start von PPP auf der
       anderen Seite erkennen.

       pppconfig  erlaubt  Ihnen   Verbindungen   zu   mehreren   Anbietern   zu   konfigurieren.
       Beispielsweise  könnten  Sie  Ihren  ISP  »provider«,  Ihren  Arbeitgeber  »Büro« und Ihre
       Universität »Schule« nennen. Dann können Sie sich mit Ihrem ISP mit »pon«, mit Ihrem  Büro
       mit »pon Büro« und mit Ihrer Universität mit »pon Schule« verbinden.

       Es  kann  ermitteln, an welcher seriellen Schnittstelle sich Ihr Modem befindet. Dazu muss
       vorher die serielle Schnittstelle konfiguriert worden  sein,  was  normalerweise  bei  der
       Installation von Linux erfolgt.

       Es  kann  bei  der  Einrichtung  der Nameserver helfen oder -- falls Ihr ISP »dynamic DNS«
       (dynamisches DNS) verwendet -- kann es PPP so einrichten, dass es dies verwendet.

       Es kann Ppp für die Einwahl auf Verlangen konfigurieren,  so  dass  Ihre  PPP-Verbindungen
       automatisch  aufgebaut  wird.  Allerdings  wird  es nicht Pppd für Sie starten. Sie müssen
       weiterhin Pppd selbst starten (»pon« erledigt dies). Pppd wird dann im Hintergrund  darauf
       warten, dass Sie auf das Netz zugreifen, und dann die Verbindung aufbauen.

       Falls  Sie  im  Bildschirm  »Namensserver konfigurieren« den Wert »Static« auswählen, wird
       Pppconfig eine Datei im Verzeichnis /etc/ppp/resolv mit dem Namen des Anbieters,  den  Sie
       gerade  konfigurieren,  erstellen. In dieser Datei werden die »nameserver«-Zeilen für jede
       angegebene  IP-Nummer  eingetragen.  Diese  Datei  ersetzt  /etc/resolv.conf,   wenn   die
       Verbindung  aufgebaut  wurde.  Der  Name  des  Anbieters  wird  in der Variablen »ipparam«
       übergeben, so dass  0dns-up  weiß,  welche  Datei  zu  verwenden  ist.  Die  ursprüngliche
       resolv.conf  wird  zurück  transferiert,  wenn  die  Verbindung wieder abgebaut wurde. Sie
       können diese Datei bearbeiten, wenn Sie möchten, und Direktiven wie »search« oder »domain«
       oder  zusätzliche Nameserver hinzufügen. Lesen Sie auf jeden Fall zuerst die Handbuchseite
       von resolv.conf durch. Die Direktiven »search« und »domain« erledigen wahrscheinlich nicht
       das, was Sie von Ihnen erwarten.

       Falls  Sie  im  Bildschirm »Namensserver konfigurieren« den Wert »dynamic« auswählen, wird
       Pppd  für  »dynamic  DNS«  konfiguriert  und   Pppconfig   eine   Datei   im   Verzeichnis
       /etc/ppp/resolv  mit  dem  Namen  des  Anbieters, den Sie gerade konfigurieren, erstellen.
       Diese Datei wird nichts enthalten. Wenn die Verbindung  aufgebaut  wird,  werden  die  von
       Ihrem   ISP   übergebenen   Nameserver   hinzugefügt   und   diese  Datei  an  Stelle  von
       /etc/resolv.conf verwandt. Sie können  diese  Datei  bearbeiten,  wenn  Sie  möchten,  und
       Direktiven wie »search« oder »domain« oder zusätzliche Nameserver hinzufügen.

       Falls  Sie  im  Bildschirm  »Namensserver  konfigurieren«  den Wert »None« auswählen, wird
       Pppconfig keine Datei in /etc/ppp/resolv erstellen und /etc/resolv.conf  in  Ruhe  lassen.
       »ipparam«  wird nicht auf den Namen des Anbieters gesetzt und kann daher vom Administrator
       frei verwandt werden.

DATEIEN

       /etc/ppp/peers/provider ist die Standard-Optionsdatei für Pppd  für  den  voreingestellten
       Diensteanbieter.

       /etc/ppp/peers/<Name> ist die Optionsdatei von Pppd für den Anbieter mit dem Namen <Name>.

       /etc/ppp/peers/provider.bak ist eine Sicherungskopie von /etc/ppp/peers/provider.

       /etc/chatscripts/provider   ist   das   Standard-Chat-Skript   für   den  voreingestellten
       Diensteanbieter.

       /etc/chatscripts/<Name> ist das Chat-Skript für den Anbieter mit dem Namen <Name>.

       /etc/chatscripts/provider.bak ist eine Sicherungskopie von /etc/chatscripts/provider.

       /etc/ppp/resolv ist ein Verzeichnis, in dem die  resolv.conf-Dateien  für  jeden  Anbieter
       gespeichert werden.

       /etc/ppp/ip-up.d/0dns-up   ist   ein   Skript,   dass   dafür  sorgt,  dass  die  korrekte
       resolv.conf-Datei an den richtigen Platz kopiert wird, wenn die Verbindung aufgebaut wird.

       /etc/ppp/ip-down.d/0dns-down ist ein Skript, dass  dafür  sorgt,  dass  die  ursprüngliche
       resolv.conf-Datei an den richtigen Platz kopiert wird, wenn die Verbindung abgebaut wird.

       /etc/init.d/dns-clean  ist  ein  Skript,  das 0dns-down beim Systemstart ausführt, um alle
       Überbleibsel nach einem Systemabsturz zu entfernen.

       /var/run/pppconfig ist ein Verzeichnis, in dem  alle  von  0dns-up  erstellten  temporären
       Dateien gespeichert werden.

       /var/run/pppconfig/resolv.conf.bak.<Anbieter>  ist eine Sicherungskopie der ursprünglichen
       Datei resolv.conf. 0dns-down stellt daraus /etc/resolv.conf wieder her.

       /var/run/pppconfig/0dns.<Anbieter>  ist   eine   Sicherungskopie   von   resolv.conf   für
       <Anbieter>. 0dns-down verwendet es, um zu ermitteln, ob /etc/resolv.conf von einem anderen
       Prozess überschrieben wurde.

       /etc/ppp/pap-secrets und  /etc/ppp/chap-secrets  werden  in  der  Dokumentation  von  Pppd
       beschrieben. Pppconfig kann zu diesen Dateien Zeilen hinzufügen und es wird Zeilen ändern,
       die es vorher hinzugefügt hat.

ANMERKUNGEN

       pppconfig benötigt Pppd 2.3.7 oder neuer.

OFFEN

       Komplette Unterstützung für MSCHAP hinzufügen

FEHLER

       Versuchen Sie nicht, mit Pppconfig Ihr Modem zu finden, während Pppd läuft.

SIEHE AUCH

       chat(8), gpppon(1), plog(1), poff(1), pon(1), pppd(8) und whiptail(1).

AUTOR

       pppconfig wurde von John Hasler <jhasler@debian.org> geschrieben.

COPYRIGHT

       Diese Handbuchseite kann so behandelt werden, als ob sie Teil des  »Public  Domain«  wäre.
       Ich verzichte auf alle Rechte.

ÜBERSETZUNG

       Diese  Übersetzung  wurde  2011  von Helge Kreutzmann erstellt. Sie unterliegt der GNU GPL
       Version 2 (oder neuer).

       Um die englische Originalversion zu lesen, geben Sie »man -L C BEFEHL« ein.

       Fehler in der Übersetzung melden Sie bitte über die Fehlerdatenbank (BTS) von Debian  oder
       indem Sie eine E-Mail an <debian-l10-german@lists.debian.org>, schreiben.