bionic (1) dh_installinit.1.gz

Provided by: debhelper_11.1.6ubuntu2_all bug

NAME

       dh_installinit - installiert Dienstinitialisierungsdateien in Paketbauverzeichnisse

ÜBERSICHT

       dh_installinit [Debhelper-Optionen] [--name=Name] [-n] [-R] [-r] [-d] [-- Parameter]

BESCHREIBUNG

       dh_installinit ist ein Debhelper-Programm, das für die Installation von Init-Skripten mit zugehörigen
       Standarddateien verantwortlich ist. In Kompatibilitätsstufen bis zu 11 handhabte dh_installinit auch
       Upstart-Jobs und Systemd-Dienstdateien.

       Es erzeugt außerdem automatisch die postinst-, postrm- und prerm-Skripte, die nötig sind, um die
       symbolischen Links in /etc/rc*.d/ einzurichten und die Init-Skripte zu starten und zu stoppen.

       In Kompatibilitätsstufe 10 oder älter: Falls ein Paket nur eine Systemd-Dienstdatei mitbringt und kein
       Sysvinit-Skript bereitgestellt wird, möchten Sie möglicherweise den Aufruf von »dh_installinit« für
       dieses Paket ausschließen (z.B. per -N). Andernfalls könnten Sie Warnungen von Lintian über
       »init.d«-Skripte bekommen, die nicht im Paket enthalten sind.

DATEIEN

       debian/Paket.init
           Falls dies existiert, wird es in etc/init.d/Paket im Paketbauverzeichnis installiert.

       debian/Paket.default
           Falls dies existiert, wird es in etc/default/Paket im Paketbauverzeichnis installiert.

       debian/Paket.upstart
           In Kompatibilitätsstufe 11 wird diese Datei einen Fehler auslösen, der daran erinnert, dass das
           ordentliche Entfernen der Upstart-Datei in der vorherigen Paketversion sichergestellt werden soll.
           Bitte ziehen Sie die Verwendung der Funktionalität »rm_conffile« von dh_installdeb(1) in Betracht, um
           das ordentliche Entfernen früherer Upstart-Dateien sicherzustellen.

           Falls diese Datei in Kompatibilitätsstufe 10 existiert, wird sie in etc/init/Paket.conf im
           Paketbauverzeichnis installiert.

       debian/Paket.service
           Falls dies existiert, wird es in lib/systemd/system/Paket.service im Paketbauverzeichnis installiert.
           Nur in Kompatibilitätsstufen 10 und darunter benutzt.

       debian/Paket.tmpfile
           Falls dies existiert, wird es in usr/lib/tmpfiles.d/Paket.conf im Paketbauverzeichnis installiert.
           (Der »tmpfiles.d«-Mechanismus wird derzeit nur von Systemd benutzt.) Nur in Kompatibilitätsstufe 10
           und darunter.

OPTIONEN

       -n, --no-scripts
           ändert keine postinst-/postrm/prerm-Skripte.

       -o, --only-scripts
           verändert nur die postinst-/postrm-/prerm-Skripte, installiert aber tatsächlich kein Init-Skript,
           keine Vorgabedateien, keinen Upstart-Job und keine Systemd-Dienstdatei; kann nützlich sein, falls die
           Datei von den Originalautoren auf eine Art mitgeliefert/installiert wird, die es dh_installinit nicht
           leicht macht, sie zu finden.

           Warnung: Dies wird alle normalen Prüfungen umgehen und die Skripte bedingungslos verändern. Sie
           werden dies in den meisten Fällen mit -p verwenden wollen, um einzugrenzen, welche Pakete von dem
           Aufruf betroffen sind. Beispiel:

            override_dh_installinit:
                   dh_installinit -pfoo --only-scripts
                   dh_installinit --remaining

       -R, --restart-after-upgrade
           stoppt das Init-Skript nicht, bis das Paket-Upgrade komplett durchgeführt wurde. Dies ist das
           Standardverhalten für Kompatibilitätsmodus 10.

           In älteren Kompatibilitätsmodi war es Standardverhalten, dass das Skript in prerm stoppt und es in
           postinst wieder startet.

           Dies kann nützlich für Daemons sein, die nicht lange während des Upgrades ausgeschaltet sein sollen.
           Sie sollten aber sicherstellen, dass der Daemon nicht von dem Paket, von dem ein Upgrade durchgeführt
           wird, durcheinander gebracht wird, während er läuft, bevor diese Option benutzt wird.Dies kann
           nützlich für Daemons sein, die während des Upgrades nicht für längere Zeit ausgeschaltet sein sollen.
           Bevor diese Option benutzt wird, sollten Sie sicherstellen, dass der Betrieb des Daemon nicht negativ
           beeinflusst wird, wenn dessen Paket zwischendurch aktualisiert wird.

       --no-restart-after-upgrade
           macht ein vorhergehendes --restart-after-upgrade (oder die Voreinstellung des Kompatibilitätsmodus
           10) rückgängig. Falls keine weiteren Optionen angegeben wurden, wird dies dafür sorgen, dass der
           Dienst im prerm-Skript gestoppt und im postinst-Skript wieder gestartet wird.

       -r, --no-stop-on-upgrade, --no-restart-on-upgrade
           stoppt das Init-Skript nicht beim Upgrade. Dies hat den Nebeneffekt, dass der Dienst nicht als Teil
           des Upgrades neu gestartet wird.

           Falls Sie den Dienst mit minimaler Stillstandzeit neu starten möchten, benutzen Sie bitte
           --restart-after-upgrade (Voreinstellung in Kompatibilitätsstufe 10 oder höher). Falls Sie wollen,
           dass der Dienst neu gestartet, jedoch während des Upgrades gestoppt wird, benutzen Sie bitte
           --no-restart-after-upgrade (beachten Sie das »after-upgrade«).

           Beachten Sie, dass der Alias --no-restart-on-upgrade missbilligt ist und in Kompatibilitätsstufe 12
           entfernt wird. Dies soll Verwirrung mit der Option --no-restart-after-upgrade vermeiden. Die Variante
           --no-stop-on-upgrade wurde in Debhelper 10.2 eingeführt (enthalten in Debian Stretch).

       --no-start
           startet das Init-Skript nicht bei der Installation oder dem Upgrade und stoppt es nicht beim
           Entfernen. Rufen Sie nur update-rc.d auf. Nützlich für rcS-Skripte.

       --no-enable
           Disable the init script on purge, but do not enable them on install. This implies a versioned
           dependency on init-system-helpers (= 1.51)> as it is the first (functional) version that supports
           <update-rc.d <script defaults-disabled>>.

           Note that this option does not affect whether the services are started. Please remember to also use
           --no-start if the service should not be started.

           Cannot be combined with -uparams, --update-rcd-params=params, or -- params.

       -d, --remove-d
           entfernt abschließende d vom Namen des Pakets und benutzt das Ergebnis als Dateiname, unter dem die
           Upstart-Job-Datei in etc/init/ installiert wird und als Dateiname, unter dem das Init-Skript in
           etc/init.d und die Standarddatei in etc/default/ installiert wird. Dies kann nützlich für Daemons
           sein, deren Namen mit d enden. (Anmerkung: Dies hat Vorrang gegenüber dem im Folgenden beschriebenen
           Parameter --init-script.)

       -uParameter --update-rcd-params=Parameter
       -- Parameter
           Pass params to update-rc.d(8). If not specified, defaults (or defaults-disabled with --no-enable)
           will be passed to update-rc.d(8).

           Cannot be combined with --no-enable.

       --name=Name
           installiert das Init-Skript (und die Standarddatei) ebenso wie den Upstart-Job unter Benutzung des
           Dateinamens Name an Stelle des Standarddateinamens, der dem Paketnamen entspricht. Wenn dieser
           Parameter verwandt wird, sucht und installiert dh_installinit Dateien mit dem Namen
           debian/package.name.init, debian/package.name.default und debian/package.name.upstart an Stelle der
           üblichen debian/package.init, debian/package.default and debian/package.upstart.

       --init-script=Skriptname
           benutzt Skriptname als Dateiname, unter dem das Init-Skript in etc/init.d/ installiert wird (und
           verwendet ihn außerdem als Dateinamen der Standarddatei, falls sie installiert wird). Falls Sie
           diesen Parameter einsetzen, wird dh_installinit nachsehen, ob im Verzeichnis debian/ eine Datei
           existiert, die aussieht wie Paket.Skriptname und falls dies so ist, wird sie bevorzugt als Init-
           Skript gegenüber den Dateien installiert, die normalerweise installiert werden.

           Dieser Parameter ist veraltet. Benutzen Sie stattdessen den Parameter --name. Dieser Parameter ist
           für die Benutzung mit Upstart-Jobs inkompatibel.

       --error-handler=Funktion
           ruft die Shell-Funktion mit diesem Namen auf, falls die Ausführung des Init-Skripts fehlschlägt. Die
           Funktion sollte in den prerm- und postinst-Skripten vor der Markierung #DEBHELPER# bereitgestellt
           werden.

ANMERKUNGEN

       Beachten Sie, dass dieser Befehl nicht idempotent ist. Zwischen Aufrufen dieses Befehls sollte dh_prep(1)
       aufgerufen werden. Ansonsten könnte er zur Folge haben, dass den Betreuerskripten mehrere Instanzen des
       gleichen Textes hinzugefügt werden.

SIEHE AUCH

       debhelper(7)

       Dieses Programm ist Teil von Debhelper.

ÜBERSETZUNG

       Diese Übersetzung wurde mit dem Werkzeug po4a <http://po4a.alioth.debian.org/> durch Chris Leick
       c.leick@vollbio.de und das deutsche Debian-Übersetzer-Team im Dezember 2011 erstellt.

       Bitte melden Sie alle Fehler in der Übersetzung an debian-l10n-german@lists.debian.org oder als
       Fehlerbericht an das Paket debhelper.

       Sie können mit dem folgenden Befehl das englische Original anzeigen man -L en Abschnitt Handbuchseite

AUTOREN

       Joey Hess <joeyh@debian.org>

       Steve Langasek <steve.langasek@canonical.com>

       Michael Stapelberg <stapelberg@debian.org>