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NAME
apt-config - APT-Konfigurationsabfrageprogramm
ÜBERSICHT
apt-config [--empty] [--format '%f "%v";%n'] [-o=Konfigurationszeichenkette] [-c=Konfigurationsdatei]
{shell | dump | {-v | --version} | {-h | --help}}
BESCHREIBUNG
apt-config ist ein internes Programm, das von vielen Teilen der APT-Programmsammlung benutzt wird, um
einheitliche Konfigurierbarkeit bereitzustellen. Es greift auf die Hauptkonfigurationsdatei
/etc/apt/apt.conf auf eine Art zu, die leicht für geskriptete Anwendungen zu benutzen ist.
Sofern nicht die -h-, oder --help-Option angegeben ist, muss einer der nachfolgend aufgeführten Befehle
vorkommen.
shell
»shell« wird benutzt, um aus einem Shellskript auf Konfigurationsinformationen zuzugreifen. Es wird
ein Paar von Argumenten angegeben – das erste ist eine Shell-Variable und das zweite ein
Konfigurationswert, der abgefragt werden soll. Als Ausgabe führt es Shell-Zuweisungsbefehle für jeden
vorhandenen Wert auf. In einen Shellskript sollte es wie folgt benutzt werden:
OPTS="-f"
RES=`apt-config shell OPTS MyApp::options`
eval $RES
Dies wird die Shell-Umgebungsvariable $OPT auf den Wert von MyApp::options mit einer Vorgabe von -f
setzen.
An das Konfigurationselement kann /[fdbi] angehängt werden. »f« gibt Dateinamen zurück, »d« gibt
Verzeichnisse zurück, »b« gibt »true« oder »false« zurück und »i« gibt eine Ganzzahl zurück. Jede
Rückgabe ist normiert und intern geprüft.
dump
Nur der Inhalt des Konfigurationsbereichs wird angezeigt.
OPTIONEN
Alle Befehlszeilenoptionen können durch die Konfigurationsdatei gesetzt werden, die Beschreibung gibt die
zu setzende Option an. Für boolesche Optionen können Sie die Konfigurationsdatei außer Kraft setzen,
indem Sie etwas der Art -f-, --no-f, -f=no oder etliche weitere Varianten benutzen.
--empty
schließt Optionen ein, die einen leeren Wert haben. Dies ist die Vorgabe, benutzen Sie daher
--no-empty, um sie aus der Ausgabe zu entfernen.
--format '%f "%v";%n'
definiert die Ausgabe jeder Konfigurationsoption. %t wird durch den individuellen Namen ersetzt, %f
durch ihren vollständigen hierarchichen Namen und %v durch ihren Wert. Verwenden Sie Großbuchstaben;
Sonderzeichen in dem Wert werden kodiert, um sicherzustellen, dass sie z.B. in einer maskierten
Zeichenkette, wie sie RFC822 definiert, sicher verwandt werden kann. %n wird zusätzlich durch einen
Zeilenumbruch ersetzt, %N durch einen Tabulator. Ein % kann mittels %% ausgegeben werden.
-h, --help
eine kurze Aufrufzusammenfassung zeigen
-v, --version
die Version des Programms anzeigen
--audit
Audit- (und Hinweis-)Meldungen anzeigen. Dies setzt die Option »quite« außer Kraft, aber nur für
Hinweismeldungen, nicht für Fortschrittsmeldungen.
-c, --config-file
Konfigurationsdatei; hiermit wird die zu verwendende Konfigurationssdatei angegeben. Das Programm
wird die Vorgabe-Konfigurationsdatei und dann diese Konfigurationsdatei lesen. Falls
Konfigurationseinstellungen vor der Vorgabe-Konfiguration ausgewertet werden müssen, geben Sie eine
Datei in der Umgebungsvariable APT_CONFIG an. Lesen Sie apt.conf(5), um Syntax-Informationen zu
erhalten.
-o, --option
eine Konfigurationsoption setzen; hiermit wird eine beliebige Konfigurationsoption gesetzt. Die
Syntax lautet -o Foo::Bar=bar. -o und --option kann mehrfach benutzt werden, um verschiedene Optionen
zu setzen.
--cli-version
Requests a specific CLI version. This is a pattern that takes a MAJOR.MINOR version. You may omit the
MINOR version, in which case the latest supported minor level will be used.
Version tracks are presented as follows: The version 3.2 has equivalent versions 0.32, 1.22, and
2.12, implementing new features for their specified major versions.
A special case is the X.9 version pattern: A version like 2.9 is followed by 3.0, but 2.10 follows
directly on 2.8; given that we use odd version numbers as development series (2.9 is the 3.0
development series).
This feature has been introduced in APT 3.1.10, and replaces the binary-specific configuration. You
may use the APT::Version to similar effect on older binaries, for example, use -o APT::Version=2 to
make apt(8) behave like the 2.x series.
The default value is the current APT version for apt(8) and 0.(10 * major + minor) for the classic
commands. The 0.X series is soft-deprecated and the other commands will roll over to the 2.x series
in the future.
--no-color, --color
Farben ein- oder ausschalten. Auf unterstützten Terminals sind Farben für apt(8) standardmäßig
eingeschaltet und können auch mit den Umgebungsvariablen NO_COLOR oder APT_NO_COLOR ausgeschaltet
werden, oder weiter mittels der Konfigurationsoption und -geltungsbereich APT::Color konfiguriert
werden, siehe apt.conf(5) für Informationen hierzu.
SIEHE AUCH
apt.conf(5)
DIAGNOSE
apt-config gibt bei normalen Aktionen 0 zurück, dezimal 100 bei Fehlern.
FEHLER
APT-Fehlerseite[1]. Wenn Sie einen Fehler in APT berichten möchten, lesen Sie bitte
/usr/share/doc/debian/bug-reporting.txt oder den reportbug(1)-Befehl. Verfassen Sie Fehlerberichte bitte
auf Englisch.
ÜBERSETZUNG
Die deutsche Übersetzung wurde 2009ff. von Chris Leick <c.leick@vollbio.de> sowie 2025 von Helge
Kreutzmann <debian@helgefjell.de> in Zusammenarbeit mit dem deutschen l10n-Team von Debian
<debian-l10n-german@lists.debian.org> angefertigt.
Beachten Sie, dass diese Übersetzung Teile enthalten kann, die nicht übersetzt wurden. Dies ist so, damit
kein Inhalt verloren geht, wenn die Übersetzung hinter dem Originalinhalt hinterherhängt.
AUTOREN
Jason Gunthorpe
APT-Team
FUßNOTEN
1. APT-Fehlerseite
https://bugs.debian.org/src:apt
APT 3.1.14 30 November 2013 APT-CONFIG(8)