ÜBERSICHT
w [Option ...] [Benutzer]
w zeigt Informationen über die gerade angemeldeten
Benutzer und ihre Prozesse an. Die Kopfzeile enthält in dieser
Reihenfolge die aktuelle Zeit, die Laufzeit des Systems, wie viele Benutzer
gerade angemeldet sind und die durchschnittliche Systemlast der letzten 1, 5
und 15 Minuten.
Die folgenden Daten werden für jeden Benutzer angezeigt:
Der Anmeldename, der TTY-Name, der ferne Rechner, die Anmeldezeit, die
Leerlaufzeit, JCPU, PCPU und die Befehlszeile des laufenden Prozesses.
Die JCPU-Zeit ist die Zeit, die von allen Prozessen genutzt wurde,
die zu dem jeweiligen Terminal gehören. Sie enthält keine
abgeschlossenen Hintergrund-Aufträge, jedoch die derzeit laufenden
Hintergrund-Aufträge.
Die PCPU-Zeit ist die Zeit, die vom derzeit laufenden Prozess
bisher genutzt wurde und im Feld »what« benannt ist.
- -c,
--container
- zeigt die Container- anstatt der System-Betriebszeit in der Kopfzeile
an.
- -h,
--no-header
- gibt keine Kopfzeile aus.
- -u,
--no-current
- ignoriert den Benutzernamen, während der aktuelle Prozess und die
CPU-Zeiten ermittelt werden. Probieren Sie die Option aus, indem Sie
zunächst su, danach w und w -u eingeben.
- -s, --short
- verwendet das Kurzformat. Die Anmeldezeit, die JCPU- und die PCPU-Zeit
werden nicht ausgegeben.
- -t,
--terminal
- Normalerweise verwendet w entweder die systemd-Sitzungstabelle oder
die utmp-Datei, um Benutzer zu finden. Im Terminalmodus scannt
w die Terminalgeräte und findet so die Benutzersitzungen.
Dies ist keine exakte Benutzerzählung; beispielsweise wird ein
Benutzer mit zwei xterms zweimal angezeigt, sodass die Benutzeranzahl im
Header unterschiedlich ist. Aktuell werden die Terminalgeräte
/dev/tty* und /dev/pts/* gescannt.
- -f, --from
- schaltet die Anzeige des from-Feldes (ferner Rechnername) ein oder
aus. Standardmäßig wird das from-Feld nicht
angezeigt. Allerdings könnte Ihr Systemadministrator oder Ihr
Distributor eine Version kompiliert haben, in der das from-Feld
standardmäßig angezeigt wird.
- --help
- zeigt einen Hilfetext an und beendet das Programm.
- -i, --ip-addr
- zeigt für das Feld from die IP-Adresse anstelle des
Rechnernamens an. Diese Option funktioniert nur auf
Nicht-Systemd-Plattformen, da libsystemd lediglich den Remote-Rechner
bereitstellt.
- -p, --pids
- zeigt die PID des Anmeldeprozesses/des »Was«-Prozesses im
»Was«-Feld an. Der Anmeldeprozess wird auch der
»Sitzungsleiter« genannt.
- -V, --version
- zeigt Versionsinformationen an.
- -o,
--old-style
- aktiviert die Ausgabe im alten Stil. Für Leerlaufzeiten unter einer
Minute werden Leerräume ausgegeben.
- Benutzer
- zeigt Informationen nur für den angegebenen Benutzer an.
- PROCPS_CONTAINER
- Falls $PROCPS_CONTAINER gesetzt ist, verhält sich w
so, als ob die Option --container angegeben wurde.
- PROCPS_USERLEN
- setzt die vorgegebene Breite der USER-Spalte außer Kraft.
Standardmäßig 8.
- PROCPS_FROMLEN
- setzt die vorgegebene Breite der From-Spalte außer Kraft.
Standardmäßig 16.
- /var/run/utmp
- Informationen darüber, wer aktuell angemeldet ist, jedoch nur
für Rechner ohne Systemd.
- /proc
- Prozessinformation
- /dev/tty* , /dev/pts/*
- Terminalgerätedateien, die im --terminal-Modus gescannt
wurden.
Bei Verwendung der Option --terminal geht w davon
aus, dass Prozesse mit einer übergeordneten PID von 0 oder 1
agetty(8)-Prozesse sind und zeigt diese nicht an. Dies ist
fürsowohl falsch positive als auch negative Fehler
anfällig.
Die Leerlaufzeiten für Benutzer in bestimmten Sitzungen,
wie z.B. X/Wayland-Sitzungen, werden falsch angezeigt. Die Option
--terminal zeigt die korrekten Leerlaufzeiten für
Terminal-Sitzungen unter X/Wayland an.
Auf Plattformen, die systemd(1) verwenden, wird die Option
--ip-addr ignoriert. Die Spalte „from“ gibt den
Remote-Rechner entweder als Rechnernamen oder als IP-Adresse an.