ÜBERSICHT
mkvinfo [Optionen] {Quelldateiname}
Dieses Programm führt alle in Matroska(TM)-Dateien
enthaltenen Elemente auf. Die Ausgabe kann kann auf eine Liste von Spuren in
der Datei, einschließlich Informationen über die benutzten
Codecs, begrenzt werden.
-g, --gui
startet das GUI. Diese Option ist nur verfügbar,
falls Mkvinfo mit GUI-Unterstützung kompiliert wurde.
-c, --checksums
berechnet für jedes Bild die
Adler32-Prüfsumme und zeigt sie an. Nur nützlich zur
Fehlersuche.
-s, --summary
zeigt nur eine knappe Zusammenfassung, was
mkvinfo(1) findet und nicht jedes Element.
-t, --track-info
Zeigt detailliert Statistiken für jede Spur an.
Außerdem wird die Detailstufe auf 1 gesetzt, falls sie vorher auf 0
war.
-x, --hexdump
zeigt die ersten 16 Byte jedes Bilds als hexadezimale
Ausgabe an.
-X, --full-hexdump
zeigt alle Byte von jedem Bild als hexadezimale Ausgabe
an.
-z, --size
zeigt die Größe jedes Elements
einschließlich seiner Kopfdaten an.
--command-line-charset Zeichensatz
setzt den Zeichensatz, um auf der Befehlszeile angegebene
Zeichenketten umzuwandeln. Voreinstellung ist der Zeichensatz der aktuellen
Locale des Systems.
--output-charset Zeichensatz
setzt den Zeichensatz, in den Zeichenketten zur Ausgabe
umgewandelt werden. Voreinstellung ist der Zeichensatz der aktuellen Locale
des Systems.
-r, --redirect-output Dateiname
schreibt alle Nachrichten in die Datei Dateiname
statt auf die Konsole. Obwohl dies einfach durch Ausgabeumleitung erledigt
werden kann, gibt es Fälle, in denen diese Option benötigt wird:
wenn das Terminal die Ausgabe vor dem Schreiben in eine Datei neu auswertet.
Der mit --output-charset gesetzte Zeichensatz wird dabei
berücksichtigt.
--ui-language Code
erzwingt, dass die Übersetzungen für die
Sprache
Code benutzt werden (z.B. »de_DE« für die
deutschen Übersetzungen). Vorzugsweise sollten jedoch die
Umgebungsvariablen
LANG,
LC_MESSAGES und
LC_ALL benutzt
werden. Die Eingabe von »list« als
Code wird
mkvinfo(1) veranlassen, eine Liste der verfügbaren
Übersetzungen auszugeben.
--debug Thema
schaltet die Fehlersuche für eine bestimmte
Funktionalität ein. Diese Option ist nur für Entwicker
nützlich.
--engage Funktionalität
schaltet experimentelle Funktionalitäten ein. Eine
Liste verfügbarer Funktionalitäten kann mit mkvinfo --engage
list abgefragt werden. Diese Funktionalitäten sind nicht für
die Verwendung in Alltagssituationen gedacht.
--gui-mode
Turns on GUI mode. In this mode specially-formatted lines
may be output that can tell a controlling GUI what's happening. These messages
follow the format '#GUI#message'. The message may be followed by key/value
pairs as in '#GUI#message#key1=value1#key2=value2...'. Neither the messages
nor the keys are ever translated and always output in English.
This switch has nothing to do with the --gui parameter
which causes mkvinfo to display its own GUI.
-v, --verbose
erhöht die Dateilstufe. Welche Beschreibung auf
welcher Stufe ausgegeben wird, finden Sie im Abschnitt Detailstufen.
-h, --help
zeigt Benutzungsinformationen und beendet sich.
-V, --version
zeigt Versionsinformationen und beendet sich.
--check-for-updates
prüft online durch Herunterladen der URL
http://mkvtoolnix-releases.bunkus.org/latest-release.xml, ob es neue
Veröffentlichungen gibt. Vier Zeilen werden im Stil
Schlüssel=Wert ausgegeben: die URL, von der die Informationen bezogen
wurden (Schlüssel version_check_url), die aktuell laufende Version
(Schlüssel running_version), die Version der neusten
Veröffentlichung (Schlüssel available_version) und die
Download-URL (Schlüssel download_url).
Anschließend beendet sich das Programm mit einem
Rückgabewert von 0, falls keine neuere Veröffentlichung
verfügbar ist, mit 1, wenn eine neuere Veröffentlichung
verfügbar ist und mit 2, falls ein Fehler auftritt (z.B., wenn die
Aktualisierungsinformationen nicht abgefragt werden konnten).
Diese Option ist nur verfügbar, falls das Programm mit
Unterstützung für Libcurl gebaut wurde.
@Optionsdatei
liest zusätzliche Befehlszeilenargumente aus der
Datei
Optionsdatei. Zeilen, deren erstes Nichtleerraumzeichen ein
Rautenzeichen (»#«) ist, werden als Kommentare betrachtet und
ignoriert. Leerräume am Anfang und Ende einer Zeile werden
abgeschnitten. Jede Zeile darf genau eine Option enthalten.
Verschiedene Zeichen können maskiert werden, z.B. falls Sie
möchten, dass eine Nichtkommentarzeile mit einem »#«
beginnt. Die Regeln werden im Abschnitt über Maskieren von Text
beschrieben.
Die Befehlszeile »mkvinfo -v -v Eingabe.mkv
--redirect-output Info.txt kann in die folgende Optionsdatei umgewandelt
werden:
# Detailstufe erhöhen
-v
-v
# Eingabe.mkv auswerten
Eingabe.mkv
# und die Ausgabe in Info.txt schreiben
--redirect-output
Info.txt
Die Option -v kann benutzt werden, um die Detailstufe von
mkvinfo(1) zu erhöhen und weitere Informationen über
die aktuelle Datei auszugeben.
Auf Stufe 0 wird mkvinfo(1) nur die Spurkopfdaten, die es
findet und deren Typen, ausgeben. Sobald die Kopfdaten vollständig
ausgewertet sind, wird sich mkvinfo(1) beenden (technischer
ausgedrückt: sobald der erste Cluster gefunden wird). Auf dieser
Stufe werden die Suchkopfeinträge und Indizes nicht angezeigt
– selbst wenn sie vor den Spurinformationen liegen.
Auf Stufe 1 wird mkvinfo(1) ebenfalls alle für die
vollständige Datei gefundenen Matroska(TM)-Elemente außer den
Suchkopf- und Indexeinträgen ausgeben. Falls der
Zusammenfassungsmodus aktiviert ist, wird mkvinfo(1) obendrein die
Bildposition ausgeben.
Auf Stufe 2 wird mkvinfo(1) auch die
Suchkopfeinträge, die Indexeinträge und die Dateiposition
ausgeben, an der jedes Matroska(TM)-Element gefunden werden kann.
Auf Stufe 3 und darüber wird mkvinfo(1) einige
Informationen ausgeben, die nicht direkt mit einem Matroska(TM)-Element
verbunden sind. Alle anderen Elemente geben nur Zeug über Elemente
aus, die soeben gefunden wurden. Stufe 3 fügt Metainformationen zur
Erleichterung der Fehlersuche hinzu (sprich: Sie ist nur für
Entwickler gedacht). Alle Zeilen, die durch Stufe 3 geschrieben werden, sind
in eckige Klammern eingeschlossen, um ihre Filterung zu erleichtern.
mkvinfo(1) beendet sich mit einem von drei
Rückgabewerten:
•0 – dieser Rückgabewert
bedeutet, dass der Durchlauf erfolgreich abgeschlossen wurde.
•
1 – in diesem Fall hat
mkvinfo(1) mindestens eine Warnung ausgegeben, die Ausführung
wurde aber fortgesetzt. Einer Warnung wird der Text »Warning:«
vorangestellt.
•
2 – dieser Rückgabewert wird
benutzt, nachdem ein Fehler aufgetreten ist.
mkvinfo(1) wird gleich
nach der Ausgabe der Fehlermeldung abgebrochen. Fehlermeldungen reichen von
falschen Befehlszeilenargumenten über Lese-/Schreibfehler bis hin zu
beschädigten Dateien.
Es gibt ein paar Stellen, an denen Sonderzeichen in Text maskiert
werden müssen oder sollen. Die Regeln zum Maskieren sind einfach:
Jedes Zeichen, das maskiert werden soll, wird durch einen
Rückwärtsschrägstrich gefolgt von einem weiteren
Zeichen ersetzt.
Die Regeln lauten: » « (ein Leerzeichen) wird
»\s«, »"« (doppeltes
Anführungszeichen) wird »\2«, »:« wird
»\c«, »#« wird »\h« und
»\« (ein einfacher Rückwärtsschrägstrich
selbst) wird »\\«.
mkvinfo(1) verwendet die Standardvariablen, um die Locale
des Systems zu bestimmen (z.B. LANG und die LC_*-Familie).
Zusätzliche Variablen:
MKVTOOLNIX_DEBUG und ihre Kurzform MTX_DEBUG
Der Inhalt wird behandelt, als ob er mit der Option
--debug übergeben worden wäre.
MKVTOOLNIX_ENGAGE und ihre Kurzform MTX_ENGAGE
Der Inhalt wird behandelt, als ob er mit der Option
--engage übergeben worden wäre.
MKVTOOLNIX_OPTIONS und ihre Kurzform MTX_OPTIONS
Der Inhalt wird bei Leerräumen aufgeteilt. Die
resultierenden Teilzeichenketten werden behandelt, als ob sie als
Befehlszeilenoptionen übergeben worden wären. Falls Sie
Sonderzeichen übergeben möchten (z.B. Leerzeichen),
müssen Sie sie maskieren (siehe den Abschnitt über Maskieren von
Sonderzeichen in Text).
Die neuste Version kann immer auf der
MKVToolNix-Homepage[1] gefunden werden.
Moritz Bunkus <moritz@bunkus.org>
Entwickler
- 1.
- der MKVToolNix-Homepage
http://www.bunkus.org/videotools/mkvtoolnix/